Josef Schraufstetter, Vorstandsmitglied der Hausbank München eG Bank für Haus- und Grundbesitz, ist verantwortlich für den Leistungsbereich Wohnungswirtschaft. Er spricht über nutzbringende Branchen-Software für Verwalter.
Herr Schraufstetter, die Hausbank München ist ein auf Immobilienwirtschaft spezialisiertes Finanzinstitut. Warum gerade Immobilien?
Schraufstetter: Das ist eine Branche, die ein bedeutender Faktor unserer bundesdeutschen Wirtschaft ist. Der Stellenwert der Immobilienwirtschaft gewinnt in der Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung.
Unter Immobilienverwaltern hat sich die Hausbank München deutschlandweit mit ihren wohnungswirtschaftlichen Lösungspaketen über Jahrzehnte hinweg einen Namen gemacht. Was ist Ihr Rezept?
Schraufstetter: Ob man da von einem Rezept sprechen sollte, wage ich zu bezweifeln. Denn so einfach nach dem Motto „man nehme …“ läuft das im Bankgeschäft nicht. Wir hatten Anfang der 70er-Jahre eine zündende Idee und haben diese mit einem strategischen Konzept zur richtigen Zeit lanciert. Aber Langzeiterfolg funktioniert nur, wenn man die Branche und Materie kennt, detaillierte Marktkenntnisse hat und Kundennähe kein Marketing-Schlagwort ist.
Womit belegen Sie, dass Kundennähe für Ihr Unternehmen nicht nur ein Marketing-Schlagwort ist?
Schraufstetter: Mit dem, was uns die Kunden bestätigen. Erstens führen wir dazu jedes Jahr eigene Kundenbefragungen durch. Zweitens haben wir auch im vergangenen Jahr bereits zum dritten Mal in Folge erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands Kundenchampions“ teilgenommen. Und drittens mit den Erkenntnissen aus den zahlreichen Kundenbesuchen im gesamten Bundesgebiet, die ich selbst oft wahrnehme. Darüber hinaus bin ich seit Jahren im Vorstand des Verbands der Immobilienverwalter Bayern, um die Bedürfnisse unserer Zielgruppe zu erkennen und Lösungen mitzugestalten.
Viele Immobilienfirmen haben ja mittlerweile eine Größe erreicht, bei der sie nicht mehr ohne speziell auf sie abgestimmte Branchen-Software auskommen können …
Schraufstetter: Völlig richtig. Und es gibt nicht viele Banken, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben, weil er sehr arbeitsintensiv ist. Immobilienverwalter werden sicher deshalb bei Neuinvestitionen genau hinschauen, ob und welche wohnungswirtschaftliche Erfahrung da ist. Außerdem ist es ratsam, bei einer Branchen-Software auf die einzelnen Funktionalitäten zu achten.
Dann schauen wir doch mal genauer hin: Worin unterstützt Ihr „Verwalter-Service“ den Immobilienverwalter?
Schraufstetter: Sie können davon ausgehen, dass nahezu alle Buchungsvorgänge automatisch über unseren Verwalter-Service abgewickelt werden. Das bedeutet eine enorme Entlastung von zeit- und personalintensiven Arbeiten, zum Beispiel im Zahlungsverkehr oder – was ganz wichtig ist – bei der termingerechten Durchführung der Einzüge. Bundesweit nutzen bereits mehr als 300 Immobilienverwaltungen den Verwalter-Service der Hausbank München.
Beleuchten Sie einmal kurz die Software.
Schraufstetter: Das ist eine von uns entwickelte und zertifizierte Buchhaltungs-Software mit unterschiedlichen Schnittstellen. Zum Beispiel zu MS-Office, zu CRM-Systemen und natürlich auch zu Wärmemessdienstleistern. Dazu kommen regelmäßige, automatische Updates, übrigens kostenfrei.
Rechner sind ja auch bloß Maschinen. Was passiert, wenn Ihre Rechner plötzlich streiken?
