Innovation für Wohnanlagen, Gewerbe-, Kommunal- und Transitgebäude

Vakuum-Toiletten sparen bis zu 85 Prozent Wasser

Ein neues Vakuum-System für WCs und Urinale ermöglicht die Senkung der Wasserkosten in Gebäuden um bis zu 85 Prozent. Damit sind keinerlei Einschränkungen bei Komfort und Hygiene verbunden.

Entwickelt worden ist die Wasserspar-Innovation für große Wohnanlagen, Gewerbe-, Kommunal- und Transitgebäude, Hotels und Gastronomiebetriebe sowie Sport- und Freizeitstätten. Der im Vergleich zu herkömmlicher Gebäudetechnik etwas größere Investitionsaufwand amortisiert sich bei hoher Nutzerfrequenz in weniger als zwei Jahren. Danach sind langjährige Einsparungen bei den Betriebskosten programmiert. Die hierbei eingesetzte moderne Vakuum-Technologie nutzt – nach dem Unterdruck-Prinzip – angesaugte Luft als Transportmittel für Abwässer. Das seit Jahrzehnten in Schiffen, Flugzeugen und Eisenbahnen bewährte Verfahren ist jetzt von einem deutschen Unternehmen als Problemlösung für Gebäude angepasst und weiterentwickelt worden. Hergestellt wird das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte und vom Dibt in Berlin bauaufsichtlich zugelassene System von der Vacusa Tec GmbH & Co. KG, Münster.

Welche Kostensenkungspotenziale sich hier erschließen lassen, zeigt als Beispiel die aktuelle Planung eines Flughafen-projekts mit jährlich 20 Millionen Passagieren. Hier lassen sich mit den neuen Vacuum-Toiletten pro Jahr 78.000 Kubikmeter an Frisch- und Abwasser einsparen, was bei durchschnittlichen Wasserkosten von 6 Euro pro Kubikmeter einer Betriebskostenreduzierung von 468.000 Euro entspricht. Der Einsatz moderner elektronischer Steuerungen ermöglicht Betreibern und Facility-Managern die Fernüberwachung und exakte Ermittlung der Betriebsdaten.

Bei Planung und Ausführung eröffnet das Verfahren eine neue Dimension in puncto Flexibilität und Gestaltungsfreiheit. Da alle Vacuum-Abwasserleitungen innerhalb einer Geschossebene verlegt werden, lassen sich mit dieser infrastrukturellen Systemlösung auch nachträgliche Änderungen ohne großen Kostenaufwand realisieren. Erstmalig können damit Sanitäranlagen völlig frei – also ohne Berücksichtigung der systembedingten Notwendigkeit der konventionellen Freispiegel-Entwässerung – angeordnet werden. Daraus resultieren auch erhebliche Vorteile für den gesamten Bauprozess. Neben der Flexibilität ist in diesem Zusammenhang vor allem die Senkung der Bausumme zu nennen, die bis zu 2 Prozent ausmachen kann.
www.vacusatec.com

red