Großflächig, bodentief und individualisiert - das sind die aktuellen Trends im Fensterbau. Dank moderner Wärmedämmung mit niedrigen U-Werten geht der Trend hin zu großflächigen und bodentiefen Fensterelementen. Aber auch das Thema Automation sorgt im Neubau und bei Modernisierern für Furore.
Im Neubau gewinnen integrierte und automatisierte Lüftungssysteme zunehmend an Bedeutung. Damit verbunden gibt es heute Wettersensoren, die bei Regen oder Wind offene Fenster sicher verschließen – sogenannte „elektronische Kipp- und Öffnungssysteme“. Ein weiteres Thema ist die drahtlose Kommunikation in Form von Funksteuerungen. Bei Rollläden bieten sie zusätzliche Sicherheit: Bei Abwesenheit fährt der Rollladen abends per Zeitschaltung herunter und morgens wieder hoch. Für Haustüren gibt es außerdem Überwachungssysteme, die per I-Phone oder Laptop über das Internet steuerbar sind. Kabelgesteuerte, magnetische Verschluss- und Öffnungsmelder im Beschlag sorgen für noch mehr Sicherheit und können an jedes Kontrollsystem oder an eine Alarmanlage angebunden werden. Um Heizkosten zu sparen, gibt es die Funktion „Fenster auf, Heizung aus“. So kommt den Hausbewohner die eigene Vergesslichkeit auf der nächsten Nebenkostenabrechnung nicht mehr teuer zu stehen.
Schaltbare Glasscheiben bieten das gewisse Extra: Für mehr Privatsphäre – zum Beispiel im heimischen Bad oder im Konferenzzimmer der Firma – können spezielle Scheiben auf Knopfdruck von blickdicht auf durchsichtig geschaltet werden. Möglich machen das zwischen zwei Scheiben befindliche mikrofeine Flüssigkristalle, die sich bei elektronischer Spannung ausrichten und die im Normalzustand undurchsichtige, aber lichtdurchlässige Scheibe durchsichtig werden lassen. Ein anderes Prinzip verfolgt dimmbares Glas: In mehreren Schritten wird das Glas blau eingefärbt und reduziert so die Sonneneinstrahlung. Auch die Blendwirkung des Sonnenlichts wird verringert, womit zusätzliche Verschattungsmaßnahmen entfallen. Wer ein schnelles Verschmutzen verhindern will, kann zum Beispiel für schwer zugängliche Bereiche des Hauses zu Fenstern greifen, deren Verglasung und Rahmen mit Nanopartikeln beschichtet sind. Der dadurch entstehende „Lotusblüteneffekt“ sorgt für lange anhaltenden Durchblick und spart etliche Reinigungszyklen ein.
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Schlanke Optik, optimale Dämmung
Saint-Gobain Glass Deutschland hat mit SGG Climaplus Silence ein schlankes Isolierglas mit Schallschutzfunktion entwickelt, das in der Kombination von zwei 2 Millimeter dünnen Scheiben aus Verbundsicherheitsglas und einer 0,38 Millimeter dünnen PVB-Folie nicht dicker als ein herkömmliches Floatglas ist, dabei aber sehr gute Schalldämmwerte aufweist: Das dünne Schallschutzglas erreicht ein Schalldämmmaß Rw von bis zu 45 Dezibel und eignet sich für die Renovierung der Fenster. Die besondere Wirkungsweise der Schalldämmung wird durch eine spezielle Silence-PVB-Folie mit einem weichen Inlay erzielt, das den Transport der Schallwelle dämpft.
Dieses Inlay ist als Sandwichelement in eine herkömmliche PVB-Folie eingebettet und besitzt die Eigenschaften eines Verbundsicherheitsglases. So bietet das neue Schallschutzglas neben der hohen Schalldämmung auch eine verzerrungsfreie Durchsicht und kann in Kombination mit einer zusätzlichen Wärmeschutzbeschichtung einen Wärmedämmwert von bis zu 1,0 W/m²K erreichen. Die Gläser lassen sich auch mit weiteren Funktionen wie Selbstreinigung, Brandschutz und Sonnenschutz kombinieren.
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Bild: In lauter Umgebung, zum Beispiel vielbefahrenen Straßen, ist Ruhe gefragt: Das neue dünne Schallschutzglas von Saint-Gobain Glass Deutschland verbindet Schallschutz und Wärmedämmung. (Christoph Seelbach)
Holzdenkmalfenster mit Anspruch
Beim neuen Holzdenkmalfenster HDF 82 Stil von Kneer-Südfenster können aufgrund der größeren Bautiefe des neuen Systems von 82 Millimetern Verglasungen bis 44 Millimeter Scheibenstärke eingebaut werden. Das neue Denkmalfenstersystem erzielt einen Uw-Wert bis zu 0,93 W/m²K (ausgeführt mit warmer Kante und Ug = 0,6 W/m²K), beim Schallschutz können Werte bis zu 45 Dezibel erreicht werden. Die Fenster sind mit zwei Dichtungsebenen ausgestattet. Erstmals wird beim neuen Modell der Wetterschenkel ohne Wartungsfuge gefertigt und in die Flügel integriert. So verlängert sich die Lebensdauer der Holzdenkmalfenster. Mit verschiedenen Varianten kommt das neue System darüber hinaus der wichtigen Forderung des Denkmalschutzes nach schmalen Ansichten entgegen. Das HDF 82 Stil reduziert die Stulpansichtsbreite auf 108 Millimeter, die Variante HDF 82 Antik auf 98 Millimeter. Die Variante HDF 82 Antik Plus erfüllt mit 4 Millimetern Falzluft und eingefrästen Schließstücken höchste denkmalpflegerische Ansprüche.