Schraufstetter: Kein Problem: Unsere IT-Spezialisten haben an alles gedacht. Um IT-Ausfälle zu vermeiden und um die Daten voll zu sichern, werden alle Daten und Anwendungen in zwei örtlich voneinander getrennten Rechenzentren gespeichert. Sie existieren quasi doppelt. In der IT-Sprache nennt man das Datenspiegelung. Sollte mal ein System ausfallen, übernimmt das andere nahtlos den Betrieb. Der wichtigste Punkt hier ist: Der Kunde würde das gar nicht bemerken.
Er arbeitet weiter..., rund um die Uhr, wenn er will.
Welche Hürden gibt es beim Umstieg auf Ihre Software?
Schraufstetter: Keine. Unsere Mitarbeiter gewährleisten die reibungslose Durchführung des Umstellungsservice. Die Daten des Verwalters können uns erfahrungsgemäß in Excel-Tabellen übergeben werden. Diese werden bei uns dann automatisch eingelesen. Demzufolge ist in kürzester Zeit alles startklar.
Startklar von Ihrer Seite. Aber die Mitarbeiter des Verwalters müssen sich doch erst in das neue System einarbeiten. Wie sieht es mit Schulung aus?
Schraufstetter: Da gibt es zwei einfache Möglichkeiten: Entweder bei uns im hauseigenen Schulungscenter, oder wir kommen direkt zum Kunden und weisen die zuständigen Mitarbeiter ein.
Und die Kosten? Ganz ohne wird’s ja nicht laufen.
Schraufstetter: Ganz ohne nicht, aber zu äußerst fairen Konditionen. Unser Entgeltmodell gibt unseren Kunden langfristige Sicherheit und erspart ihnen hohe Einmalkosten, die sonst beim Kauf von Hard- und Software entstehen. Wir bieten für den Verwalter-Service ein Mietmodell für ein monatliches Nutzungsentgelt an. Die IT-Kosten werden damit auf lange Sicht planbar. Im Klartext: Ein Verwalter mit wenigen Einheiten zahlt wenig, einer mit vielen Anlagen mehr.
Bieten Sie branchenspezifischen Zusatznutzen?
Schraufstetter: Er steckt in allen unseren Lösungspaketen: Unser Kautions-Service bietet eine gesetzeskonforme Verwaltung rund um die Mietkaution. Der Bonitäts-Service gewährt das kostengünstige, unkomplizierte Überprüfen der Bonität von Mietinteressenten. Und unser Bank-Service ist eine Speziallösung für jene, die ihre Verwalter-Software behalten wollen, aber eine auf Verwalter ausgerichtete Bankdienstleistung schätzen.
Was ist Ihre berufliche Herausforderung?
Schraufstetter: Immer ganz zeitnah eine Lösung für die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden zu haben. Zum Beispiel spielt die Datenpräsentation eine immer größere Rolle. Immer wichtiger wird das komplexe, englischsprachige Investorenreporting.
Englischsprachiges Berichtswesen? Warum?
Schraufstetter: Ja, denn der Immobilienmarkt wird immer internationaler. Der deutsche gilt im Ländervergleich nach wie vor als stabil. Folglich wird sich der ausländische Investorenstrom in Zukunft keineswegs verringern. Diese werden zwar größtenteils ihre Verwalter in Deutschland suchen. Aber das Berichtswesen muss in der Sprache des Investors sein, zumindest auf Englisch. Darauf haben wir uns mit unserem Verwalter-Service eingestellt.
Wie sind Sie dabei vorgegangen?
Schraufstetter: Eigentlich wie immer: Wir hören auf das, was uns die Kunden sagen. Wenn sie sagen, wir brauchen etwas, machen wir uns an die Arbeit. Sie kennen die Investoren-Anforderungen und geben uns ihr Soll-Konzept. Daran richten wir das englischsprachige Reporting aus. Dabei legen wir auf eine hohe Qualität größten Wert.
In einem Satz: Welchen Nutzen bringt Ihr Verwalter-Service?
Schraufstetter: Mehr Komfort, mehr Effizienz, mehr Sicherheit.
red
Bild: „Wir hören auf das, was uns die Kunden sagen.“
