Weru-Thermico – weniger Heizkosten, mehr Komfort


Neues Wohngefühl mit viel Komfort

Kölner Wohnanlage: Energiesparobjekt mit modernster Belüftungstechnologie

Energiesparobjekt mit modernster BelüftungstechnologieHier ist vor 100 Jahren der seinerzeit größte Zeppelin gelandet, hier hat der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen seine ersten Flugstunden genommen, und hier ist der zweitgrößte deutsche Flughafen, das „Flugkreuz des Westens“ entstanden: Köln-Butzweilerhof, ein 45 Hektar großes Gelände im linksrheinischen Kölner Norden. Heute, nach mehr als einem halben Jahrhundert Dornröschenschlaf, empfangen den Besucher zwar keine knatternden Rotorblätter mehr. Dafür ist in den letzten Jahren auf dem scheinbar längst vergessenen Terrain ein neues ambitioniertes Wohnquartier mit einer außergewöhnlichen Infrastruktur entstanden. Der Clou des Butzweilerhofs ist aber sein Energiekonzept mit einer ausgeklügelten Wohnraumbelüftung.

Im Zentrum des neuen Quartiers liegt das aufwendig restaurierte Flughafengebäude, ein 250 Meter langes Terminal, das in den 20er-Jahren im Bauhausstil errichtet wurde. Niemand hätte sich träumen lassen, dass dieses historische Monument der Luftfahrtgeschichte einmal eine harmonische Symbiose mit modernstem Wohnkomfort eingehen würde. „Wohnen am Butzweilerhof“ ist inzwischen ein Markenzeichen für eine zukunftssichere, nachhaltige Architektur. Bereits 2003 machten sich Städteplaner, Architekten und Ingenieure daran, erste Konzepte für das Quartier vorzulegen. Dazu zählte nicht nur die Ansiedlung eines Museums für Fluggeschichte, von Unternehmen der Medienbranche, TV-Studios, Gastronomie- und Veranstaltungsräumen oder eines großen Möbelhauses – auch eine Wohnsiedlung mit insgesamt 99 Einfamilienhäusern gehörte zur Idee für das neue Kölner „Veedel“.

Bauherr dieser „Butz plus“ getauften Wohnanlage ist die Kölner Gesellschaft MSK Colonia, ein Tochterunternehmen der Gesellschaft Modernes Köln. Der Stil der neuen Wohnhäuser am Butz kann wohl am ehesten mit „schlichte Eleganz“ beschrieben werden. Hier finden sich die klassisch-puristischen Elemente der Bauhausarchitektur wieder: Weitgehend schnörkellose Fassaden und die Linien funktional gestylter Fenster- und Türfronten wurden dabei durch freundliche, aber unaufdringliche Farbflächen ergänzt. Bisher konnten bereits 87 der insgesamt 99 Häuser bezogen werden. Mit dem Bau der übrigen zwölf Gebäude, die in Reihenbauweise angeordnet sind, wird noch in diesem Jahr begonnen. Die Häuser verfügen über vier Zimmer mit Tageslichtbad auf einer Wohnfläche von rund 137 Quadratmetern, sind voll unterkellert und haben Terrassen oder Dachterrassen. Die Grundstücksgrößen schwanken zwischen 204 und 263 Quadratmetern.

Der Clou: das Lüftungssystem

Alle der bisher fertiggestellten 87 Häuser entsprechen den Normen der KfW-60-Energiesparhäuser, das heißt: Sie dürfen nicht mehr als 60 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen. Zum Vergleich: Bestandsbauten, die vor der Einführung der heutigen Energienormen errichtet wurden, weisen mit rund 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr eine fünfmal schlechtere Energiebilanz auf. Die dafür notwendigen Anforderungen konnten vor allem durch eine besonders effektive Dämmung der Gebäudehülle erreicht werden – in Verbindung mit einem Wohnraumbelüftungssystem, das zu den modernsten seiner Art zählt: dem Zehnder Comfo-Air 350, ein mit Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher ausgestattetes Lüftungsgerät für Wohn- und Gewerberäume. Das Lüftungssystem wurde im Passivhausstandard zertifiziert. In den Sommermonaten kann neben der normalen Fensterlüftung auch die automatische Bypass-Funktion genutzt werden. Ansonsten kommt grundsätzlich die Wärmerückgewinnung in den mit Fernwärme versorgten Reihenhäusern zum Einsatz.

