München / Hürth bei Köln / Hoffenheim (eh) – In diesen Tagen konnte das Abrechnungsservice-Unternehmen METRONA seinen 25. Geburtstag feiern. Dem Anlass entsprechend wurde in einem ebenso ungewöhnlichen wie attraktiven Rahmen gefeiert: in der neuen RheinNeckarArena in Hoffenheim. Entsprechend begeistert waren die 120 geladenen Gäste. Für diese Räumlichkeit brauchte keiner der Gäste eine spezielle Wegbeschreibung: Wer auf der A 81 nach Sinsheim fährt, kann das Schmuckkästchen unter den Bundesligastadien direkt neben der Autobahn nicht verfehlen. Einfach die nächste Ausfahrt nehmen und man steht direkt vor der Hoffenheim-Arena, Parkplatz inklusive. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch nicht der Fußball, sondern das Thema Energie. Die METRONA-Geschäftsführer Michael Buschmann und Dr. Christoph Schmucker betonten, dass nachhaltiges Wirtschaften mit Energie genauso notwendig sei wie bei der Wärmemessdienstleistung. „Wir setzen nicht auf kurzfristiges Wachstum. Wir wollen langfristige und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern und bemühen uns deshalb immer, erstklassige Dienstleistungen zu erbringen“, so Michael Buschmann.

Die Metrona-Geschäftsführer Dr. Christian Schmücker (links) und Michael Buschmann (rechts) bescherten ihren Geburtstagsgästen ein hochkarätiges Programm.
Herausragend war dann auch der erste Referent des Tages, Franz Alt. Der renommierte Journalist und Vorkämpfer für die Nutzung von Solarenergie stellte gleich zu Beginn die provokante Frage, was der Unterschied zwischen der Wirtschafts- und der Klimakrise sei. „Die Wirtschaftskrise ist den Experten zufolge in zwei Jahren vorbei. Die Klimakrise aber bringt uns Probleme für mehr als die nächsten 1000 Jahre“, prophezeite Alt. Anschließend zeichnete der promovierte Politologe das erschreckende Bild unseres Status quo: Täglich stürben 150 Tier- und Pflanzenarten aus, würden 50.000 Hektar Land Wüste, und gingen 86 Millionen Tonnen fruchtbaren Bodens verloren. Gleichzeitig vermehre sich die Menschheit täglich um eine Viertelmillion. Die Folge seien Kriege um Ressourcen wie das Öl. „Was wir da treiben ist nicht Homo Sapiens, sondern Homo Dummkopf“, fasste Alt spitz zusammen.
Allerdings gebe es einen Ausweg aus der Klimakrise, denn: „Wir haben kein Energieproblem, sondern nur falsches Energieverhalten“, ist der Journalist sicher Was die Menschen bräuchten sei nur etwas mehr Intelligenz. Schließlich liefere allein die Sonne täglich 15.000 Mal mehr Energie als die Menschen benötigten. Die Techniken, um die Sonne und andere regenerative Energien zu nutzen und effizienter mit Energie umzugehen, seien längst entwickelt. Zwar habe Volkswagen das Ein-Liter-Auto schon 2002 gebaut, jedoch stehe es seitdem im Museum. Auch das Hybrid-Auto, eine deutsche Erfindung aus dem Jahr 1972, habe erst 2002 eine Chance bekommen, und zwar in Japan. Abschließend kritisierte der Publizist hiesige Politiker und stellte die berechtigte Frage, warum wir Deutschen das Geld lieber Ölscheichs hinterher werfen würden, als es in heimische, regenerative Energien zu stecken, denn „die Sonne schickt uns keine Rechnung“. Deutsche Architekten müssten nur endlich lernen, wo Süden sei. Die effizienteste Bauweise sei immer noch, das Haus nach Norden hin dicht zu machen und nach Süden mit großen Glasfronten zu öffnen. Der packende Vortrag des engagierten 70-Jährigen begeisterte das Publikum.
Der zweite Vortrag des deutschen Vorzeigesolararchitekten Rolf Disch war praktischer Natur. Der Architekt, der - so Franz Alt - genau weiß wo Süden ist, zeigte geplante und bereits gebaute Häuser und Siedlungen, die durch intelligente Bauweise und mit regenerativen Energien auch wirtschaftlich gut dastehen.
Nach dem Abendessen warteten die Gastgeber mit einer Überraschung auf. Der angekündigte Zauberkünstler Francesco Altini entpuppte sich nämlich als Dr. Franz Alt. Der Publizist stellte sofort unter Beweis, dass er sich auch auf dem Terrain der Zauberei sicher und souverän bewegt. Immer wieder verblüffte er das Publikum mit seinen Tricks und holte sich auch auf dieser gänzlich anderen Bühne viel wohlverdienten Applaus ab. So endete ein zauberhafter Tag mit verzauberten Zuschauern und zufriedenen Veranstaltern. Wo Metrona seinen fünfzigsten Geburtstag zu feiern gedenkt, war den Messdienstprofis nicht zu entlocken.
Bild oben: Der deutsche Vorzeigesolararchitekt Rolf Disch weiß genau, wo Süden ist.
Bild unten: Publizist, promovierter Politologe und engagierter Solaraktivist: Franz Alt ist ein Freund der klaren Sprache. (Wolfgang List)
