Wichtig für jeden Verwalter, für jedes Verwaltungsunternehmen und jeden Mitarbeiter ist die fortwährende Weiterbildung. Die Spezialisierung und Komplexität in der Verwaltung wird auch in den kommenden Jahren weiter drastisch zunehmen. Umso wichtiger wird es sein, sich von nicht professionellen Verwaltern abzuheben.
Der Verwalter ist und bleibt eine eierlegende Wollmilchsau. Er ist Jurist, Bänker, Betriebswirtschaftler, Steuerberater, Techniker und Mediator. Nur als eierlegende Wollmilchsau braucht man keinerlei Zugangsvoraussetzungen, um als Immobilienverwalter aufzutreten. Aber man muss, um den Anforderungen gerecht zu werden, in jedem der Bereiche Spezialist sein beziehungsweise Spezialisten haben. Die fehlenden Zulassungsvoraussetzungen sind für die Branche mehr als bedauerlich und für den Verbraucher und Wohnungseigentümer gefährlich.
Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter fühlt sich gemeinsam mit seinen Regionalverbänden in der Pflicht, das Qualitätsniveau seiner Mitglieder – und der Immobilienverwaltung in Deutschland allgemein – zu verbessern. Deshalb führen die Verbände pro Jahr weit über 100 Veranstaltungen für Mitglieder mit fachbezogenen Themen durch. Und dies mit steigender Tendenz sowohl bei der Zahl der Veranstaltungen als auch bei den Teilnehmerzahlen.
Heute sind Wissen und Qualifikation, auch für Immobilienverwalter, nicht zuletzt angesichts der Konkurrenz auf europäischer Ebene, wichtiger denn je. Die Ansprüche an Verwaltungsunternehmen steigen kontinuierlich an. Wer im Markt bestehen will, tut gut daran, über den Tellerrand – jenseits der Wohnungseigentumsverwaltung – zu schauen. Wenn Unternehmen die vom Markt geforderten Qualitätsstandards erreichen oder halten wollen, genügt es nicht, dass nur in der Chefetage das Wissen regelmäßig aktualisiert wird. Die gesamte Mannschaft sollte auf ein hohes und aktuelles Wissensniveau gehievt werden. Eine fundierte Ausbildung tut daher auch in der Immobilienverwaltung dringend Not! Hier zeigt der DDIV Initiative. Insbesondere bietet der Verband verschiedene Möglichkeiten, sich fortzubilden, speziell für Lehrlinge.
Wieso sind Verbandsseminare anders? Bei Verbandsseminaren lautet das Motto: Von Praktikern für Praktiker. Die Referenten verfügen alle über langjährige praktische Erfahrung und können die Inhalte klar und deutlich mit Praxisbezug vermitteln. Das Erlernte lässt sich so optimal am Arbeitsplatz einsetzen. Durch das breite Spektrum erreicht das Seminarangebot alle Zielgruppen, vom Geschäftsführer bis hin zum Sachbearbeiter.
Und ein wichtiger Punkt ist hier für den Immobilienverwalter auch die Außendarstellung. Wie kann er dokumentieren, dass er in die Aus- und Weiterbildung seiner Angestellten investiert? Für jede Seminarteilnahme erhält man Punkte. In den DDIV-Landesverbänden Bayern und Baden-Württemberg erhalten die Mitglieder nach Erreichen einer bestimmten Punktezahl ein jährliches Fortbildungszertifikat. Dieses Zertifikat kann der Verwalter in der Außendarstellung verwenden. Egal, ob er es aufhängt, in die Bewerbungsmappe integriert oder auf die Homepage stellt – es dokumentiert: „Wir lassen uns regelmäßig fortbilden.“
Für den Kunden und Wohnungseigentümer stellt dies ein Qualitätsmerkmal dar, auf das jeder Eigentümer bei der Verwalterauswahl achten sollte. Der professionelle Verwalter hebt sich hier auch deutlich von der Konkurrenz und Nichtverbandsverwaltern ab.
Steffen Haase
Bild: Sichtlich stolz präsentieren Teilnehmer des Basisseminars vom VDIV Baden-Württemberg ihre Zertifikate
Das größte Aus- und Fortbildungsprogramm im DDIV bietet der Verband der Immobilienverwalter in Bayern an. Fachsymposien, Grundlagen- und Fachseminare, Verwaltertreffs und Stammtische, Seminare für Hausmeister und insbesondere Unterstützung in der Lehrlingsausbildung, das zeichnet den VDIV Bayern als mittlerweile größten Seminaranbieter für Immobilienverwalter aus. Der Seminarkalender 2011 kann über die Geschäftsstelle des VDIV Bayern, unter www.vdiv-bayern.de oder per Telefon 089/591091 anfordert werden.
