Quo vadis Messdienstleister

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In der Immobilienwirtschaft spielen die Messdienstleister eine wichtige Rolle. Die bedeutendsten Unternehmen Brunata-Metrona, Ista, Kalorimeta, Minol und Techem decken einen Großteil des Markts um die Kostenermittlung der Heizkosten ab. In den vergangen Jahren sind die Anforderungen an die Unternehmen deutlich gestiegen. Die fünf Marktführer haben darauf reagiert und sich den Anforderungen, die mit der Digitalisierung, Energiewende und dem gesellschaftlichen Wandel einhergehen, gestellt. In einer dreiteiligen Serie beleuchten wir die Entwicklung und die zukünftige Ausrichtung der Unternehmen.

Der erste Teil befasst sich auch mit der Unternehmensentwicklung. Teil zwei beleuchtet die Zusammenarbeit mit der Immobilienwirtschaft und der dritte Teil geht auf die Ziele der Messdienstleister in naher Zukunft ein. Die Befragung der Unternehmen fand im Mai 2019 statt.

 

Brunata-Metrona

Die Unternehmen der Brunata-Metrona-Gruppe mit ihren Zentralen in Hamburg, Hürth und München sind traditionell Familienunternehmen. Die Häuser Hamburg und München werden heute in dritter Generation durch die Eigentümer geführt. Brunata-Metrona Hürth ist seit 2003 Teil der Unternehmensfamilie GEW Köln AG. Unsere Kunden nehmen Brunata-Metrona als Gruppe wahr, die sich neben hoher Geschwindigkeit bei technologischem Fortschritt und Digitalisierung weiter dem Fokus auf Qualitätsführerschaft verschrieben hat. Dies eint auch die mittlerweile rund 1800 Mitarbeiter – 1999 waren es erst zirka 1000. Durch die Organisation in Regionen sind wir im wahrsten Sinne des Wortes nah am Kunden. Im Bereich Forschung und Entwicklung kooperieren die Häuser über ein gemeinsames Tochterunternehmen: Die Metrona Union verfügt über hohe Systementwicklungskompetenz bei der drahtlosen Übermittlung von Energieverbrauchswerten für Wärme, Wasser und Short-Range-Device-Sensorik. Das Unternehmen forscht seit Jahren in den Bereichen der automatisierten Verbrauchsdatenübermittlung und des Energieinformationsmanagements und veröffentlicht die Forschungsergebnisse.

