Das Modernisierungs-Magazin vor Ort: Stefan Holtgreife, Geschäftsführer Solarlux GmbH

0

Die Firma Solarlux aus dem niedersächsischen Melle, Hersteller von Glas-Faltwänden, Schiebetüren, Balkonverglasungen, Wintergärten, Terrassenüberdachungen und Glashäusern, gilt als Marktführer in Deutschland, aber erobert zunehmend auch den internationalen Markt. 60 zu 40 ist in etwa das Verhältnis der Absätze in Deutschland zu Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, den USA & Co. Das Modernisierungs-Magazin hat mit Stefan Holtgreife, Geschäftsführer der Solarlux GmbH, nicht nur über die Zukunft des Unternehmens gesprochen.

| Herr Holtgreife, Solarlux ist spezialisiert auf die Entwicklung und Ausführung individueller Verglasungssysteme. Bleiben wir zunächst bei der Entwicklung: Woran arbeiten Ihre Fachleute aktuell?

Ich kann natürlich nicht alles preisgeben, was wir für die nächsten zwei, drei Jahre in der Pipeline haben. Aber was wir aktuell machen, haben Sie vielleicht verfolgt. Auf der Bau in München im vergangenen Jahr haben wir eine neue Glas-Faltwand aus Aluminium vorgestellt, die erfreulicherweise einen großartigen Anklang gefunden hat. Das grundlegende Konzept haben wir nun auf unsere Holzsysteme übertragen. Wir werden eine neue Glas-Faltwand aus Holz sowie aus Holz/Aluminium vorstellen. Übrigens stellen wir tatsächlich fest, dass im Neubau Holz ein gefragter Baustoff ist, nicht nur aufgrund seiner Nachhaltigkeit. Insofern versprechen wir uns von unseren neuen Systemen aus Holz sehr viel. Für den Bereich Modernisierung und Altbausanierung haben wir in der Vergangenheit vorgehängte Fassadensysteme entwickelt, die sich bereits seit Jahren bewährt haben.

Unsere Balkonverglasungen können geschosshoch ausgeführt werden und sind dazu geeignet, den Bestand zu schützen und den Balkon zumindest in einer Übergangszeit als zusätzlichen Raum nutzbar zu machen. Und der große Vorteil ist, dass sich unsere Verglasungen ganz flexibel öffnen lassen. Aus einem geschlossenen Balkon kann also ein offener Balkon gemacht werden.

„Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit sind ein ganz großes Thema für die Wohnungswirtschaft“, weiß Stefan Holtgreife.

| Wären noch die Ausführung und Montage Ihrer Produkte. Wer baut vor Ort Ihre Verglasungssysteme ein?

Das ist unterschiedlich und abhängig vom Objekt. Zum Teil ist es so, dass wir die Projekte komplett abwickeln, das bedeutet mit eigener Bauleitung und eigener Montage. Manchmal liefern wir unsere Systeme aber auch nur, zum Beispiel an einen Metallbauer, Fensterbauer, Tischler oder auch den Bauunternehmer selbst. Diese werden in der Regel von uns begleitet, beim Aufmaß oder auch bei der Montage vor Ort. Sie vergeben also die Leistungen an uns. Natürlich liefern wir auch an den Bauelementehandel, allerdings weniger bei großen Objekten, sondern eher Produkte für den privaten Bereich, wie Wintergärten oder Terrassenüberdachungen. Dabei legen wir immer einen besonderen Wert auf geschulte Fachhändler, denn unsere faltbaren Verglasungen sind nicht vergleichbar mit einem klassischen Fenster. So sind beispielsweise die Toleranzen beim Einbau viel kritischer. Um unsere Qualitätsstandards zu gewährleisten, sind Schulungen zwingend erforderlich. Auch deshalb werden insbesondere große Baustellen von unseren Mitarbeitern begleitet, da man einfach die besonderen Eigenheiten der Solarlux-Systeme kennen muss.

| Gehen Sie so weit zu sagen, ich würde nicht liefern, wenn keine geschulten Leute vor Ort wären?

Das kommt darauf an. Also wir haben, wenn wir über den Wiederverkauf gehen, den Bauelementehandel. In diesem Umfeld haben wir ein Kundenbindungsprogramm, das sind unsere Quality-Partner – und die müssen tatsächlich unser Schulungsprogramm besuchen, sowohl Produkt-, Verkaufs-als auch Montageschulungen. Bei großen Modernisierungs- und Neubauprojekten ist das anders gelagert. In der Regel werden diese Objekte über Metallbauer abgewickelt, die wir direkt vor Ort begleiten. Ein Beispiel hierzu: Wir haben im vergangenen Jahr ein sehr umfangreiches Bauvorhaben mit vorgesetzter Konstruktion auf Rügen gehabt. Ein Projekt, bei dem wir ursprünglich nur unsere Produkte liefern sollten. Dennoch haben wir dort 14 Tage lang die Montage begleitet.

Das komplette Interview lesen Sie im Modernisierungsmagazin 04/2018!

Interview: Jörg Bleyhl

Quelle

Kommentieren Sie diesen Artikel