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    Start»Modernisierung»Namen und Nachrichten»Wohnungswirtschaft legt konkrete Vorschläge zum Klimaschutzprogramm vor
    Axel Gedaschko, Präsident des GdW © Ritter Consult

    Wohnungswirtschaft legt konkrete Vorschläge zum Klimaschutzprogramm vor

    20. Januar 2026 Namen und Nachrichten, News

    Letzte Woche endete die Frist für die Stellungnahmen zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat eine öffentliche Stellungnahme mit konkreten Vorschlägen eingereicht.

    Dazu erklärt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW:

    „Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft steht fest zu den Klimazielen. Klimaschutz im Gebäudesektor muss jedoch realistisch, sozial ausgewogen und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden.

    Wir sprechen uns gegen politischen Druck aus, die Sanierungsrate zu erhöhen. Denn Systemanalysen zeigen: Bei Fortführung der heutigen Sanierungsrate sind die Gesamtkosten für Energie- und Gebäudesystem geringer als bei einer künstlich beschleunigten Sanierung. Stattdessen schlagen wir ein Vorgehen nach dem Praxispfad CO₂-Reduktion im Gebäudesektor vor.

    Konkret sollte die BEG-Förderung konsequent auf Einzelmaßnahmen ausgerichtet werden, statt weiter teure Effizienzhausstandards zu fördern. Maßnahmen an der Gebäudehülle sollten mit einem Zuschuss von 30 Prozent unterstützt werden. Bei baulichen Einzelmaßnahmen wäre eine Orientierung am bisherigen EH85-Standard ratsam. Zugleich brauchen wir eine zehnjährige Verstetigung der BEG-Mittel im Klimatransformationsfonds, um Planungssicherheit für langfristige Investitionen zu gewährleisten. Ergänzend fordern wir eine Experimentierklausel im Gebäudemodernisierungsgesetz, die CO₂-Bilanzansätze für ganze Wohnungsbestände als alternative Erfüllungsoption ermöglicht.

    Soziale Balance ist zentral: Für besonders ineffiziente Gebäude mit hohem Anteil einkommensschwacher Mieter sollte ein zusätzlicher Förderbonus eingeführt werden. Förderprogramme zur sozialen Flankierung der Wärmewende müssen auch Wohnungsunternehmen offenstehen.

    Damit die Wohnungswirtschaft die notwendigen Investitionen finanzieren kann, müssen die mietrechtlich starren Umlagegrenzen reformiert und verlässliche Förderstrukturen geschaffen werden. Zudem sollten etablierte Lösungen wie Mieterstrommodelle und Kundenanlagen rechtlich gestärkt werden, da sie lokale Energieversorgung fördern, Stromnetze entlasten und Mieter direkt entlasten.

    Unser Appell lautet daher: Verlässlichkeit, Planbarkeit und soziale Balance sind der Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz im Gebäudebereich und für die Akzeptanz in der Gesellschaft.“

    www.wohwi.online

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