Die Bundesregierung stockt die Förderung für Neubauten im Effizienzhausstandard 55 Plus um 250 Millionen Euro auf. Nach Angaben des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) kann das Programm dadurch bis zum Ende des Jahres 2026 fortgeführt werden. Der Verband begrüßt die Entscheidung als Signal für mehr Verlässlichkeit und verbindet sie mit der Erwartung, bereits genehmigte Wohnungsbauvorhaben schneller in die Umsetzung zu bringen.
Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem Projekte erreichen, deren Planung und Genehmigung abgeschlossen sind, die wegen hoher Bau- und Finanzierungskosten aber bislang nicht realisiert wurden. Aus Sicht des GdW kann eine verlässliche Förderung Investitionen erleichtern und die vorhandene Projektpipeline aktivieren. Angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum komme es darauf an, baureife Vorhaben tatsächlich zu starten.
GdW-Präsident Axel Gedaschko bewertet die Aufstockung deshalb als gute Nachricht. Zugleich warnt der Verband vor häufigen Unterbrechungen oder kurzfristigen Änderungen. Wohnungsunternehmen benötigten stabile Konditionen, um Finanzierung und Bauablauf kalkulieren zu können. Der GdW fordert daher, die Förderung auch über den Jahreswechsel hinaus ausreichend auszustatten.
Für Projektentwickler und Wohnungsunternehmen bedeutet die Entscheidung zunächst mehr Spielraum bis Ende 2026. Ob ein Vorhaben förderfähig ist und welche Konditionen gelten, muss anhand der aktuellen Programmbedingungen und vor Vorhabenbeginn geprüft werden. Die Aufstockung beseitigt zudem nicht weitere Neubauhemmnisse wie Grundstückskosten, Zinsen, Baupreise und langwierige Verfahren.
Die Meldung gibt die Bewertung des GdW wieder. Maßgeblich für Anträge bleiben die offiziellen Förderbedingungen der zuständigen Förderbank. Für den Wohnungsbau ist neben der zusätzlichen Summe entscheidend, ob der Bund rechtzeitig Klarheit über die Finanzierung ab 2027 schafft.
Quelle: GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen

