Bauwirtschaft blickt zuversichtlich auf 2020

0

„Wir blicken auf ein gutes Baujahr 2019 und erwarten ein Umsatzwachstum von 5 Prozent; das entspricht einem Umsatz von 354 Milliarden Euro, den unsere 370.000 Mitgliedsbetriebe erwirtschaftet haben. In 2020 wird der Branchenumsatz auf fast 370 Milliarden Euro steigen,“ erklärte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer, anlässlich der Jahrespressekonferenz seines Verbands. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche liegt nun bei 3,3 Millionen Menschen. Wachstumstreiber in der Bauwirtschaft bleibt vorerst noch die Neubautätigkeit. In dieser Sparte wird ein Umsatz von 125 Milliarden Euro erwirtschaftet. 2020 rechnet der Verband mit einem weiteren Anstieg auf knapp 131 Milliarden Euro. Hier wirkt sich die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten weiter positiv aus. Nachbauer erwartet die Fertigstellung von zirka 300.000 bis 310.000 neuen Wohnungen in 2019 beziehungsweise in 2020, nach 287.000 in 2018.

Allerdings fehlten weiterhin Sozialwohnungen. Obwohl in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 81.100 Wohneinheiten pro Jahr aus der Sozialbindung gefallen seien. Die Umsatzentwicklung in der Sparte Ausbau fällt mit 93,5 Milliarden 2019 etwas schwächer aus. Die Sparte Gebäudetechnik ist in der Bundesvereinigung Bauwirtschaft mit über 136 Milliarden Euro Umsatz in 2019 die beschäftigungs- und umsatzstärkste Sparte. Im Jahr 2020 erwartet der Verband einen Anstieg auf 141 Milliarden Euro. In den Sparten Gebäudetechnik und Ausbau werden sich die im Klimaschutzpaket der Bundesregierung enthaltenen Maßnahmen nach Einschätzung des Verbands langfristig positiv auswirken, allen voran die Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Nachbauer ging in seinem Statement auch auf die Forderung nach einer Ausweitung der Kapazitäten ein und erklärte: „Dazu ist es aber notwendig, dass langfristig Planungssicherheit besteht.“ Er erwartet von dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz keine Entlastung. „Denn dieses Gesetz bietet Arbeitskräften aus der Baubranche mit berufspraktischen Erfahrungen keine Möglichkeiten, einen Aufenthaltstitel in Deutschland zu erhalten.“

Foto: Herr Gruber Dieter/Pixelio.de

Quelle

Kommentieren Sie diesen Artikel