Am 9. Mai findet die bundesweite Gebäude- und Wohnungszählung statt, kurz Zensus genannt. 66 Prozent der Wohnraumeigentümer fühlen sich jedoch nicht gut über ihre Auskunftspflicht informiert. Vielen ist die Tatsache sogar gänzlich unbekannt. Das hat Immobilienscout 24 in einer repräsentativen Umfrage unter 1044 Eigentümern von Wohnimmobilien herausgefunden.
Dabei gaben ganze 31 Prozent der Teilnehmer an, dass ihnen die Gebäude- und Wohnungszählung komplett neu sei. Ein weiteres Drittel (35 Prozent) der Befragten hat zwar schon davon gehört, weiß aber nichts Genaues darüber – immerhin müssen detaillierte Auskünfte über das Baujahr des Hauses, die Zahl der Wohnungen, die Heizungsart und die Eigentumsverhältnisse gemacht werden. Auch Antworten zur Nutzfläche, Anzahl der Zimmer und zu eventuellem Leerstand sind gefragt. Nur jeder Dritte fühlt sich über den Zensus ausreichend informiert.
Die Meinungen über die unfreiwillige Befragung driften weit auseinander: Während 36 Prozent der Befragten das Vorgehen in Ordnung finden, solange die Daten vertraulich behandelt werden, ist jeder Fünfte komplett gegen die Befragung und fühlt sich in seiner Privatsphäre verletzt. Ein Viertel der Eigentümer hätte sich gewünscht, dass die Angaben freiwillig sind. Dennoch werden die meisten Eigentümer (62 Prozent) ihrer Auskunftspflicht nachkommen. Obwohl bei einer Nichtteilnahme mit Sanktionen zu rechnen ist, gab jeder Dritte an, sich noch nicht sicher zu sein, ob er Details über sein Eigentum preisgeben wird.
red
