Steigende Energiepreise bestimmen beinahe täglich die Schlagzeilen in unseren Medien. Nicht zuletzt deshalb ist für viele Haushalte die Einsparung von Energie und Wasser ein bedeutendes Thema – mit zunehmender Tendenz. Um dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, effizient und zielgerichtet Energie und damit Kosten zu sparen, ist eine verbrauchsgerechte Erfassung der Verbräuche von Wärme und Wasser wichtig. Beispielhaft zeigt sich dieser Zusammenhang bei der Optimierung der Messergebnisse von Wärmezählern mit Temperaturfühlern.
Wie umfangreiche Tests ergeben haben, wird der Messfehler eines Wärmezählers durch den Umbau von Tauchhülsen-Temperaturfühlern in Temperaturfühler mit direkter Messung im Medium um rund die Hälfte reduziert. Modernen Gebäuden mit ihrem geringeren Energiebedarf kommt diese Technik besonders entgegen. Deshalb ist gerade in Liegenschaften, in denen der Energieverbrauch der einzelnen Wohnungen bereits mittels Wärmezählern erfasst wird, die Umrüstung auf direkt eintauchende Temperaturfühler besonders sinnvoll.
Nicht zwingend, aber sehr ratsam
Seit Februar 2007 gelten bei der Neuinstallation von Wärmezählern, die gemäß der Europäischen Messgeräte Richtlinie 2005/ 22/EG (MID) zugelassen wurden, neue gesetzliche Bestimmungen. Demnach muss der Installateur die Temperaturfühler so einbauen, dass sie direkt in das Heizmedium eintauchen. Anders ausgedrückt: Die Neuinstallation von nach MID konform erklärten Wärmezählern mit Tauchhülsen-Temperaturfühlern ist nicht länger zulässig. Bei Erfassungsgeräten mit alter Zulassung ist diese Bestimmung indes nicht zwingend vorgeschrieben. Das heißt, dass der Einbau von Tauchhülsen prinzipiell zwar noch zulässig, aber keineswegs ratsam ist. Brunata-Metrona empfiehlt seinen Kunden daher, bei Wärmezählern grundsätzlich die Temperaturfühler so einzubauen, dass sie direkt in das Medium eintauchen. Nur in wirklichen Ausnahmefällen sollte ein Einbau in Tauchhülsen toleriert werden.
Zukunftssicher ausstatten
Mit der Verwendung von Einbausätzen mit direkt ins Medium eintauchenden Temperaturfühlern stattet man die Messstelle von vorneerein zukunftssicher aus. Anlagen im Bestand sind von dieser Neuregelung grundsätzlich nicht betroffen. Gelegentlich ist bei älteren Anlagen ein Austausch von Verschleißteilen wie etwa einer defekten Heizungspumpe oder undichten Absperreinrichtung nötig. Solch ein Austausch stellt keine Sanierung der Anlage dar. Ein Umbau der Messstelle ist in diesem Fall nicht verpflichtend. Im Interesse seiner Kunden liefert Brunata-Metrona nur noch Einbausätze für direkt eintauchende Temperaturfühler aus. Der Vorteil dieser Einbausätze liegt darin, dass der Vorlauftemperaturfühler in einem Kugelhahn direkt mit dem Heizmedium in Kontakt kommt. Dieser Einbausatz direkt (EBD) ist in zwei Größen erhältlich: Er wird für Kompaktwärmezähler mit qp=0,6 m³/h und 1,5 m³/h Nenndurchflüsse sowie für einen Nenndurchfluss von qp=2,5m³/h angeboten. Der Einbausatz für Wärmezähler der Nenndurchflüsse von qp=0,6 m³/h beziehungsweise 1,5m³/h verfügt über eine Baulänge von 110 Millimeter und einem G3/4“B-Anschlussgewinde. Der zweite Einbausatz für Wärmezähler mit Nenndurchfluss qp 2,5 m³/h hat eine Baulänge von 130 Millimeter und ein G1“B-Anschlussgewinde. Die Einbausätze bestehen aus je drei Kugelhähnen, Dichtungen sowie einem Zählerersatzstück, dem sogenannten Passstück. Der Kugelhahn mit Stutzen – M10x1-Innengewinde – ist für den Einsatz des Temperaturfühlers vorgesehen. Es können Stabfühler oder sogenannte AGFW-Fühler Direct short nach EN 1434-2 eingebaut werden.
Zeitsparend, effizient
Beim Einbau des Kugelhahns mit Stutzen ist darauf zu achten, dass für den Temperaturfühler genügend Freiraum vorhanden ist. Die häufig praktizierte Einbauweise mit Knebel oder Handgriff des Kugelhahns nach vorne ist ungeeignet. Häufig reicht der verfügbare Platz an der Einschraubstelle nicht mehr zum Einbau des Temperaturfühlers aus. Für solche Fälle liegt den Einbausätzen eine praxisorientierte Montageanleitung bei. Zwei Kugelhähne mit Innengewinde und Überwurfverschraubungen ersetzen die separate Zählerverschraubung sowie den Kugelhahn zur Absperrung. Damit hat der Fachhandwerker die Möglichkeit, die Messstelle besonders zeitsparend und effizient vorzurichten. Der turnusmäßige Zähleraustausch bei Ablauf der Eichgültigkeit wird damit einfach und problemlos, und auch im Reparaturfall ist ein Zählertausch ohne Entleerung des gesamten Netzes oder Einzel-strangs möglich, was die Belästigung der Mieter innerhalb der Liegenschaft deutlich reduziert.
www.brunata-metrona.de
red
Bild: Mit der Verwendung von Einbausätzen mit direkt ins Medium eintauchenden Temperaturfühlern (hier im Bild: der Kompaktwärmezähler Pollu-Com E und der Ultraheat XS von Metrona) stattet man die Messstelle von vorneherein zukunftssicher aus.

