Maxi-Space RS von Kone benötigt keinen Maschinenraum

Aufzugssanierung: Moderner, komfortabler und platzsparender

Maxi-Space RS von Kone benötigt keinen MaschinenraumIn zwei Mietwohnungsbauten aus den 60er-Jahren in Norderstedt sind die alten Seilaufzüge gegen maschinenraumlose Aufzüge ohne Gegengewicht und mit besonders kleinem Schachtkopf ausgetauscht worden.

Die Modernisierung der zwei Achtgeschosser an der Ochsenzoller Straße in Norderstedt hat Reinhard Herden einiges Kopfzerbrechen bereitet: „Wir wollten die Dämmung der Flachdächer verbessern, da die Mieter in der obersten Etage unter hohen Nebenkosten litten. Unser Ziel war, dort eine Einsparung zwischen 10 und 15 Prozent der Heizkosten zu erreichen“, berichtet der technische Leiter der Baugenossenschaft Adlershorst. Zugleich aber stand die Modernisierung der Aufzüge an. Diese waren nicht nur verschlissen, störanfällig und teuer im Betrieb, sie fuhren zum Leidwesen der Bewohner auch nicht die oberste siebte Wohnetage an. Herden suchte daher einen Weg, die Anlagen mit vertretbarem Aufwand zu verlängern, ohne die Flachdächer angreifen zu müssen. Die Lösung brachte der Maxi-Space RS von Kone. Er benötigt keinen Maschinenraum. Deshalb konnte dieser ersatzlos entfallen und zur Verlängerung des Schachts genutzt werden. Zudem hat der Aufzug einen Schachtkopf von nur 250 Zentimetern – also Zimmerhöhe – aus und eine spezielle seitliche Aufhängung. So konnte die Baugenossenschaft die Modernisierung beider Wohnhäuser in Angriff nehmen. Um Konflikte zwischen den Gewerken auszuschließen, entschied sich Herden, die Modernisierung von Aufzug und Dach zeitlich zu entzerren.

Die Arbeiten starteten in der Ochsenzoller Straße 146. Hier brachten die Baufachleute eine Einblasdämmung ein, deren Höhe – in Abhängigkeit vom Hohlraum im Flachdach – zwischen 30 und 40 Zentimetern schwankt. Die Dachoberfläche brauchte damit nicht angegriffen werden. Der Komplettaustausch des Aufzugs folgte im Sommer 2010. Er wurde im September abgeschlossen. Im Nachbargebäude Nummer 148 wurde der Aufzug bereits im Winter 2009 komplett erneuert Die Kosten beliefen sich hier wie im Nachbarhaus auf rund 100.000 Euro brutto inklusive Demontage der Altanlage, aller Betonarbeiten und des Ausbau des Flurs im siebten Obergeschoss. Die Dachdämmung – in gleicher Ausführung wie im Nachbargebäude – folgte im Mai 2010, hier wie dort für 38.000 Euro brutto, einschließlich der Nebenarbeiten. „Mit einer konventionellen Lösung wäre die Teilmodernisierung der beiden Gebäude viel komplizierter und teurer geworden“, stellt Herden fest. Rund sieben Wochen benötigten die Baufachleute und Monteure bis zur Inbetriebnahme des ersten Aufzugs: Zunächst wurde der alte Aufzug samt Aufhängung und Antrieb beseitigt, dann der Boden des Maschinenraums entfernt und schließlich die neue Anlage installiert, geprüft und in Betrieb genommen.

Das Haus hat durch den neuen Aufzug deutlich gewonnen, denn: Die neue Anlage ist dagegen nahezu barrierefrei gestaltet – mit automatischen Türen, gut lesbaren Anzeigen und ergonomisch platzierten Bedienelementen. Geradezu ein Segen ist der neue Aufzug für Rollstuhlfahrer, auch wenn die neue Kabine aufgrund des engen Schachts nicht ganz die Standardmaße für eine behindertengerechte Anlage erfüllen kann. Durch den Wegfall von Gegengewicht und Kabinenfalttür konnte die nutzbare Kabinenfläche deutlich vergrößert werden.
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red
Bild: Aufschlussreich: Im Vergleich zum modernisierten Aufzug waren die Mängel der Altanlagen gut erkennbar – in den Drehtüren könnten sich Personen klemmen oder stoßen, die Stufenbildung bietet Raum zum Stolpern, und die außen angebrachten Rufknöpfe sind unerreichbar für Rollstuhlfahrer. Sicher und bequem ist der neue Aufzug, hier in der Ochsenzoller Str. 148, gerade für diese Gruppe.