Nachholbedarf bei Energieeffizienz für Büroimmobilien

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Nichtwohngebäude sind insgesamt für ein Drittel des Gebäudeenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich, werden in Sachen Energieeffizienz bisher aber zu wenig differenziert betrachtet. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) empfiehlt, dass sich dies stärker in Politik, Information, Beratung und Förderung niederschlagen sollte. Andreas Kuhlmann, der Vorsitzende der Dena-Geschäftsführung, stellt fest, dass Handel, Hotellerie und Kommunen viel in Energieeffizienz investieren. „Bei Büroimmobilien hingegen ist noch sehr viel Luft nach oben.“ Aktuell werde in den verschiedenen Branchen vor allem in Beleuchtung oder Kältetechnik investiert; auch weil sich diese Investitionen schnell rechnen. „Weitere Ansätze zur Reduzierung des Energiebedarfs finden nur vereinzelt statt“, sagt Kuhlmann. Vor dem Hintergrund des Ziels eines klimaneutralen Gebäudebestands bestehe deutlicher Nachholbedarf. Im Bürosegment bestimme Verkauf oder bei der Vermietung die Lage den Markt, nicht die Energieeffizienz. „Außerdem fehlt es der Branche an Bewertungskriterien, um Energieeffizienz positiv einschätzen zu können“, analysiert die Dena. Fördermittel würden vor allem im Neubau genutzt, auch weil der Förderaufwand für Einzelmaßnahmen im Bestand oft als zu aufwendig bewertet wird. „Politik und Branchenvertreter müssen in einen engeren Dialog treten, um die Hemmnisse abzubauen und marktfähige Lösungen zu entwickeln“, folgert die Dena.

www.dena.de

Foto: Manfred Mazi/Pixelio.de

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