Wie die vorgehängte, hinterlüftete Fassade mit Dämmplatten aus dem Werkstoff Neopor aus expandierbarem Polystyrol (EPS) in Sanierung und Neubau eingesetzt werden kann, zeigen jetzt zwei Bauprojekte in Ludwigshafen und Erfurt: Dort haben kürzlich ein Wohngebäude aus den 50er-Jahren und ein Büroneubau eine neue Fassade erhalten.
In Ludwigshafen am Rhein hat die Luwoge, das Wohnungsunternehmen der BASF, die Fassade eines dreistöckigen Wohnhauses mit zwölf Wohnungen aus den 50er-Jahren saniert. Bekleidet wurde die Fassade mit grauen Faserzementtafeln aus dem Fassadenprogramm Lambda Vento des Schweizer Herstellers Swisspor. Die mehrschichtige Außenwandkonstruktion – bestehend aus Dämmstoffplatten, Holzunterkonstruktion mit Luftspalt und Außenverkleidung – ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und somit formstabil, alterungsbeständig und verrottungsfest. Die Dämmstoffplatten aus Neopor verfügen umlaufend über Nut und Feder und bilden mit den punktuell gesetzten Distanzschrauben, die die Unterkonstruktion fixieren, einen quasi wärmebrückenfreien Aufbau.
Das Bauprojekt in Erfurt ist ein Büroneubau des Evangelischen Kirchenamts Mitteldeutschland, das in der Altstadt Teile der alten Universität umbaut und ergänzt. Auch dieser Neubau erhält eine Fassade mit Faserzementtafeln. Das vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassene System des Schweizer Dämmstoffherstellers bietet eine sehr gute Wärmedämmung (λ R = 0,032 W/mK) und und hat die Brandzulassung erhalten. Gemäß der jeweiligen Landesbauordnung kann das System auch an Bauten der Gebäudeklassen 4 und 5 (schwerentflammbar) bis zur Hochhausgrenze angebracht werden, da der hier vorgeschriebene Brandschutz durch geschossweise ausgeführte Brandriegel und -sperren gewährleistet ist. Für die Gebäudeklassen 1 bis 3 kann das System unabhängig von der Dämmstoffstärke und ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen eingesetzt werden.
www.swisspor.ch
red
Bild: Die Luwoge hat die Fassade eines dreistöckigen Wohnhauses aus den 50er-Jahren mit dem Fassadensystem Lambda Vento saniert, das den Dämmstoff Neopor enthält. (basf)
Dämmwerkstoff Neopor
Neopor ist eine Weiterentwicklung des weißen Dämmstoffklassikers Styropor von BASF. Das Unternehmen stellt das schwarze, expandierfähige Granulat aus Polystyrol her. Weiterverarbeiter schäumen das Granulat auf und verarbeiten es zu silbergrauen Schaumstoffblöcken und Formteilen für verschiedene Einsatzbereiche, besonders für die Gebäudedämmung. Dämmstoffe aus Neopor sind silbergrau, weil es fein verteilte Grafitpartikel enthält, die wie kleine Spiegel die Wärmestrahlung reflektieren und so den Wärmeverlust im Haus verringern. Die Dämmleistung wird damit um bis zu 20 Prozent gesteigert.
www.neopor.de