Kalo

Kalo hat sich in den vergangenen Jahren vom klassischen Messdienstleister, der jährlich eine Abrechnung verschickt, zu einem digitalen Lösungsanbieter und integrativen Bestandteil der Wohnungswirtschaft und deren ERP-Anbieter gewandelt. Heute setzt Kalo konsequent auf digitale Prozesse, mit denen die Arbeit von Wohnungsunternehmen und Verwaltern einfacher und effizienter wird. Eine moderne, vernetzte Infrastruktur zur sicheren Erfassung und Fernübertragung von Messdaten bildet dabei die Basis für intelligente Analyse- und Abrechnungslösungen nah am Kunden. Kooperationen mit Unternehmen wie Domus und anderen Anbietern für die integrierte Abrechnung oder mit Betreibern von Online-Verwaltungsplattformen wie ETG24 oder dem jungen Start-up Immofred, gehören dabei ebenso zur Unternehmensstrategie wie der Ausbau eigener innovativer Lösungsangebote. Beispielhaft zu nennen ist hier der Rechnungsservice Kalo-Print sowie das Kalo-Kundenportal, die Bündelung von Smart- und Submetering über das Smart Meter Gateway oder Endanwendertools wie die Kalo-App Cards. Kalo verfolgt den Anspruch Wegbereiter für die intelligente, vernetzte Immobilie zu sein und durch die Digitalisierung seiner Dienstleistungen echte Mehrwerte zu schaffen. Als Premiumpartner des DDIV und Mitglied der AG Digitalisierung steht Kalo in engem Austausch mit Unternehmen wie Aareon, Inteligy und Casavi, um innovative Produkte und Kooperationen voranzutreiben, Kundenbedürfnisse noch besser zu bedienen und einen gemeinsamen Branchenstandard zu etablieren. Der Wandel zum Innovationstreiber und digitalen Lösungsanbieter lässt sich auch in der Veränderung von Mitarbeiter- und Führungsstruktur erkennen: So hat sich etwa die Zahl der IT-Mitarbeiter in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Beginnend in der Softwareentwicklung wird darüber hinaus Schritt für Schritt auf agile Arbeitsmethoden umgestellt, die es Kalo ermöglichen, Projekte effizienter und gleichzeitig kundenorientierter umzusetzen. Das Unternehmensmotto „einfach persönlicher“ hat Kalo dabei nie aus den Augen verloren. Dafür stehen 19 regionale Gebietsleitungen mit persönlichen Ansprechpartnern, der konsequente Verzicht auf Callcenter sowie eine Abrechnungsabteilung am Unternehmenssitz in Hamburg, die bei Rückfragen schnell und kompetent Auskunft geben kann. Zu den größten Veränderungen in jüngerer Zeit zählt die Eingliederung der Kalo in die Noventic Group. Unter dem Dach der 2017 neu geschaffenen Unternehmensgruppe profitiert Kalo vom direkten Wissensaustausch und dem Leistungsangebot seiner Schwesterunternehmen wie dem europaweit führenden Messgerätehersteller Qundis, der für modernste, interoperable Hardware Made in Germany steht oder dem dänischen App-Entwickler und Energieeffizienz-Start-up Keep-Focus. Mit PPC gehört darüber hinaus der Hersteller des ersten, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizieren Smart Meter Gateways zur Unternehmensgruppe. Das übergeordnete Ziel der Noventic Group: die klimaintelligente Steuerung von Immobilien.

Ista

Wir sind in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen, sowohl beim Umsatz als auch bei der Mitarbeiterzahl. Heute beschäftigen wir über 5500 Menschen in 24 Ländern. Mit mittlerweile 25 Millionen Connected Devices und 400.000 Gateways im Einsatz sind wir der Technologieführer der Branche. Auch in Zukunft wollen wir nachhaltig wachsen und unsere technologische Vorreiterrolle weiterausbauen. Unser Investor CK, eine familiengeführte Holding aus Hongkong, ist dafür der ideale Partner und bietet uns für die Zukunft beste Voraussetzungen. Die digitale Transformation ist dabei eine Aufgabe, die wir bei Ista gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern erfolgreich gestalten. Dafür bauen wir unsere Digital- und IT-Kompetenzen weiter aus. Neben der Mitarbeiterstruktur zeigt sich das auch auf der Führungsebene: Hier haben wir die Positionen des Chief Information Officer (CIO) und Chief Technology Officer (CTO) neu geschaffen und mit Karl Kornwolf sowie Achim Dicke zwei sehr erfahrene Manager für diese Aufgaben gewinnen können. Wir sind somit bestens aufgestellt, um unser Portfolio über die klassische Messdienstleistungen hinaus, durch neue digitale Geschäftsmodelle und Services zu erweitern. Wir gehen davon aus, dass sich die Branche stark verändern wird, neuer Wettbewerb ist jeden Tag spürbar. Wir gehen in diesem Veränderungsprozess vorne weg. Unser Ziel ist, die digitale Transformation zu nutzen, um Immobilien für unsere Kunden und deren Mieter nachhaltig wertvoll zu machen.

