Unter 350 Mitbewerbern hat sich das Architekturbüro Storch Ehlers Partner, Hannover, 2001 als Sieger des europaweit ausgelobten Wettbewerbs für den Neubau der Palucca-Schule in Dresden und der damit verbundenen Sanierung des vorhandenen Gebäudebestands platzieren können. Mit von der Partie: Acht Spirit-Arbeitsplätze, auf denen alle Entwurfs- und Planungsunterlagen gezeichnet und nach Auftragserteilung mit Avanti-Pro ausgeschrieben wurden.
Das 2900 Quadratmeter große Grundstück wurde im Grundriss des Entwurfs in drei horizontale Zonen aufgeteilt: „Geist“, „Bewegung“ und „Arbeiten und Wohnen“. Im Norden fügen sich zwei denkmalgeschützte Villen in die städtebauliche Struktur ein. Hier werden nach der Sanierung unter dem Hauptbegriff „Geist“ Seminarräume, Bibliotheken und Theorieräume für das Hochschulstudium Tanz untergebracht. 
Spirit-Zeichnungselemente lassen sich problemlos mit einem Mausklick in das Ausschreibungsprogramm einfügen. Dabei bleiben die Daten mit der Originaldatei verknüpft.
Ein großer Garten trennt die Zone Geist von der zweiten Hauptgruppe Bewegung. Dort werden in zwei gläsernen kubischen Neubauten die Tanzsäle und Räume für Physiotherapien untergebracht. Die transparente Fassade erlaubt Schülern und Studenten vom Garten aus neugierige Blicke ins Innere der Säle, um den künstlerischen Lernprozess der Tanzstudenten zu verfolgen.
Aber auch die interessierte Öffentlichkeit kann von der im Osten gelegenen Parkseite aus in die Tanzsäle schauen. In der dritten horizontalen Zone, auf der Südseite des Grundstücks, wird unter dem Schlagwort Arbeiten und Wohnen der noch zu sanierende denkmalgeschützte Altbau im Süd-Westen als Verwaltungsbau, Mensa und Mittelschule für die jüngeren Internatsschüler genutzt. Rechts davon wird das neue Internat für 50 Bewohner gebaut. Es ist in zwei nebeneinanderliegenden kubischen Gebäuden direkt neben den Tanzsälen angeordnet, sodass zusammen mit den zwei Glasbaukörpern ein großer vierteiliger Kubus entsteht. Die vier Einheiten spiegeln die kleinteilige Villen-Struktur wider und werden mit einem gläsernen Gang verbunden, der bis an den Altbau reicht.
Altbewährtes auf neuestem Stand
Ein solches Projekt kann nur mit einer zeitgemäßen Software geplant und realisiert werden. Bei der Wahl der CAD- und AVA-Programme war den Planern wichtig, einen Hersteller zu finden, bei dem sie sich kompetent beraten fühlen. Daher haben sich die Architekten vor vielen Jahren für das CAD-Programm Spirit und das Ausschreibungsprogramm Avanti-Pro von Softtech entschieden. Mit dem Software-Wartungsvertrag „Zirkel“ genießen die Architekten die regelmäßige und automatische Aktualisierung der Software. Die einfallsreichen Planer können so neue Software-Entwicklungen sofort einsetzen. Da Softtech die Updates quartalsweise versendet, gehen neue Funktionen nicht in der Fülle der über das Jahr angesammelten Neuerungen unter, sondern werden in kleineren Portionen trainiert. Natürlich mussten sich die Architekten mit den neuen Funktionen erst einmal auseinandersetzen. Deshalb begannen sie bei dem Projekt der Palucca-Schule damit, die „referenzierte Mengenermittlung“ kennen zu lernen. Mit dieser Technik können sie Spirit-Zeichnungsdaten markieren und in Avanti-Pro einfügen – so einfach wie mit cut & paste. Im Gegensatz zu dieser intuitiven Windows-Funktion bleiben die Daten mit der Originaldatei aber verknüpft, sodass Änderungen im CAD- mit einem Mausklick auch im AVA-Programm automatisch nachvollzogen werden. Umgekehrt startet ein Doppelklick auf eine LV-Position in Avanti-Pro die dazugehörende Spirit-Zeichnung, wobei das entsprechende Bauteil grafisch hervorgehoben wird. Dies ermöglicht den Ausschreibenden des Architekturbüros eine schnelle Identifikation in der CAD-Zeichnung und erleichtert zum Beispiel den Mengenabgleich auf Positionsebene.
Durchgängige Info
Ebenso lassen sich mit wenigen Mausklicks besonders kostenintensive LV-Positionen in der CAD-Zeichnung darstellen, was die Entscheidung über Kosteneinsparmöglichkeiten deutlich transparenter macht. Von der Zeichnung über die Mengenermittlung bis zur Ausschreibung entsteht ein durchgängiger Informationsfluss – auf identischer Datenbasis und ohne Schnittstellenverluste. Das spart Zeit und Geld, verhindert Fehlerquellen und steigert die Sicherheit bei der Ausschreibung. „Die durchgängige Nutzung der Daten vereinfacht uns das Erstellen der Ausschreibungsunterlagen, denn mit der referenzierten Mengenermittlung übernehmen wir schnell die Daten aus dem CAD- direkt ins AVA-Programm. Auch die Kostenkontrolle wird dadurch noch einfacher“, so Reinhard Klaus, Partner des Architekturbüros. Noch werden einige Informationen per Hand aus den Plänen gemessen, um dann ins Ausschreibungsprogramm eingetragen zu werden. Aber der Anfang ist gemacht: Die gesamten CAD-Daten des Rohbaus der Palucca-Schule konnten mithilfe der referenzierten Mengenermittlung durchgängig bis zur Abrechnung genutzt werden. Mit diesen Erfahrungen werden bei Storch Ehlers Partner künftig noch mehr Gewerke einfach und schnell bearbeitet und Leistungsverzeichnisse fehlerfrei und kostengünstig erstellt werden können.
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red