Bauleiter Andreas Baumeister und sein Team haben im Vorfeld mehrere Musterhäuser mit Lüftungssystemen unterschiedlicher Hersteller besichtigt. Dabei fiel die Wahl schnell auf die Lösungen von Zehnder: „Für uns war es wichtig, dass man die Rohre und das gesamte Lüftungssystem bequem reinigen und pflegen kann“, so Andreas Baumeister, „dazu kommt die Haltbarkeit der Materialien, eine möglichst geringe Schallentwicklung, die individuelle Regelung für Zu- und Abluft und natürlich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Zudem sei es mit Blick auf die Interessen der späteren Eigenheimbesitzer wichtig gewesen, eine Belüftungsanlage zu installieren, die einen Werterhalt der Immobilie über einen langen Zeitraum garantiert. „Immerhin“, so Andreas Baumeister, „schützt eine effiziente Wohnraumlüftung vor Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Das ist gerade bei stark gedämmten Energiesparhäusern sehr wichtig.“ Auch finanziell rechnet sich der Einbau des Lüftunsgsystems, wie der Bauleiter vorrechnet: „Nach unseren Berechnungen sind die Ersparnisse bei den Heizkosten 15-mal höher als die Betriebskosten der Anlage.“

Gemeinsam mit dem Architekten wurden für jede Einheit zwei Schächte entwickelt, die unauffällig in den Grundriss integriert wurden. Diese beiden Schächte für Außenluft und Fortluft messen zirka 40 mal 60 Zentimeter, wirken aber dennoch wie eine selbstverständliche Wohnecke. Die Außenluft wird durch unauffällige Luftdurchlässe in zirka drei Meter Höhe angesaugt und durch den Abluftschacht im Bodenbereich wieder nach außen geführt. Auf Wunsch der Bewohner wurden in einigen Häusern Pollenfilter installiert. Um die einzelnen Räume effektiv mit frischer Luft zu versorgen, wurden zudem Rundrohre in 75er-Stärke im Rohboden verlegt. Für jede Wohneinheit der Anlage wurden dabei durchschnittlich rund 150 Meter Rohrlänge verbaut. Das eigentliche Herz des Systems, das Lüftungsgerät Zehnder CA 350, wurde im Keller installiert. Dabei kam eine besonders effektive Schalldämpfung zum Einsatz, deren Wirkungsweise einem intensiven Praxistest standhalten musste: „Wir sind zusammen mit den Ingenieuren von Zehnder nachts auf die Baustelle gefahren, um absolut sicherzustellen, dass auch bei der Vielzahl der eng beieinander stehenden Reihenhäuser keinerlei störende Lärmentwicklung auftritt“, erklärt Baumeister. Tatsächlich liegt die Lärmentwicklung der insgesamt 99 Lüftungsanlagen sowohl im Innen- als auch im unmittelbaren Außenbereich der Siedlung „bei null Komma null“, versichert der Bauleiter.
www.zehnder-online.de

red
Bild: Raumlüftung mit hohem Bedienkomfort: Das Zehnder Comfo-Lüftungssystem wird durch ein übersichtliches Bedienpanel, das in eine Unterputzdose passt, gesteuert. Nach kurzer Einweisung ist es für den Bewohner kein Problem, die Lüftung bequem selbst zu regeln. (Zehnder, Lahr/Uwe Herzog, Köln)