Minol

Minol hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Das Unternehmen ist längst nicht mehr nur Mess- und Abrechnungsdienstleister, sondern auch Dienstleister und Lotse für die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft. Zudem ist die Minol-Zenner-Gruppe deutlich expandiert und auf dem internationalen Submetering-Markt in die Top 3 gerückt. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 3700 Mitarbeiter. Sie wird in dritter Generation von der Familie Lehmann und weiteren Geschäftsführern geleitet. Hauptsitz von Minol ist Leinfelden-Echterdingen. Von Zenner ist der Hauptsitz in Saarbrücken. Die Minol-Zenner-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren besonders konsequent darauf ausgerichtet, ihre Kunden beim digitalen Wandel zu begleiten. Die Grundlage sind internetfähige Produkte, die Vernetzung der Produkte via IoT (Internet der Dinge) und darauf aufbauende, smarte Services für die Bewirtschaftung von Immobilien, Quartieren und Städten. Im Zuge der Digitalisierungsoffensive sind folgende Beteiligungen im IoT-Umfeld seit 2017 neu hinzugekommen: Zenner IoT Solutions, Zenner Connect, Smart-Makers, Zenner Hessware, Minol Zenner Connect und Sykosch. Auf diese Weise kann die Unternehmensgruppe ihren Kunden aus der Immobilien- und Energiewirtschaft heute alle IoT-Kompetenzen aus einer Hand anbieten: Zähler und Sensoren, die technische Infrastruktur zur Übermittlung der Daten, den Netzbetrieb, ein eigenes Rechenzentrum in Deutschland mit der höchsten Sicherheitsstufe, Cloud- und Softwareplattformen sowie Applikationen zur konkreten Nutzung der Daten. Allein 2019 stammen folgende Pionierleistungen von Minol: die erste installierte Kombination aus Smart Metering und Submetering (Immo Digital+), das erste Unternehmen der Branche mit eigener Netzbetreibergesellschaft (Minol Zenner Connect), das erste Branchenangebot von Elektromobilitäts- und Sharinglösungen speziell für die Wohnungswirtschaft (Minol Drive powered by GP Joule Connect) und das erste Angebot ergänzender IoT-Funktionen rund um die intelligente Verwaltung von Gebäuden (Minol Connect Insights).

Techem

Techem ist mit über 65 Jahren eines der ältesten Unternehmen am Markt und passt seitdem Technik und Service kontinuierlich an die sich verändernden Marktanforderungen an. Wir haben als kleines regionales Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet angefangen, als Messdienstleistung eine noch weitgehend unbekannte Dienstleistung war. Die Techem Gruppe ist heute weltweit in über 20 Ländern mit über 3500 Mitarbeitern aktiv und setzt regelmäßig neue Lösungen auf, die Energie in mehr als 11 Millionen Wohnungen in Immobilen einsparen helfen. Techem ist damit heute ein weltweit führender Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude, dessen Leistungen die Themen Energiemanagement und Ressourcenschutz, Wohngesundheit und Prozesseffizienz in Immobilien abdecken und Effi zienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wärme und Wasser in Immobilien abdecken. Die Produkte und Lösungen des Unternehmens vermeiden jedes Jahr rund 7 Millionen Tonnen CO2 und die durch Techem eingesparten Kosten für Brennstoff liegen mit bis zu 1,5 Milliarden Euro rund doppelt so hoch wie der Unternehmensumsatz. Moderne Funkrauchwarnmelder mit Ferninspektion und Leistungen rund um die Verbesserung der Trinkwasserqualität in Immobilien ergänzen das Lösungsportfolio für die Wohnungswirtschaft.

 

 

Brunata-Metrona

Vor über 25 Jahren hat Brunata-Metrona als erster Messdienstleister ein Funksystem für die Erfassung von Verbrauchswerten vorgestellt. Es gibt einige Sonderfälle, wo der Einsatz von Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip heute noch seine Berechtigung hat, aber mittlerweile ist die Funktechnologie längst Stand der Technik. Die Mehrzahl unserer Kunden sind neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen und begrüßen die Vorteile der Funkaus stattung Die anstehende Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie in nationales Recht wird diesen Prozess beschleunigen. Sie gibt vor, dass Erfassungsgeräte spätestens ab 2027 fernablesbar sein müssen.