Generell befindet sich beim System HDF 82 angesichts der schmalen Flügelansichten die mittlere Dichtungsebene im Blendrahmen, sodass der Flügel eine maximale Statik behält. Daher sind Flügelgrößen beim HDF 82 Stil bis maximal 600 mal 2000 Millimeter möglich, in den Varianten HDF 82 Antik und Antik Plus von maximal 600 mal 1200 Millimeter. Standard sind auch gerade Blendrahmenkanten links und rechts oben, die zu einer originalgetreuen Ansicht beitragen.
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Bild: Das neue Holzdenkmalfenster HDF 82 Stil von Kneer-Südfenster erfüllt mit schmalen Profilen und einer vergrößerten Bautiefe hohe Ansprüche für originalgetreue Sanierungen und bietet auch unter Denkmalschutzanforderungen einen hohen Wärme- und Schallschutz. (Kneer-Südfenster)
Tageslichtregulierung mit viel Pfiff
Die neuen Faltstores der Duo-Line von Velux mindern nicht nur die Tageslichtintensität ab und schaffen so eine wohlige Lichtstimmung, sondern verbessern deutlich die Energieeffizienz. Eine Wabenstruktur mit isolierenden Luftkammern sorgt für eine bis zu 21 Prozent bessere Wärmedämmung, wenn der Sichtschutz geschlossen ist. Die Faltstores verfügen über das Pick-&-Click-System und lassen sich vom Bewohner schnell selbst montieren.
Zudem bietet Velux für alle solarbetriebenen und elektrischen Verdunkelungs-, Sichtschutz-Rollos, Jalousetten und Faltstores zusätzlich zu den silberfarbenen auch weiße Führungsschienen und Blenden an. Zudem gibt es die manuell bedienbaren, schienengeführten Sichtschutzrollos auch im eleganten „Slimline-Design“. Die Rollos integrieren sich dank schmaler, dezenter Profile und dem deutlich schlankeren Topkasten harmonisch in das Dachfenster und haben eine verbesserte Funktionalität.
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Bild: Die Faltstores der Duo-Line sorgen für eine bis zu 21 Prozent bessere Wärmedämmung, wenn der Sichtschutz geschlossen ist. (VELUX)
Fenster mit (Energie-)Gewinn
Das neue Fenstermodell Thermosolar-Geneo von Hilzinger reduziert etwaige Wärmeverluste auf ein Minimum. Das liegt einerseits am hochdämmenden Fensterprofil, andererseits an einer speziellen Dreischeibenverglasung, die einen sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,6 W/m2K aufweist. Der U-Wert des gesamten Fensters ist mit 0,80 W/m2K bei der Standardausführung ebenfalls sehr gering. Das bedeutet: Nur 0,8 Watt pro Quadratmeter Fensterfläche und 1 Grad Celsius Temperaturdifferenz gehen zwischen Innen- und Außenraum verloren. Bei der Fenstervariante mit integrierten Thermomodulen sind es 0,76 W/m2K, bei der Passivhausvariante nur noch 0,67 W/m2K. Dank der beschichteten Glasscheibe wird die Wärme nicht nur im Raum gehalten, sondern gewissermaßen auch von außen zugeführt: Bis zu 60 Prozent der auf die Scheibe auftreffenden Sonnenenergie wird an den Raum weitergeleitet. Da die Sonne im Winter niedriger steht, ist der Energieeintrag in der dunklen Jahreszeit größer als im Sommer. Bei entsprechender Planung wird das neue Thermo-solar-Geneo-Fenster zum Energiegewinnfenster, das an einem sonnigen Tag mehr Energie einbringt als über das Fensterelement verloren geht und somit hilft, Heizkosten einzusparen. Aufgrund der hohen raumseitigen Oberflächentemperatur der Verglasung entsteht weniger bis gar kein Kondenswasser an der Scheibe, und auch die sogenannte Konvektion – Zugerscheinungen, die aufgrund kalter Oberflächen entstehen – wird in der Regel vermieden. Das Profil des neuen Fenstermodells besitzt eine guten Wärmedämmung und besteht aus dem Hightech-Werkstoff Raufipro, ein Faserverbundmaterial, das dem Fenster eine große Stabilität verleiht. So können größere Fensterelemente mit größeren Glasflächen realisiert werden. Zudem erreicht das neue Fenstermodell die Schallschutzklasse 5 mit einer Verglasung von 50 Dezibel Schalldämmung. Einbruchsicher sind die stabilen Profile dank einer Kombination mit einbruchhemmenden Pilzzapfen, die einen verbesserten Schutz vor Zangen, Keilen oder Schraubendrehern bieten.
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Bild: Das neue Fenster Thermosolar-Geneo gewinnt viel kostenlose Sonnenenergie und sorgt dafür, dass die Wärme im Raum bleibt. (Hilzinger)



