Geht nicht, gibt's nicht - so könnte das Motto in der Thierschstraße 29 in München lauten. Die Bewohner des eleganten, denkmalgeschützten Altbaus aus dem Jahr 1890 schätzen ihr Haus, die Umgebung unweit der Maximilianstraße und die hohe Lebensqualität ihres Stadtteils. Einziges Manko: Wer nur eingeschränkt mobil ist, hat mit dem Altbau seine Probleme - ein Aufzug fehlt.
Schachtgerüst des Aufzugs auf Stahlträger
Bisher schien die Vereinbarkeit von historischer Gebäudesubstanz und modernstem Komfort insbesondere im Hinblick auf die Mobilität unerreichbar zu sein. Dank der kreativen Fachplanung des Architekten Markus Wyremblewsky können sich die Bewohner nun viel leichter bewegen. Eine Aufzugslösung ist nachträglich errichtet worden, mit einer Besonderheit: „Der Eingang zum Hof musste frei bleiben. Daher die ungewöhnliche Lösung, das Schachtgerüst auf Stahlträger zu setzen“, begründet Matthias Stilkerich von Kone die Entscheidung. Das Schachtgerüst seitlich vom Hofeingang zu platzieren, war nicht möglich gewesen: „Die Rückfront des Treppenhauses ist sehr schmal. Zur Rechten wie zur Linken schließt ein Gebäudeteil im flachen Winkel an“, erklärt der Aufzugsexeperte.
Dafür, dass der Aufzug nicht bis ins Erdgeschoss reicht, hat Architekt Wyremblewsky eine einfache Erklärung: „Treppenhäuser von Altbauten sind nicht für Aufzüge konzipiert. Die beste Lösung ist daher oft der gute Kompromiss – wie in diesem Fall. Da der Aufzug jeweils auf Höhe der Zwischenpodeste des Treppenhauses hält, ist zwar ein barrierefreier Zugang zu den Wohnungen auch jetzt nicht möglich, aber insgesamt ist er deutlich komfortabler geworden.“
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red
Bild: Gute Mobilität dank kluger Planung: Der Aufzug im Hof erspart den Bewohnern lästiges Treppensteigen. (Kone)

