Baugewerbe verhalten optimistisch

Umsatzplus von 1,9 Prozent erwartet

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erwartet dieses Jahr im Bauhauptgewerbe einen Umsatz von 83,5 Milliarden Euro – ein Plus von 1,9 Prozent. Vor allem der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau entwickelten sich durchaus positiv, wogegen der öffentliche Bau weiter im Minus verharre. Trotz Zunahme der Bauinvestitionen um 2,6 Prozent im vergangenen Jahr ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im öffentlichen Bau um 2,2 Prozent zurückgegangen.

Hauptursache: Alle öffentlichen Auftraggeber haben ihre Investitionen im Tiefbau nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten. Denn aufgrund der Konjunkturprogramme hätten die Kommunen die Mittel vorrangig in Hochbauprojekte investiert und die Investitionen in die Infrastruktur zurückgefahren.  Für 2011 deuten die Frühindikatoren weiter auf eine Abschwächung der Umsätze im öffentlichen Hochbau und Tiefbau hin; der ZDB rechnet mit einem Minus von etwa 3 Prozent.

Anders dagegen die Situation im Wohnungsbau: Bereits 2009 ist die lang anhaltende Talfahrt im Wohnungsneubau zu Ende gegangen. 2010 dürften rund 150.000 Wohneinheiten in neuen Wohngebäuden errichtet worden sein. Und der positive Trend hält an: Zum Februar wurden deutschlandweit 5400 Wohneinheiten in Wohngebäuden mehr genehmigt als im Vorjahr (22 Prozent). Mit knapp 30.000 Einheiten insgesamt wurde im Neu- und Umbau bei Wohngebäuden der höchste Wert seit fünf Jahren erreicht. Der ZDB rechnet hier mit einem Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro.
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