Wohnen für alle mit Zukunft und Herz

Quartiersmanagement: Mehr Miteinander und Hinsehen

Schritt für Schritt gestaltet Quartiersmanagerin Marianne Hitzges mit Einwohnern, dem Projektbeirat sowie weiteren Engagierten ein Wohnen für alle mit Zukunft im Rüdersdorfer Wohngebiet Brückenstraße/Friedrich-Engels-Ring.Seit mehr als einem Vierteljahr wird nun im mit rund 3200 Einwohnern größten Wohngebiet von Rüdersdorf bei Berlin aktiv Quartiersmanagement betrieben. Zeit für alle Beteiligten, eine erste Bilanz zu ziehen. Mehr Miteinander und Hinsehen – das waren und sind die Ziele des Engagements. Einen ersten Arbeitsschwerpunkt dabei bildete die Einrichtung des Bürgerzentrums Brücke. Dafür stellt die Wohnungsbaugesellschaft Rüdersdorf – mit 1030 Wohnungen im Gebiet größter Vermieter – kostenfrei Büroräume zur Verfügung.

Anfang September 2007 wurde das Bürgerzentrum Brücke als Koordinations- und Anlaufpunkt eröffnet. Seitdem ist hier auch die Quartiersmanagerin und Koordinatorin, Diplom-Sozialpädagogin Marianne Hitzges, aktiv. Im Wohngebiet „Brückenstraße/Friedrich-Engels-Ring“ ist sie zusammen mit dem Christlichen Jugenddorfwerk Rüdersdorf, dem Projektbeirat, der Sozialarbeiterin für Spätaussiedler Anna Mahleid sowie engagierten Einwohnern dabei, ein Wohnen für alle mit Zukunft zu gestalten. „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, Dinge aufzugreifen und zu befördern, das heißt in zielgruppenspezifische Projekte umzusetzen“, beschreibt Hitzges ihre Tätigkeit. Dabei setzt sie auf schnelle Reaktion statt auf langwierige Projekte. Zahlreiche, in den ersten Wochen angestoßene oder realisierte Maßnahmen dokumentieren dies. So wurde ein soziales Sprechstundennetz aufgebaut, zum Beispiel mit der DRK-Frauenhilfe und dem örtlichen Seniorenbeirat. Auch wurde ein regelmäßiger Frühstückstreff für junge Familien ins Leben gerufen, wurden Sprachkurse und viele andere Veranstaltungen organisiert.

Starkes Engagement
Derzeit wartet Hitzges auf den Rücklauf der ersten Einwohnerbefragung. Aus den Antworten erhofft sie sich detaillierte Informationen über Erwartungen und Wünsche, aber auch wie Anwohner unterstützt werden können. Die Ergebnisse der Befragung sollen analysiert werden, um Grundlagen für weitere Aktivitäten und Planungen zu eruieren. Gut entwickelt sich auch das von der Wohnungsbaugenossenschaft Rüdersdorf und verschiedenen Gewerbetreibenden vorgenommene Graffitiprojekt. In dessen Rahmen sollen Schüler der ansässigen Schulen und interessierte Einwohner voraussichtlich im Frühjahr 2008 mehrere Hausdurchgänge optisch ansprechend gestalten.

Die Planungen von Quartiersmanagerin Hitzges gehen noch weiter: Ab Mitte 2008 will sie einen monatlichen Jour fixe etablieren, um sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Themen im Wohngebiet auszutauschen. Jörg Lehmann, stellvertretender Bürgermeister und Fachbereichsleiter Bürgerservice der Gemeinde, freut sich, dass das Quartiersmanagement bereits so weit fortgeschritten ist: „Als wir Initiatoren uns im Februar 2007 zum ersten Mal trafen, haben wir nicht erwartet, dass wir bis Ende des Jahres so weit kommen werden. Meine Erklärung dafür ist das gute Zusammenspiel und starke Engagement aller Projektbeteiligten. Wichtig sind jetzt die dauerhafte Projektfinanzierung sowie die zunehmende Unterstützung und Akzeptanz durch die hiesigen Einwohner.“  

red
Bild: Schritt für Schritt gestaltet Quartiersmanagerin Marianne Hitzges mit Einwohnern, dem Projektbeirat sowie weiteren Engagierten ein Wohnen für alle mit Zukunft im Rüdersdorfer Wohngebiet Brückenstraße/Friedrich-Engels-Ring.