600 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei rund 200.000 gemeldeten Bränden. Weitere 6000 werden nach Angaben des Bundesverbands Technischer Brandschutz durch Feuer schwer verletzt. Der materielle Gesamtschaden liegt bei rund 6 Milliarden Euro – hinzu kommen geschätzte Folgekosten von bis zu 50 Milliarden Euro. Vier Fünftel dieser Brände entstehen in Privathaushalten. Bedrohlich sind aber nicht nur Brände, die unter den eigenen vier Wänden schwelen. Gefahr besteht auch, wenn das Haus des Nachbarn brennt und die Flammen überzugreifen drohen. Unsachgemäß verarbeitete und ungeprüfte Materialien für Flachdächer können bei Funkenflug Feuer fangen. Als führender Flachdach-Spezialist hat die Vedag GmbH Brandschutzzertifikate für ihr gesamtes Sortiment an Flachdach-Systemlösungen.
Häuser müssen laut Bauordnung über „harte Bedachungen“ verfügen, die ausreichend widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme sind. Bei Flachdächern wird diese Bestimmung erfüllt, wenn sie mindestens 5 Zentimeter hoch mit Kies beschüttet sind oder einen Plattenbelag vorweisen können. „Aber heute werden die meisten Flachdächer mit Kunststoff- oder Polymerbitumenbahnen abgedichtet, und es muss aus statischen Gründen auf die Auflast verzichtet werden“, sagt Jürgen Felgenträger, Leiter der Anwendungstechnik bei Vedag. „Daher muss die Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer in aufwendigen Brandschutzprüfungen nachgewiesen werden.“ Allerdings müssen nicht nur die Dachabdichtungen den Vorschriften gerecht werden, sondern der gesamte Schichtenaufbau der Flachdachlösungen muss geprüft und zertifiziert sein. „Hersteller, die Abdichtungen ohne Brandschutzzertifikate verbauen, verstoßen gegen die Bauordnung“, sagt Felgenträger. Die Vedag GmbH aus Bamberg hat alle ihre Flachdachabdichtungen und Systemlösungen mit Polymerbitumenbahnen von der Materialprüfstelle Freiberg des MPA Dresden prüfen lassen und wird so der Bauordnung gerecht.
„Geprüft wird bei den Tests ein kompletter Dachaufbau“, so Felgenträger. Sechs Dampfsperren, elf Wärmedämmungen, zehn Oberlagsbahnen mehrlagiger Abdichtungen sowie sieben Unterlagsbahnen mehrlagiger Abdichtungen und vier Bahnen für einlagige Abdichtungen wurden in Freiberg auf die Probe gestellt. „Nahezu alle Kombinationsmöglichkeiten für einen Dachaufbau von Vedag haben wir so zertifizieren lassen“, sagt Felgenträger. Bei den Brandschutzprüfungen wird die Beanspruchung des Dachs durch Feuer von außen überprüft. So werden beispielsweise für den Bauteilnachweis nach DIN V ENV 1187, Verfahren 1, vier Probedächer von 1,8 auf 0,8 Meter mit Brandsätzen aus je 600 Gramm Holzwolle entzündet.
Zum Bestehen der Prüfung dürfen die Dächer nicht durchbrennen, die verbrannten Flächen dürfen maximal 80 Zentimeter lang sein – und es dürfen schließlich auch keine Dachbestandteile brennend vom Dach ablaufen oder abfallen. So werden im Labormaßstab realistische Brandereignisse aus der Praxis simuliert. Die Einhaltung all dieser Kriterien gibt dem Anwender die Gewissheit, dass er für sein Dach den bestmöglichen Brandschutz hat.
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red
Bild: Bei den Brandschutzprüfungen wird die Beanspruchung des Dachs durch Feuer von außen überprüft. (Vedag)

