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    Start»Namen und Nachrichten»Bauhauptgewerbe im Mai: Auftragseingang zieht an. Wohnungsbau bleibt enttäuschend
    Bild: Tyli Jura auf Pixabay

    Bauhauptgewerbe im Mai: Auftragseingang zieht an. Wohnungsbau bleibt enttäuschend

    3. August 2026 Namen und Nachrichten, News

    Das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) in Deutschland hat den Mai 2026 laut Statistischem Bundesamt mit einem leicht erhöhten Umsatz abgeschlossen. Auch der Auftragseingang zieht an, in den Sparten jedoch nicht einheitlich: Während der Öffentliche Bau prozentual kräftig zulegte, gingen im Wohnungsbau und im gewerblichen Bau deutlich weniger neue Aufträge ein.

    Gegenüber dem Vorjahresmonat legte demnach der Umsatz im Mai um 2,4 Prozent zu (real 2,1 Prozent). Der Auftragseingang stieg um 4,5 Prozent (real +3,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai lag der Umsatz nominal bei plus 0,6 Prozent, der Auftragseingang bei nominal plus 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Wohnungsbau verliert wieder an Schwung

    Noch im April sah es nach einer Trendwende aus: Umsatz (+ 7,1 Prozent) und Auftragseingang (+ 8,9 Prozent) im Wohnungsbau legten gleichermaßen zu. Im Mai ist davon wenig übrig. Zwar wuchs der Umsatz erneut um 2,7 Prozent, doch die Auftragseingänge brachen um -1,9 Prozent ein. Vor allem die weiterhin schwierige Finanzierung schreckt Bauherren ab.

    Hierzu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe: „Der positive Umsatz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wohnungsbau weiter unter Druck steht, denn er wird derzeit noch vom Auftragsbestand getragen. Wie fragil die Gesamtentwicklung ist, zeigt der Rückgang beim Auftragseingang. Von einer nachhaltigen Erholung kann keine Rede sein.

    Eine Ursache hierfür sind die schwierigen Finanzierungsbedingungen, die Investoren verunsichern. Auch die Haushaltsplanung des Bundes gibt bisher keine Planungssicherheit: Der Bund plant laut Kabinettsbeschluss für 2027 sogar weniger Fördermittel für den Neubau als im laufenden Jahr. Lediglich der soziale Wohnungsbau soll mehr Geld erhalten. Hier muss dringend nachgebessert werden.“

    Keine breite Investitionswende im öffentlichen Bau

    Der Auftragseingang im öffentlichen Bau schnellte im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um nominal 22,7 Prozent nach oben, seit Jahresbeginn liegt das Plus bei nominal 7,2 Prozent. Der starke Anstieg dürfte unter anderem auf einzelne Großprojekte zurückzuführen sein. Der Umsatz selbst stagnierte.

    Pakleppa: „Die Betriebe sehen derzeit noch keinen signifikanten Aufwuchs in ihren Auftragsbüchern. Das Infrastruktur-Sondervermögen ist bislang noch nicht flächendeckend angekommen. Das Plus bei den Auftragseingängen resultiert neben einzelnen Großprojekten im öffentlichen Bau auch aus einem sehr niedrigen Vorjahresmonat. Umso wichtiger ist es jetzt, dass mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz die Planungs- und Genehmigungsverfahren spürbar schneller werden – sonst verpuffen die zusätzlichen Mittel im Verwaltungsstau. Die Bauunternehmen stehen bereit, jetzt müssen die politischen Rahmenbedingungen die notwendigen Investitionen ermöglichen.“

    www.zdb.de

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