Bei der Finanzierung von Geschäfts- und Gewerbeimmobilien sind Mietverträge ein wichtiger Faktor für ein günstiges Hypothekendarlehen. Experten raten dazu, unbedingt langfristige Mietverträge mit einer Laufzeit von 10, 15 oder 20 Jahren auszuhandeln. „Sie geben dem finanzierenden Kreditinstitut Sicherheit, was wiederum die Finanzierung verbilligt“, sagt Manfred Hölscher, Leiter von Enderlein Baufinanzierungen in Bielefeld.
Langfristige Mietverträge lohnen sich jedoch ebenso für den Darlehensnehmer. „Da viele Kreditinstitute eine Rückführung des Kreditbetrags während der Mietvertragsdauer verlangen, kann die Tilgungsleistung bei langfristigen Verträgen etwas geringer ausfallen. Das senkt die monatliche Belastung und damit das Geschäftsrisiko deutlich“, erläutert Hölscher. Allerdings sei eine lange Mietvertragslaufzeit für das zu finanzierende Objekt nicht immer das Maß aller Dinge.
Der auf Geschäfts- und Gewerbeimmobilien spezialisierte Baugeldvermittler Enderlein empfiehlt deshalb, vor der Verhandlung um einen Kredit bestehende Mietverträge genau zu prüfen. So kann es bei ausgezeichneten Immobilienlagen für den Darlehensnehmer besser sein, wenn ein mit schlechten Rahmenbedingungen ausgestatteter Mietvertrag bald endet. Dann ist eine Neuvermietung zu besseren Konditionen möglich, was die Finanzierung ebenfalls verbilligen würde.
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red
Bild: Ein schönes Objekt, doch wie steht’s um die Mietverträge? Sie sind mitunter entscheidendes Unterpfand bei der Verhandlung um Hypothekendarlehen. (Wüstenrot)
