Kabel BW kann im Frühling sehr gute Zahlen vermelden. Der Netzbetreiber legt beim Umsatz um 13 Prozent und beim operativen Ergebnis (Ebitda) gar um 29 Prozent. Auch die Zahl der Internet-Kunden hat um 37 Prozent auf 525.000 zugenommen. Und die Heidelberger erwarten einen weiteren Wachstumsschub.
Kabel BW bleibt auf Wachstumskurs: Der Umsatz inklusive sonstiger betrieblicher Erträge stieg auf Basis der vorläufigen Zahlen um rund 13 Prozent auf 493 Millionen Euro (2008: 438 Millionen Euro), das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 29 Prozent auf 245 Millionen Euro (2008: 190 Millionen Euro). Dies gab das Unternehmen in Stuttgart bekannt. Größter Wachstumstreiber war das Breitband-, Internet- und Telefoniegeschäft. Die Zahl der Kunden stieg von 382.000 um rund 37 Prozent auf 525.000. Mit 143.000 Neukunden lag das Wachstumstempo sogar leicht über dem Vorjahreswert von 142.000 Neukunden. 22,8 Prozent aller 2,3 Millionen TV-Bestandskunden nutzen inzwischen die Internet- und Telefondienste. Das ist der höchste Wert aller deutschen Kabelnetzbetreiber.
Harald Rösch: Weiter hohe Investitionen
Bis Mai wird Kabel BW den Ausbau des gesamten Netzes auf 100 Megabit/Sekunde (MBit/s) abgeschlossen haben. Dann werden 7,7 Millionen Baden-Württemberger einen Zugang zum Hochgeschwindigkeitsnetz der Kabel BW haben. Aktuell können bereits 6,5 Millionen Einwohner bis zu 100 MBit/s Leistung abrufen. Ab Mai wird Kabel BW damit praktisch im Alleingang das Breitbandziel der Bundesregierung erreichen: mit der doppelten Geschwindigkeit und drei Jahre früher als gefordert. Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir haben auch 2009 mit hohen Investitionen von 133 Millionen Euro unser Netz ausgebaut und aufgerüstet und uns so einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung gesichert. Wir werden unser Investitionsvolumen auf konstant hohem Niveau halten, um 2010 unsere Infrastruktur auf unser geplantes Wachstum vorzubereiten.“
Direkter Glasfaser-Anschluss für zahlreiche Haushalte
Die Infrastruktur von Kabel BW sei bereits jetzt auf Zukunftsprodukte ausgerichtet. Rösch: „Die Kapazitätsgrenze unserer Infrastruktur ist längst nicht erreicht: Die Gesamtbandbreite unseres Kabels liegt mit insgesamt 5000 MBit/s genau 100-mal höher als bei VDSL.“ Kabel BW nutze aktuell gerade einmal 2 Prozent der Kapazität für das Internet. Damit seien die Kunden auf die ständig steigenden Datenvolumina aufgrund von Video on Demand und HDTV ausgezeichnet vorbereitet. Um den Vorsprung noch auszubauen, werde das Unternehmen ab 2010 Haushalte direkt an das Glasfasernetz anschließen (Fibre to the Building). Die Heidelberger machten zum Beispiel in Neubaugebieten die Glasfaser bis ins Gebäude zum Standard. Dies sei für die Kunden nicht mit Mehrkosten verbunden. Seit der Übernahme durch den Investor EQT im Jahr 2006 habe Kabel BW rund eine halbe Milliarde Euro in den Netzausbau investiert. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für das Wachstum: Seit 2006 hat Kabel BW den Umsatz um 71 Prozent gesteigert, das Ebitda um 92 Prozent und die Zahl der Breitbandkunden sogar um 452 Prozent.
Video on Demand, HDTV, Glasfaser und mehr
Im Jahresverlauf will Kabel BW seinen Kunden auch schnelles mobiles Internet sowie mobile Telefonie anbieten. „Wir werden damit unserem Anspruch gerecht, unseren Kunden ein Multimedia-Komplettangebot mit einem ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten“, sagte Rösch. Darüber hinaus werde Kabel BW sein HDTV-Paket von derzeit bereits 19 Sendern deutlich ausbauen. Rösch: „Wir wollen auch im HDTV klarer Marktführer sein und unseren Kunden das umfangreichste HDTV-Paket Deutschlands zeigen.“ Im dritten Quartal wird Kabel BW Video on Demand starten und holt damit die Videothek ins Wohnzimmer – die aktuellen Top-Filme sind dann bequem über die TV-Fernbedienung in HD abrufbar.
www.kabelbw.de
red
Bild: Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir haben auch 2009 mit hohen Investitionen von 133 Millionen Euro unser Netz ausgebaut und uns so einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung gesichert.“
