Baltics Haus in Hamburg: Ein Phönix erstrahlt in Weiss

0

Stilvoll, dezent zurückhaltend und qualitätsvoll – kurz: hanseatisch. So könnte man das Baltic-Haus in Hamburg beschreiben. Mitten im Stadtzentrum, unweit von Rathaus, Hauptbahnhof und Binnenalster gelegen, fügt sich das vom Elmshorner Architekturbüro GRS Reimer Architekten entworfene Gebäude an der Ecke der Straßen Brandsende und Raboisen harmonisch in die Nachbarbebauung ein.

Das Büro- und Geschäftshaus wurde im Oktober 2016 fertiggestellt und verfügt auf sieben Ebenen über eine Nutzfläche von insgesamt etwa 1745 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befindet sich ein Restaurant. Darüber kragen vom ersten bis zum fünften Obergeschoss auf insgesamt 1225 Quadratmetern die Ebenen mit den Büroflächen aus. Pro Einheit verfügen sie über einen kompakten Sanitärkern mit integrierter Pantry und frei gestaltbaren, offenen Grundrissen. Zum Wohnen ist das beidseitig zurückversetzte oberste Stockwerk mit Dachterrasse vorgesehen. Die Erschließung der oberen Stockwerke erfolgt über den Eingang in Brandsende.

Das Geschäftshaus verfügt über etwa 1745 Quadratmeter Nutzfläche. Eine Dachterrasse befindet sich im obersten, zurückgestaffelten Geschoss.

Ein Keller dient als Lagerraum, für die technische Gebäudeausrüstung und als Fahrradstellfläche. Die Kubatur des Gebäudes schafft gekonnt Verbindungen zur umgebenden Bebauung. Ihr passten die Architekten zum einen die Traufhöhen des Baltic-Hauses an. Zum anderen orientiert sich die Gestaltung am diagonal gegenüberliegenden Keramikhaus. Die Fassade mit abgerundeter Ecke, Fenster mit starkem Bandcharakter und ein zurückgestaffeltes, oberstes Geschoss wurden als prägende Merkmale zitiert, aber eigenständig umgesetzt. „Da in der benachbarten Bebauung des Quartiers massive Fassaden mit Lochfenstern dominieren, haben wir die Bandwirkung der Fassade über vorgesetzte Rahmen durchbrochen. Durch die Tiefe der Profile wird in der Schrägansicht der Straßenflucht der Glasanteil der Fassade optisch reduziert“, so Christoph Kruse, Leiter Projektmanagement bei GRS Reimer Architekten.

Die vorgesetzten Rahmen bestehen aus eigens für das Baltic-Haus angefertigten, stranggepressten Profilen, in die Aufnahmen für die absturzsichernde Verglasung und die Führungsschienen des Sonnenschutzes integriert sind. Im Erdgeschoss wird die Bandwirkung der Glasfront nur durch zarte Profile unterbrochen. Damit ermöglichen die Architekten freie Durchblicke in das Restaurant und aus dem Gebäude hinaus in den Straßenraum. Das Vordach, die horizontalen Fassadenbänder und deren vertikale Fortführungen an der Nachbarbebauung sowie die vorgesetzten Fensterrahmen wurden vom Spezialisten für die Beschichtung von Aluminiumbauteilen in der Fassade, HD Wahl, in Duraflon-Phönixweiß beschichtet.

In der Herstellung der Nasslackbeschichtung auf Fluorpolymerbasis wird zunächst eine reinweiße erste Schicht aufgebracht, darauf folgt eine zweite Klarlackschicht, die über ihre komplette Schichtstärke mit Metallicpartikeln versetzt ist. Die in die glänzende Oberfläche eingebetteten Metallicpigmente ergeben zusammen mit der Helligkeit der weißen Grundschicht eine bewegte, diffuse Reflexion mit ausgeprägter Tiefenwirkung. Im Zusammenspiel mit der jeweiligen Umgebungsbeleuchtung erscheint sie von Brillantweiß bis hin zu Silbrigglitzernd. Die dominanten Fassadenbänder des Baltic-Hauses erhalten dadurch einen weichen Schimmer. Neben optischen erfüllt die Beschichtung auch eine Reihe funktionaler Ansprüche, die für die Qualität der Fassaden ausschlaggebend sind. Durch hohe Wetterfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit schützt Duraflon die Metallbauteile der Fassaden des Hauses langfristig vor ungünstigen Umwelteinflüssen: Farbgebung und Glanz werden in ihren Feinheiten auch in Zukunft erhalten bleiben. Dank der Easy-to-clean-Technologie von Duraflon werden zusätzlich die Unterhaltskosten für das Gebäude minimiert. Nicht zuletzt der Einsatz nachhaltiger Baumaterialien wie Duraflon wurde beim Baltic-Haus schon während der Bauphase anerkannt.

Von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen wurde das Gebäude mit einem Vorzertifikat in Silber ausgezeichnet. Die Bewertung von Kriterien wie ökologische, technische, ökonomische oder soziokulturelle und funktionale Qualität ergaben für das Baltic-Haus eine Gesamtnote von 1,63. www.hdwahl.de

 

Projektdaten Baltic-Haus, Hamburg

Fertigstellung: Oktober 2016
Architekt: GRS Reimer Architekten, Elmshorn
Oberfläche: außen Duraflon Phönixweiß, innen Pulverbeschichtung DB 703, ausgeführt von HD Wahl GmbH, Jettingen-Scheppach

 

Quelle

Kommentieren Sie diesen Artikel