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    Brandrisiken in sozialen Einrichtungen weiterhin alarmierend

    4. Februar 2026 News, Sicherheit & Brandschutz

    bvfa-Brandstatistik 2025: Technischer Brandschutz bleibt entscheidender Faktor für den Schutz vulnerabler Menschen

    Trotz rückläufiger Opferzahlen bleiben Brandrisiken in Krankenhäusern sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen in Deutschland weiterhin auf einem kritischen Niveau. Das zeigt die aktuelle Brandstatistik des bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e. V. für das Jahr 2025. Nach Einschätzung des Verbandes liegt die Hauptursache unverändert im mangelnden Einsatz automatischer Löschanlagen.

    Auffällig: Nahezu alle Todesopfer befanden sich im unmittelbaren Brandentstehungsbereich. Genau dort fehlt in vielen Einrichtungen ein wirksamer technischer Schutz. Brandmeldeanlagen allein reichen nicht aus – sie erkennen Brände, bekämpfen sie aber nicht.

    Zahlen belegen das Risiko

    Im Jahr 2025 registrierte der bvfa bundesweit:

    • 116 Brände in Krankenhäusern mit 4 Todesopfern und 129 Verletzten

    • 149 Brände in Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie im betreuten Wohnen mit 11 Todesopfern und 278 Verletzten

    • 84 Brände in Wohnheimen und Sozialunterkünften mit 4 Toten und 139 Verletzten

    Zwar ging die Zahl der Opfer insbesondere in Pflegeeinrichtungen gegenüber 2024 deutlich zurück, dennoch bleibt das Risiko hoch – insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen.

    Brände eskalieren schnell – ohne aktive Löschtechnik

    Die häufigsten Brandursachen waren erneut Brandstiftung (rund 50 %) sowie technische Defekte an elektrischen Anlagen (etwa 30 %). Besonders kritisch: Brände entstehen häufig in Patientenzimmern oder Aufenthaltsbereichen und entwickeln sich dort innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich.

    Ein Brand in der Geriatrie des Hamburger Marienkrankenhauses im Juni 2025 mit drei Todesopfern verdeutlicht dies eindrücklich. Trotz Brandmeldeanlage und schnellem Feuerwehreinsatz konnte die Ausbreitung von Feuer und Rauch nicht rechtzeitig gestoppt werden.

    Sprinkler wirken – ab der ersten Minute

    Automatische Sprinkleranlagen bekämpfen Brände unmittelbar am Entstehungsort und begrenzen deren Ausbreitung meist mit ein bis zwei Sprinklern. Sie reduzieren Rauchentwicklung, verschaffen Zeit für die Rettung und entlasten Personal sowie Einsatzkräfte. Internationale Studien bestätigen ihre hohe Wirksamkeit – insbesondere in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Personen.

    Demografie verschärft den Handlungsdruck

    Mit dem erwarteten starken Anstieg der Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen* wächst auch die Verantwortung, soziale Einrichtungen brandschutztechnisch neu zu denken. „Der vorbeugende Brandschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen muss konsequent auf aktive Löschtechnik setzen“, fordert bvfa-Geschäftsführer Dr. Wolfram Krause. „Gerade im Neubau gibt es heute keine fachliche Rechtfertigung mehr, auf Sprinkleranlagen zu verzichten.“

    * Quelle: Ergebnis der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, Variante 2 moderate Entwicklung
    https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/aeltere-bevoelkerung.html

    www.bvfa.de

    Grafik: die Brandhäufigkeit in Krankenhäusern sowie in Pflege- und Seniorenheimen ist auch im Jahr 2025 unverändert hoch. Quelle: bvfa-Brandstatistiken. Bildnachweis: bvfa

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