Rollgitter sind in letzter Zeit von Jugendlichen für gefährliche Mutproben entdeckt worden: Teenager halten sich im Gitter fest, lassen sich von den Toren nach oben ziehen und springen erst im letzten Moment ab. Dabei kommt es vermehrt zu Unfällen. Die Sicherheitsmechanismen moderner Tore wie Einzugssicherung und Eingreifschutz für den Torwickel können in solchen Fällen schlimme Konsequenzen verhindern.
Jüngstes Beispiel einer traurigen Unfallserie: In Hamburg erlitt ein 17-Jähriger schwere Kopfverletzungen, als er im Torwickel eines Rollgitters festgeklemmt wurde. Zahlreiche Medienberichte verweisen auf die Relevanz des Themas Sicherheit bei Rollgittern. Solche, die auf ein Signal hin selbsttätig öffnen oder schließen (Impulssteuerung), müssen nach DIN EN 13241-1 alle Stellen absichern, bei denen es zu Scherungen und Quetschungen kommen kann. Hersteller, wie beispielsweise Hörmann, statten ihre Rollgitter mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen aus. Zusätzlich sind optionale Schutzeinrichtungen wie eine in Bodennähe fest installierte Lichtschranke zur Sicherung der Durchfahrt erhältlich.
Lichtschranke auf beiden Seiten
Durch die Aufwärtsbewegung des Rollgitters entstehen Gefahrenstellen auf beiden Seiten des Behangs: Im Innenbereich besteht die Gefahr, in die Wicklung eingezogen zu werden, im Außenbereich könnten Gliedmaßen zwischen Tor und Sturz eingeklemmt werden. Die Einzugssicherung von Hörmann sichert deshalb beide Seiten des Behangs unterhalb des Torwickels jeweils mit einem Lichtschrankensystem. Wird der Lichtstrahl durch einen Gegenstand oder Körperteile unterbrochen, stoppt das Tor sofort – die Gefahr von Quetschungen ist so gut wie ausgeschlossen. Damit das System verlässliche Sicherheit bietet, ist es mit einer Selbstüberprüfung ausgestattet. Ist die Lichtschranke nicht angeschlossen oder funktioniert sie nicht richtig, schaltet das Gitter sofort auf Totmannschaltung um.
Den Schutzanforderungen vollständig gerecht wird der Betreiber eines Rollgitters, wenn er den Torwickel zusätzlich gegen Eingreifen von Außen absichert. Dies kann er mit dem Eingreifschutz TES von Hörmann weitgehend verhindern. Hochfestes Gewebe deckt die Gefahrenstellen und den gesamte Wickel ab. Mit diesem TES verfügt ein Rollgitter über eine nach EN 12453 geprüfte Sicherheitseinrichtung. Für alle Tore mit Impulssteuerung ist die Sicherung der Schließkante gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Bei Hörmann sorgt hier ein bei Impulssteuerungen serienmäßiges optosensorisches System in der Schließkante für Sicherheit: Trifft das Gitter während des Schließvorgangs auf ein Hindernis, stoppt das Tor sofort und reversiert.
Auch dieses System überprüft seine korrekte Funktion selbst. Berührungslos erkennt eine optional erhältliche Lichtschranke in Bodennähe Hindernisse in der Durchfahrt, die das Rollgitter stoppt und ebenfalls reversieren lässt. Das bietet ein erhöhtes hohes Maß an Personensicherheit und verhindert weitestgehend Schäden an Pkw.
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, muss ein Betreiber seine Rollgitter durch Sachkundige jährlich überprüfen und gegebenenfalls warten lassen. Denn nur so bleibt auch die Gewährleistung zum Beispiel bei Versicherungsansprüchen erhalten. Empfehlenswert ist der Abschluss eines Prüfungs- und Wartungsvertrags. Positiver Nebeneffekt: Regelmäßige Prüfung und daraus resultierende Wartungsarbeiten erhöhen nicht nur Zuverlässigkeit des Rollgitters. Auch der Wertverlust des Rollgitters bleibt so geringer.
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red
Bild: Selbstprüfung: Wird ein Rollgitter oder wie hier ein Rolltor mit einer Impulssteuerung betrieben, ist eine Sicherung der Schließkante gesetzlich vorgeschrieben. Das geschieht mit der bei Hersteller Hörmann serienmäßigen Schließkantensicherung, die das Tor bei Berührung stoppt und reversiert. Vor und während der Torfahrt prüft sich etwa die Sicherung selbst und schaltet bei einer Störung die Torsteuerung auf Totmannschaltung um.

