Eine genaue Kenntnis über die Verbrauchsentwicklung der Energie für Heizung und Warmwasser ist notwendig, um über Sparmaßnahmen und geeignete Investitionen entscheiden zu können. Techem, ein weltweit führender Energiemanager für die Immobilienwirtschaft, eröffnet nun die Möglichkeit, Verbrauchs- und Vergleichsdaten komfortabel einzusehen, zu analysieren und grafisch aufbereiten zu lassen – raumgenau und tagesaktuell. Mit dem Energiemonitoring erkennen Immobilienverwalter Handlungsbedarf und investieren zielgenau dort, wo energetische Sanierungsmaßnahmen den größten Effekt haben. Das hilft Verwaltern, Mietern und der Umwelt.
Angesichts des frühen und heftigen Wintereinbruchs in Deutschland werden viele Mieter in diesem Frühjahr eine Energierechnung erhalten, die ihnen wie eine zweite Miete vorkommt. Schon in den letzten Jahren haben sie mehr als jeden dritten Euro für Heizung und Warmwasser bezahlt, Tendenz steigend. Denn in dem Maße, in dem fossile Rohstoffe knapper werden, steigen die Preise für Öl und Gas. Energiesparen ist der Weg zur Kostenreduzierung und ein wichtiger Beitrag zum globalen Klimaschutz.

Bei der Benchmarkanalyse können die Verbrauchswerte der eigenen Objekte mit den Durchschnittswerten in der Region verglichen werden.
Bedarfsorientiertes Handeln
Vermieter und Immobilienverwalter müssen reagieren, auch weil es in ihrem eigenen Interesse liegt, die Nebenkosten – und das heißt vor allem die Energiekosten – einzugrenzen. Denn deren Anteil an der Gesamtmiete wird mehr und mehr zu einem Faktor für die Mieteinnahmen: Sind die Kosten zu hoch, muss der Mietzins reduziert werden, um bei der Warmmiete wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Folge sinkt der eigene Ertrag. Gelingt es hingegen, den Energiebedarf zum Beispiel durch eine bessere Isolierung von Fenstern und Wänden oder durch eine auf den tatsächlichen Bedarf angepasste Wärmeleistung zu reduzieren, ist sogar eine Erhöhung der Kaltmiete denkbar.
In dieser Situation liefert das Energiemonitoring von Techem wertvolle Anhaltspunkte, um den tatsächlichen Renovierungsbedarf zu identifizieren. Denn es macht transparent, in welchen Häusern, Gebäudeteilen oder Wohnungen energetische Modernisierungsmaßnahmen den größten Effekt haben können und wie es um die Energiebilanz des eigenen Bestands im Vergleich zu fremden Immobilien steht. Somit unterstützt es Eigentümer und Verwalter bei der Entscheidung für notwendige Investitionen. Weil gerade bei großen Ausgaben erst nach einigen Jahren klar wird, ob sie sich wirklich rechnen, weist das Controlling des Energieverbrauchs einen intelligenten Weg zur Kostenoptimierung in der Wohnungswirtschaft.
Datenauswertung nach Bedarf
Die Aussagefähigkeit des Energiemonitorings hängt von der jeweiligen Geräteausstattung im Gebäude ab: Je moderner die Erfassungssysteme sind, desto größer ist letztlich auch der Nutzen der Überwachung. Beim mittlerweile weitverbreiteten Funksystem werden die Verbrauchsdaten für Heizung und Warmwasser regelmäßig gemessen und verschlüsselt an eine zentrale Erfassungsstelle gesendet. Vermieter beziehungsweise Verwalter, die ihre Daten an Techem übermitteln, können mit einem passwortgeschützten persönlichen Zugang über ein Online-Portal auf die Verbrauchswerte ihrer Objekte zugreifen und diese im Hinblick auf verschiedene Bezugsgrößen auswerten lassen. Ihnen stehen die folgenden fünf Analysenformen zur Verfügung, die sie individuell anpassen, als Datensatz exportieren oder bereits im Online-Portal grafisch darstellen und ausdrucken können.
1. Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse gibt einen Überblick darüber, wie viel Energie für Heizung und Warmwasser in allen Liegenschaften jeweils verbraucht wurde. Der Vergleich zu den Vorjahreswerten zeigt, wie sich der Energieverbrauch insgesamt entwickelt hat und ob es gegebenenfalls weitergehender Analysen bedarf.
2. Benchmarkanalyse
Auf Basis der Daten von rund drei Millionen Wohnungen aus dem Techem-Kundenportfolio können die Verbrauchswerte der eigenen Objekte mit den Durchschnittswerten in der Region verglichen werden. So kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob der eigene Bestand zeitgemäße Verbrauchswerte aufweist oder ob eine Sanierung unter Wettbewerbsaspekten geboten ist. In die Benchmarkanalyse fließen die gleichen Daten ein, auf denen auch die deutschlandweit maßgebliche Energiekennwerte-Studie von Techem aufbaut.
3. Zeitreihenanalyse
In der Zeitreihenanalyse wird dokumentiert, wie sich Verbrauch und Kosten für Heizung und Warmwasser im Zeitraum von bis zu sechs Jahren entwickelt haben. Dabei können die Verbrauchswerte vor dem Hintergrund der Daten des deutschen Wetterdienstes klimabereinigt dargestellt werden, sodass unabhängig von extremen Jahreszeiten und der örtlichen Lage eine unverfälschte Beurteilung der Verbrauchsentwicklung getroffen werden kann.
4. Nutzeinheitenanalyse
In der Nutzeinheitenanalyse kann der monatliche Energieverbrauch je Wohneinheit oder sogar je Raum dargelegt und verglichen werden. Die Darstellung hilft dabei, die Mieter über die Kostenentwicklung aufzuklären. Auch die Planung von Modernisierungsmaßnahmen kann gezielt unterstützt werden.
5. Unterjährige Analyse
Mit dem neuesten Funkstandard, basierend auf der technologischen Plattform Techem Smart System, können bei der Nutzeinheitenanalyse sogar die aktuellen Werte des jeweiligen Vortags in die Analyse einbezogen werden. Das ist besonders interessant, um Unregelmäßigkeiten in leer stehenden Wohnungen zu erkennen und ein Problem frühzeitig zu beheben, ehe es hohe Kosten verursacht. Zu beachten ist, dass eine unterjährige Analyse das Einverständnis der jeweiligen Mietpartei zur Datenfreigabe erfordert.
Fazit:
Für Vermieter und Immobilienverwalter schafft das Techem Energiemonitoring eine ebenso komfortable wie klare Faktenlage, die für sie einen doppelten Mehrwert darstellt. Einerseits erhalten sie die Informationen, mit denen sie den Mietern ihre Verbrauchswerte für Heizung und Warmwasser gegenüber transparent und nachvollziehbar darlegen können. Auf der anderen Seite ist das Energiemonitoring ein Indikator für Investitionsentscheidungen zur effizienten und umweltgerechten Reduzierung des Energieverbrauchs. Funksysteme als technische Grundlage sind heute bereits weitverbreitetet und die Kosten für die von Techem bereitgestellte IT-Infrastruktur und Online-Software weitgehend umlagefähig. Für die Einführung des Energiemonitorings gibt es daher keine großen Hürden, aber gute Argumente.
red