Ista

Wir haben unsere Geräteinfrastruktur konsequent digitalisiert und sind heute bei der automatischen Fernauslesung der Wärmedaten führend. Der Anteil der Verdunster ist mittlerweile verschwindend gering. Auch weil unsere Kunden ausdrücklich wünschen, zur Funktechnologie zu wechseln. Die Vorteile von Funk liegen auf der Hand: Niemand muss mehr in die Wohnung, Ablesetermine und Wartezeiten entfallen. Das macht die Prozesse effizienter und mieterfreundlicher – und obendrein erhöht es die Datenqualität. Wir benötigen dazu weniger Geräte als der Wettbewerb, weil wir auf eine schlanke, effiziente und wirtschaftliche Infrastruktur setzen. Unsere digitalen Geräte sind batteriebetrieben und auch im Gebäudebestand schnell und einfach zu installieren. Das kommt bei Vermietern gut an: Letztes Jahr haben wir 35.000 Kunden angesprochen und auf die Vorteile der Funktechnologie mit Fernauslesung hingewiesen. Jeder Zweite entschied sich daraufhin, vollständig auf fernauslesbare Mess- und Verteiltechnik umzustellen. Für die Fernauslesung werden die modernen Mess- und Verteilgeräte in Verbindung mit unserer Kommunikationseinheit in unser Funksystem „symphonic sensor net“ eingebunden, das als einziges System auf dem Markt mit bidirektionaler Funktechnologie bis hin zu den Endgeräten arbeitet. Auf diese Weise kann jedes Gerät mit jedem anderen Gerät kommunizieren, was selbst unter schwierigen Bedingungen die Ablesung, Umprogrammierung oder Überprüfung der Komponenten aus der Ferne ermöglicht. Mit dem Internet of Things (IoT) werden sich die smarten Anwendungsfälle im Gebäude in absehbarer Zeit vervielfachen. Dabei haben wir natürlich alle Brückentechnologien im Blick, setzen aber bereits heute auf die Entwicklung einer IoT-fähigen Infrastruktur. Wir stellen dazu heute schon die Weichen, indem wir mit der Deutschen Telekom daran arbeiten, das Internet of Things auf Basis des neuen Kommunikationsstandards NB-IoT für den Gebäudebereich nutzbar zu machen. Unsere Kunden werden damit die Möglichkeit haben, perspektivisch aus einer Vielzahl von Anwendungsfällen auswählen zu können.

Kalo

Spätestens zum 1. Januar 2027 – so schreibt es die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) vor – sind sämtliche Messinfrastrukturen auf fernauslesbare Geräte umzurüsten. Dieses Datum markiert daher nicht nur das absolute Enddatum der Verdunster, sondern auch von allen elektronischen Messgeräten, die keine Fernablesung zulassen. Immobilienverwalter und Wohnungsunternehmen sind gut beraten, bereits jetzt auf Funk-Messgeräte zu setzen. Werden heute noch elektronische Heizkostenverteiler installiert, die keine Fernablesung ermöglichen, müssen diese spätestens 2026 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die batteriebedingte Lebensdauer von zehn Jahren wird somit unterschritten, was einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Deshalb sollte ein bevorstehender Austausch von Erfassungsgeräten unbedingt dazu genutzt werden, auf fernablesbare Technik umzurüsten. Für eine EED-konforme Fernablesung bietet Kalo seinen Kunden moderne AMR-Funktechnik (Automatic Meter Reading) im offenen OMS-Standard (Open Metering System). So entsteht eine interoperable und vernetzte Infrastruktur die Zukunfts- und Innovationssicherheit garantiert.

Minol

Die IoT-Funktechnologie steht bereit: Das neue Funksystem Minol Connect ist eine der modernsten Lösungen zur Fernablesung auf dem Markt. Das System beruht auf dem Internet der Dinge und ist ein sogenanntes Niedrigenergienetz mit hoher Reichweite. Nicht nur Zähler, auch viele weitere Sensoren in Gebäuden und Städten lassen sich in Minol Connect integrieren und auslesen. Das ist die Grundlage für Smart Home, Smart Building, Smart City und Smart Care. Aus fachlicher Sicht – also im Hinblick auf eine präzise und transparente Heizkostenabrechnung und den Nutzerkomfort – sind Verdunster längst überholt. Im Unterschied zu elektronischen (Funk-) Geräten, die ihre Verbrauchseinheiten klar auf dem Display anzeigen, sind die Röhrchen nur von Fachleuten ablesbar. Das erschwert eine Kontrollablesung durch die Hausbewohner und führt, wie auch die sogenannte Kaltverdunstung im Sommer, zu mehr Rückfragen an den Verwalter. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll es in ganz Europa keine manuelle Ablesung mit Zugang zur Wohnung mehr geben. Das schreibt die novellierte Energieeffizienz-Richtlinie (European Energy Directive, kurz EED) vor, die seit 25. Dezember 2018 in Kraft ist. Die EED schafft die Grundlage für mehr Verbrauchstransparenz, indem sie die Fernablesung zum Standard macht. Schon ab 25. Oktober 2020 sollen neu installierte Zähler und Heizkostenverteiler – unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit – fernablesbar sein. Verbrauchswerte sollen künftig mindestens einmal pro Monat erfasst und den Bewohnern bereitgestellt werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben bis zum 25. Oktober 2020 Zeit, die EED in nationales Recht umzusetzen.

