Müllsammelstellen, neuester Stand

Laut knallende Mülleimerdeckel gehören der Vergangenheit an

AbfallsammelstellenAbfallsammelstellen geben häufig Anlass zu Beschwerden: Entweder beklagen sich die Anwohner über zugeschlagene Mülleimerdeckel, oder der faulende Abfall beginnt zu stinken. Um derartige Streitigkeiten zu verhindern, hat das Unternehmen Paul Wolff drei Systeme entwickelt – sie sollen den Wegwerf-Lärm dämpfen und den Abfall unterirdisch abschotten.
Laut knallende Mülleimerdeckel sollen mit den sogenannten Silent-1001-Schränken der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen Paul Wolff hat dieses System entwickelt, um den Lärm an Müllsammelstellen zu dämpfen. Müllcontainer mit Füllmengen von 140 bis 1100 Litern passen in die Schränke mit der Steinfassung und den Stahltüren. Der Hersteller bietet Modelle mit zwei und vier Rädern unter dem Behälter an. Ein patentiertes Öffnungs- und Schließsystem federt dabei die Müllklappen der Schränke ab, kurz bevor sie zufallen. Nach Angaben des Unternehmens verursacht ein aufschlagender Deckel mit dem System eine maximale Lautstärke von 40 Dezibel. Werden die Hausmülltonnen bei der Leerung herausgezogen, dann erreiche die Lautstärke einen Pegel von höchstens 80 Dezibel.

Ungeziefer? Nein Danke!
Die Schränke sind in Stein eingelassen, deren Oberflächenstruktur vom geglätteten Sichtbeton bis zur kernigen Kieselstruktur frei gewählt werden kann. Genoppte, pulverbeschichtete Stahltore werden serienmäßig mit einem Rattenblech ausgeliefert, das Ungeziefer davon abhalten soll, durch einen Spalt in die Schränke zu kriechen. Die Container sind mit einem Schloss gesichert, das die Bewohner mit ihrem Wohnungsschlüssel aufschließen können, um die Einwurfklappen zu öffnen. Je nachdem ob Papier, Verpackungs- oder Restmüll in den Tonnen landet, erinnern angepasste Einwurföffnungen daran, welcher Abfall in welche Tonne gehört.

Literweise unterirdisch
Komplett unter der Erde verschwinden lässt die Firma Paul Wolff den Müll mit ihren Unterflursystemen. Nur ein schmaler Müllschacht bleibt beim System U-Select an der Oberfläche sichtbar, der knapp 85 Zentimeter aus dem Boden ragt. Auch Kinder und Rollstuhlfahrer gelangen so an die Einwurföffnungen, um ihren Abfall zu entsorgen. Alles, was eingeworfen wird, landet in unterirdischen Containern. In diesen Behältern lagern 3 bis 5 Kubikmeter Müll, was 3000 bis 5000 Litern entspricht. Im Vergleich mit den üblichen 1100-Liter-Rollcontainern müssen die unterirdischen Behälter seltener geleert werden. Bei der Leerung wird der komplette Behälter aus dem Boden gehoben und in den Müllwagen gekippt. Ein Sicherheitsboden verschließt währenddessen den Schacht, um den Gestank nicht austreten zu lassen.

Wer die vorhandenen Container trotz unterirdischer Entsorgungsanlage nicht austauschen will, greift auf das System U-Select-Lift zurück. Per Aufzug werden die Behälter im Boden versenkt. Eine hydraulische Scherenkonstruktion fährt die Mülleimer elektronisch auf und ab, bedient wird der Lift über eine Steuerungssäule. An der Oberfläche bleibt lediglich ein Einwurfgehäuse zurück. Die Bewohner melden sich per Transponder an und kippen ihren Müll in den Schacht. Auf diese Weise werden konkret die Müllmengen erfasst, die jede Partei am Abfallsammelplatz entsorgt.
www.paul-wolff.de

red
Bild: Das unterirdische System U-Select-Lift verbirgt die Container mit dem Abfall unsichtbar. (PAUL WOLFF)