Der virtuelle Marktplatz hat der Zeitungsannonce bei der Immobilienvermarktung längst den Rang abgelaufen. Wer seine Immobilien an den Mieter oder Käufer bringen will, setzt heute auf spezialisierte Internetportale, die auch die mobile Vermarktung über Smartphones nicht außer Acht lassen. Das Modernisierungs-Magazin hat sich mit Klaus Saloch, Mitglied der Geschäftsführung bei Immonet und dort zuständig für Vertrieb und Kundenbindung, unterhalten.
Mittlerweile erreicht das Internet über 70 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren. Wie häufig schauen die Nutzer bei Immonet vorbei?
Klaus Saloch: Jeden Monat suchen zirka zwei Millionen User über Immonet nach Immobilien. Und wir arbeiten ständig daran, die Reichweite durch innovative Angebote für Anbieter und User zu erhöhen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das mobile Internet: So ermöglicht die Immonet-App eine Immobiliensuche per I-Phone – und zwar dank Augmented Reality-Funktion direkt vor Ort. Filmt der User die umgebenden Häuser-Fassaden mit dem Smartphone ab, werden ihm auf dem Display freie Wohnungen angezeigt. Große Wirkung zeigen auch exklusive Kooperationen wie mit Ebay: Seit Januar erscheint jede Immobilie, die auf unserem Portal eingestellt wird, bei dem Internet-Auktionshaus unter der Rubrik Immobilien. Damit haben wir uns ein Nutzer-Potenzial von 22 Millionen erschlossen. Das ist natürlich für Immobilienanbieter ein sehr attraktives Vermarktungstool – zumal diese Offerte ohne jeden Aufpreis stattfindet.
Die reine Anzahl sagt aber noch nichts über mögliche erfolgreiche Geschäftsabschlüsse aus. Wie erfolgreich sind Ihre Kunden?
Saloch: Unsere Anbieter berichten uns, dass die Qualität der Kontakte sehr hoch ist, dass also hinter den Anfragen in den meisten Fällen ein tatsächliches Interesse an einer Immobile steht. Im Übrigen spüren unsere Kunden, dass die kluge Vernetzung von unterschiedlichen Kommunikations- und Vermarktungskanälen von Immonet stetig mehr Kauf- und Mietinteressenten auf das Immobilienangebot führt. Etwa durch die suchmaschinenoptimierten Exposés oder Videos, die auf Youtube eingebunden werden können. Hinzu kommt die Darstellung auf Smartphones, online, Print und verschiedenen Social Media-Kanälen. Aus der Gesamtheit der Maßnahmen kommt der spürbare Erfolg.
Was unterscheidet Immonet von seinen unmittelbaren Konkurrenten?
Saloch: Vergleicht ein Anbieter die Portale, fallen ihm sicher zu allererst Unterschiede in der Preispolitik auf. Während die Konkurrenten ihre Preise Anfang des Jahres deutlich angezogen haben, setzten wir auf Preisstabilität. Ein Unterschied, der nicht auf den ersten Blick ersichtlich wird, liegt im Umgang mit Kunden. Wir legen großen Wert auf eine hohe Servicequalität: Anbieter finden bei uns stets einen kompetenten – und nicht nur virtuellen – Ansprechpartner, so bieten wir etwa Hotlines für Verbands-Mitglieder an. Oft gehört die Stimme am Telefon einem bereits vertrauten Mitarbeiter, denn weil nicht nur die Kunden-, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit sehr hoch ist, kommt es kaum zu Fluktuationen in den Teams.
Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit der Immobilienwirtschaft aus?
Saloch: Wir kooperieren mit den drei größten Immobilienverbänden in Deutschland, dem Immobilienverband Deutschland (IVD), dem Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GDW). Mitglieder der Verbände profitieren von Sonderkonditionen bei Immonet. Zudem arbeiten wir bei Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen verschiedener Projekte zusammen: So ist Immonet etwa Hauptsponsor des Deutschen Immobilientages oder unterstützt den IVD bei seiner „Trendstudie 21 – Immobilien-Dienstleistungen“.
Sie kooperieren mit einer ganzen Anzahl von Firmen wie Sixt, Otto Office oder O2. Was steckt hinter dieser Strategie?
Saloch: Innerhalb unseres Programms Immonet Plus bieten wir unseren gewerblichen Kunden Vorteilsangebote von diesen und weiteren Firmen – etwa ein iPhone mit sehr günstigem Tarif, Mietwagen und Übernachtungen im Luxushotel zum Spezialtarif oder Rabatte auf Büromaterialien. Von den Sonderkonditionen profitiert man also sowohl im Arbeits- als auch im Privatleben. Wir haben das Programm aufgelegt, um unseren gewerblichen Kunden damit einen attraktiven Mehrwert zu bieten und unsere Wertschätzung auszudrücken.
Sie haben Anfang des Jahres Ihrem Auftritt ein neues Design verpasst. Wieso war das notwendig geworden und was hat sich dadurch verändert?
Saloch: Der Relaunch war ein Signal: Wir können in kurzer Zeit einen Umbruch durchführen. Denn seit Anfang des Jahres haben wir mit Christian Maar einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung (CEO), der zusammen mit den Mitgliedern der Geschäftsführung eine Neupositionierung des Unternehmens initiiert hat. Teil davon ist der neue Internet-Auftritt mit übersichtlichem Design und – besonders wichtig – einer stark vereinfachten Suchfunktion. Hat der User seine Suchkriterien eingegeben, gelangt er mit nur einem Klick zur Liste mit Suchergebnissen. Die Suchergebnisliste kann er von Exposé zu Exposé mitnehmen. Durch die stringente Nutzerführung erhalten auch Anbieter Anfragen schneller, und das beschleunigt insgesamt die Objektvermarktung.
Auf welche neuen Serviceleistungen dürfen sich Nutzer und Kunden von Immonet in nächster Zukunft freuen?
Saloch: Die aufsehenerregendste Aktion ist sicherlich unsere neue Kampagne: Seit Anfang Mai werben wir großformatig in Magazinen, Zeitungen und Social Media-Kanälen mit der Botschaft: „Was Sie im Kopf haben, haben wir im Netz.“ Denn wir wissen, dass jeder Nutzer seine ganz eigene Vorstellung von der perfekten Wohnung hat – darauf zielt die Kampagne ab. Online erschließen wir uns neue Zielgruppen mit Homepage-Events auf großen Portalen wie Web.de und T-Online. Das sorgt für Aufmerksamkeit und kommt natürlich auch den Anbietern auf unserem Portal zugute.
User werden außerdem feststellen, dass der Relaunch nicht das Ende der Fahnenstange war. Layout und Struktur unserer Website, Such- und Einstellungsfunktionen werden sich im Laufe des Jahres stetig weiter verändern und vereinfachen. An weiteren Kooperationen, die unsere Reichweite zusätzlich erhöhen, arbeiten wir mit Hochdruck.
Wir danken für das Gespräch
Bild: „Mit unseren Kooperationen erschließen wir ein Nutzerpotenzial von 22 Millionen Usern und bieten Anbietern kompetenten Service“, erklärt Klaus Saloch. (Immonet)