Techem

Die novellierte Energieeffizienzrichtlinie sieht vor, dass ab dem 25. Oktober 2020 neu installierte Heizkostenverteiler sowie Wärme- und Wasserzähler fernauslesbar sein müssen. Der EU- Gesetzgeber will damit erreichen, dass eine kosteneffiziente, häufigere Bereitstellung von unterjährigen Informationen auch für Mieter möglich wird. Spätestens zum 1. Januar 2027 sollen dann alle bisher installierten Heizkostenverteiler entsprechend nachgerüstet beziehungsweise durch fernauslesbare Heizkostenverteiler ersetzt werden. Allerspätestens dann müssen also alle Verdunster aus den Wohnungen verschwunden sein. Techem sieht dies positiv, da an der Fernauslesbarkeit die Möglichkeit der Überlassung unterjähriger Verbrauchsinformationen gekoppelt ist. Gerade Verbrauchsinformationen ermöglichen den Endverbrauchern erhöhte Transparenz, wodurch sie sich noch effizienter verhalten und ihren Energieverbrauch verringern können. Außerdem bietet nur Funkauslesung die Möglichkeit, auf Basis aktueller Informationen weitere Energieeffizienzpotenziale zu heben, zum Beispiel durch eine permanente, automatische Optimierung der Vorlauftemperatur. Wir treiben Funktechnologie darum schon seit vielen Jahren voran, haben heute schon einen Funkanteil von rund 70 Prozent und verbauen Verdunster nur noch auf expliziten Kundenwunsch. Technologisch sind wir also schon heute auf die EED vorbereitet. Was unter fernauslesbar zu verstehen ist, überlässt die Richtlinie allerdings den Mitgliedstaaten. Neben stationär-funkfernauslesbar sind dabei auch noch Walk-by oder Drive-by als fernablesbare Möglichkeiten denkbar. Gerade da unterjährige Informationen für Endnutzer aus Gründen der Kosteneffizienz an fernauslesbare Geräte anknüpfen, kann man nur hoffen, dass Deutschland aus den gleichen Kosteneffizienzgründen nur fernauslesbare Geräte als stationär-funkfernauslesbar auslegt, damit tatsächlich keine Anfahrt mehr nötig ist.

 

 

Brunata-Metrona

Bei Rauchwarnmeldern hat die Sicherheit der Wohnungsnutzer oberste Priorität. Daher vertreiben wir ausschließlich Geräte mit dem Q-Label für besonders hohe Qualität. Wie bei der Verbrauchserfassung setzen wir auch bei Rauchwarnmeldern seit Jahren auf Funktechnologie. Daher begrüßen wir es, dass die Neufassung der DIN 14676 Klarheit geschaffen und Regeln für die Ferninspektion festgelegt hat. Bei der Trinkwasseranalyse arbeitet die Brunata-Metrona-Gruppe mit einem Netzwerk an akkreditierten beziehungsweise zertifizierten Partnern zusammen. Viele Kunden schätzen die Tatsache, dass sie für diese Dienstleistung auf ihren bewährten Partner für die Heizkostenabrechnung zurückgreifen können und von uns alles aus einer Hand bekommen. Das gilt auch für weitere Leistungen, wie den Energieausweis oder die Verbrauchsanalyse.

