Um ihren Mietern mehr Sicherheit zu bieten, lassen immer mehr Wohnungsbaugesellschaften Rauchmelder installieren. Welche Aspekte dabei zu beachten sind – Information der Mieter, Geräte- und Montagetechnik, Umlage der Wartungskosten – zeigt ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen: Dort hat sich der Bauverein Fröndenberg für den Rauchmelderservice Minodetect von Minol entschieden.
Klein, aber fein – so könnte man den gemeinnützigen Bauverein Fröndenberg in wenigen Worten beschreiben. Die Genossenschaft bewirtschaftet 74 Häuser mit 427 Wohnungen in und um die nordrhein-westfälische Stadt Fröndenberg. In der Region ist sie so fest etabliert, dass sie 2006 ihr 100-jähriges Jubiläum feiern konnte.
Vor dem Hintergrund, dass ein Großteil der Liegenschaften aus den 50er-Jahren stammt, sieht der Bauverein die Pflege und Modernisierung des Bestands als seine vorrangige Aufgabe. Dabei investiert er nicht nur in den Wohnkomfort und die Energieeffizienz der Gebäude, sondern auch in die Sicherheit der Bewohner: Anfang 2008 wurden alle Häuser mit Rauchmeldern ausgestattet. Das ist umso bemerkenswerter, als die Warngeräte in Nordrhein-Westfalen – im Unterschied zu manchem anderen Bundesland – gesetzlich nicht vorgeschrieben sind. Das Land hat jedoch eine Medienkampagne gestartet, die zur freiwilligen Installation von Rauchmeldern aufruft.
Der Brandkatastrophe glücklich entkommen
Die Motivation des Bauvereins beschreibt Vorstandsmitglied Martin Kriemann so: „Wir hatten ab und zu mal einen Brand, der zum Glück recht harmlos war. Vor zwei Jahren allerdings kam es zu einem fast tödlichen Feuer. Das war für uns der Anlass, Rauchmelder einzuführen. Wir wollten das Mögliche tun, um ähnliche oder noch schlimmere Brandkatastrophen zu vermeiden.“ Tatsächlich sind Rauchmelder das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz in Haushalten. Denn die meisten der rund 600 Menschen, die in Deutschland jährlich durch Brände ums Leben kommen, sterben am giftigen Rauch. Die Gefahr besteht vor allem nachts, weil der Geruchssinn im Schlaf nicht aktiv ist.
Mit der Montage und Wartung der Warngeräte beauftragte der Bauverein die Firma Minol. „Wir haben Minol bereits bei der Wärme- und Wasserkostenabrechnung als leistungsfähigen Partner kennengelernt. Von unserem Ansprechpartner vor Ort, Herrn Sobek, fühlen wir uns bestens betreut. Zudem hat uns das Montagesystem der Minol-Rauchmelder, ohne Schmutz und Lärm, gut gefallen“, sagt Kriemann. Dass der gleiche Dienstleister für die Heizkostenabrechnung und den Rauchmelderservice zuständig ist, ist sinnvoll: So kann Minol bei der jährlichen Ablesung gleich auch die Funktion der Warnmelder überprüfen. Der Mieter muss für beide Leistungen nur einen Termin freihalten.
Profis im Dialog mit den Mietern
Dem Bauverein fiel es nicht schwer, seine Mieter von den Vorteilen der Rauchmelder zu überzeugen. Dazu trug auch die professionelle Öffentlichkeitsarbeit bei: Die lokalen Zeitungen berichteten über die Aktion und bescheinigten dem Bauverein eine Vorreiterrolle bei der Mietersicherheit. Detaillierte Informationen für die Mieter gab es dann bei der Installation der Rauchmelder: Die Minol-Monteure Ralf Schumacher und Mike Saghari erklärten die Technik und antworteten auf Fragen – zum Beispiel, ob man in Räumen mit Rauchmeldern weiter rauchen darf. „Zigarettenrauch kann unter normalen Umständen keinen Alarm auslösen, da müssten schon viele Leute gleichzeitig Rauch auf das Warngerät blasen“, lautete die Antwort.
Alle wichtigen Informationen stehen auch in den Broschüren, die Minol verteilte. Jede der 427 Wohnungen wurde mit durchschnittlich drei VdS-zertifizierten und TÜV-geprüften Rauchmeldern ausgestattet. Normalerweise kommen die Geräte ins Schlafzimmer, ins Kinderzimmer und in den Flur. Das System von Minol ist DIN-konform und sehr schnell: Um einen Rauchmelder zu installieren, brauchen geübte Monteure wie Schumacher oder Saghari kaum mehr als eine Minute. Mit einem Spezialheißkleber befestigt der Monteur einen Magnetpad an der Decke, an dem der Rauchmelder haftet. Als Hilfsmittel dient ein Teleskopwerkzeug, eine Leiter ist nicht notwendig. „Mancher Hausbewohner stand schon mit dem Staubsauger bereit. Aber wir müssen ja nicht bohren, deshalb entsteht auch kein Schmutz“, sagt Ralf Schumacher.
Rauchmelderwartung ist umlagefähig
So schnell wie die Erstmontage funktioniert auch die jährliche Wartung der Rauchmelder. Mit dem Teleskopwerkzeug nimmt der Monteur den alten Rauchmelder aus seiner Verankerung und tauscht ihn einfach gegen einen neuen aus. Der ist praktisch neuwertig, weil er gründlich gereinigt, umfassend getestet und mit einer neuen Batterie ausgestattet wurde. Diese professionelle Wartung hat Vorteile für Vermieter und Mieter. Der Bauverein ist rechtlich auf der sicheren Seite. Denn nach DIN 14676 Nummer 6 muss er dafür sorgen, dass die Rauchmelder mindestens einmal jährlich überprüft werden.
Diese Verkehrssicherungspflicht hat er an Minol delegiert, die Kosten fließen in die Betriebskostenabrechnungen der Mieter mit ein. Dass die Rauchmelderwartung voll umlagefähig ist, hat vor Kurzem das Amtsgericht Lübeck in seinem Urteil vom 5. November 2007 bestätigt. Die Mieter des Bauvereins profitieren, weil die Lösung zugleich sicher und günstig ist. Pro Rauchmelder entstehen lediglich 40 Cent Wartungskosten im Monat. Die Kosten für die Anschaffung und Erstmontage der Warngeräte trägt der Bauverein. „Die Investition kann Leben retten, das ist es uns wert“, sagt Martin Kriemann und fügt hinzu: „Ich glaube sowieso, dass Rauchmelder in Wohnungen bald so selbstverständlich sind wie Sicherheitsgurte im Auto.“
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red
Bild: Kleben, montieren, und fertig: In nur einer Minute ist der Rauchmelder installiert. (Minol)

