Wohnungswirtschaft verwendet veraltete Verwaltungssysteme

Steigerung von Effizienz und Zuverlässigkeit

Steigerung von Effizienz und ZuverlässigkeitZwei Drittel der Unternehmen in der deutschen Wohnungs-
wirtschaft verwenden Verwaltungssysteme, die älter als fünf Jahre sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Standortmarketing. 60 Prozent derjenigen benutzen sogar über zehn Jahre alte IT-Systeme.

Gefragt nach den wichtigsten Kriterien an ein IT-gesteuertes Verwaltungssystem, benennen über 90 Prozent der Wohnungsunternehmen die Steigerung von Effizienz und Zuverlässigkeit, gefolgt von der Hilfestellung bei der Prozessoptimierung (67 Prozent) und Flexibilität (58 Prozent). Eine eher untergeordnete Rolle spielen dagegen die Faktoren Kostenersparnis (30 Prozent), leichte Bedienbarkeit (10 Prozent) und Anwenderfreundlichkeit (8 Prozent).

IT noch immer verkannt
Der Studie zufolge sehen drei Viertel der Befragten lediglich punktuell Nachholbedarf und sind grundsätzlich zufrieden mit ihrem derzeitigen IT-System. Im Falle einer Neuinstallation des Systems würden 50 Prozent weniger als 100.000 Euro investieren. „Das Ergebnis der Studie zeigt ganz eindeutig, dass der IT-Sektor in der Wohnungswirtschaft noch immer verkannt wird und ihm nicht genug Bedeutung beigemessen wird“, betont Angela Wiechula, Direktorin des Instituts für Standortmarketing. Entgegen der Prophezeiungen zahlreicher Analysten planen der aktuellen Studie zufolge 92 Prozent der befragten Unternehmen, keine Verwaltungsaufgaben outzusourcen und somit Kostensenkungspotenzial zu erschließen. Im Rahmen der Studie „Relevanz von Verwaltungssystemen in der deutschen Wohnungswirtschaft“ wurden im November 2007 500 deutsche Wohnungsunternehmen sowohl aus dem kommunalen als auch aus dem privatwirtschaftlichen Bereich befragt.

red
Bild: Es war einmal "der erste PC". In kaum einem Büro findet man heute wohl noch so einen alten Kasten. Die Geräte mögen modern sein, die IT-Strukturen indes sind, einer aktuellen Studie zufolge, in der Wohnungswirtschaft immer noch eher vorsintflutlich.