Ista

Mietersicherheit ist eine wesentliche Aufgabe des Gebäudemanagements. Wir wollen die Prozesse dahinter für Bewohner und Vermieter effizient und angenehm gestalten. Wir bringen dafür die notwendige Technik- und Prozesserfahrung mit. Deswegen sind wir sowohl bei der Trinkwasseranalyse als auch bei Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern seit Jahren einer der führenden Anbieter in Deutschland. Wir denken die Mietersicherheit im Gebäude ganzheitlich und digital. Sie ist daher ein wichtiger Teil unserer Funkinfrastruktur, die zum Beispiel die komfortable Fernwartung von Rauchwarnmeldern erlaubt. In Kürze werden wir einen neuen Rauchwarnmelder-Typ einführen, der eine Weiterentwicklung unseres bisherigen Angebots ist und noch mehr digitale Features auf sich vereint.

Kalo

Neben intelligenten Abrechnungslösungen für die Heiz- und Betriebskosten basierend auf einer EED-konformen, zukunftssicheren Funk-Infrastruktur, hat auch Kalo sein Portfolio seit einigen Jahren um Trinkwasseranalysen und einen rechtssicheren Rauchwarnmelder-Service ausgebaut. Hinzu kommt außerdem die Wartung von Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung. Mit der Möglichkeit, die Verbrauchsdatenerfassung in Immobilien über das hochsichere Smart Meter Gateway abzubilden und mit dem Smart Metering zu verknüpfen, hat Kalo darüber hinaus ein besonders innovatives Angebot am Markt. Darauf aufbauend bietet Kalo mit seiner App Cards weitere Mehrwerte. Auf Knopfdruck stellt sie dem Bewohner alle Verbrauchsdaten der eigenen Wohnung in übersichtlichen Grafiken zur Verfügung. Der Nutzer hat weiterhin die Möglichkeit, seine Verbrauchswerte den Durchschnittswerten vergleichbarer Wohnungen gegenüberzustellen und unterstützt von passenden Energiespartipps, seinen Verbrauch zu optimieren. Diese Entwicklungen markieren allerdings erst den Anfang. Gemeinsam mit Partnern arbeitet Kalo daran, die Mehrwerte für die Wohnungswirtschaft stetig auszubauen – beispielsweise im Bereich der Heizungssteuerung oder mit sogenannten Active Assisted Living-Anwendungen, die es älteren Menschen ermöglichen, länger ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu führen.

Minol

Minol bietet beispielsweise einen Rauchwarnmelder-Service, die Legionellenprüfung des Trinkwassers und die Erstellung von Energieausweisen an. Rauchwarnmelder von Minol lassen sich, wie auch die Messtechnik und weitere Sensoren im Gebäude, in das IoT-Funksystem Minol Connect integrieren und so aus der Ferne auf ihre Funktion überprüfen. Das Unternehmen legt seinen Fokus darauf, all diese und weitere Services in ein digitales Gesamtkonzept einzubinden, so dass über eine übergreifende Plattform alle Informationen für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Techem

Im Bereich Wohngesundheit bietet Techem schon heute Rauchwarnmelder-Services mit Funkferninspektion und diverse Lösungen zur Trinkwasseraufbereitung. Gerade im Bereich Trinkwasser hat Techem seine Services in den vergangenen Monaten erweitert und sich neue Leistungen zum Schutz vor Verkalkung und Korrosion in Mehrfamilienhäusern erschlossen. Weitere, zukünftige Tätigkeitsfelder könnten in der Verbesserung des Raumklimas, in Schimmelprävention oder Angeboten rund um altersgerechtes Wohnen (AAL) liegen. Schließlich plant Techem, seine Erfahrung zu nutzen, um die Immobilienwirtschaft auf dem Weg zur Digitalisierung von Standardprozessen zu unterstützen, wie es bereits jetzt im Bereich der Heiz- und Nebenkostenabrechnungen passiert.

Fotos: DDRockstar/Fotolia, Dieter Schütz/Pixelio.de, Martin Gapa/Pixelio.de, photophonie/Fotolia, Kurt Michel/Pixelio.de, Carsten Jünger/Pixelio.de

Quelle

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