Mit Solaranlagen die Energiebilanz verbessern

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Ob Wärmedämmung, neue Fenster, effiziente Heizungsanlagen oder erneuerbare Energien: Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, hat eine Vielzahl an Möglichkeiten und kann eine ganze Reihe an Fördermöglichkeiten nutzen. Sie werden sowohl vom Bund und den Ländern als auch von Kommunen und Energieversorgern gewährt. Teilweise kann man die verschiedenen Programme miteinander kombinieren, die zum Beispiel die Sanierung zum Effizienzhaus, thermische Solaranlagen und Wärmepumpen sowie Fotovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge bezuschussen. Bevor Wohnungsunternehmen mit einer Energiesparmaßnahme starten, sollten sie sich auf jeden Fall umfassend informieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert in vielen Fällen die Einbeziehung eines Sachverständigen, sofern er auf der KfW-Expertenliste steht. Die Kontaktdaten von Energieberatern findet man zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

| Vom Mieterstromzuschlag profitieren

Im Handumdrehen installiert: die kompakten Speichersysteme

Für Fotovoltaikanlagen bis 40 Kilowatt Leistung werden erhöhte Einspeisetarife gezahlt. Außerdem gibt es zinsgünstige Darlehen von der KfW. Für Anlagen bis 100 Kilowatt gibt es seit dem 25. Juli 2017 das Mieterstrommodell. Durch diese Förderung sollen Mieter von den Vorteilen der Energiewende profitieren. Weil bei diesem Konzept Netzentgelte, netzseitige Umlagen, die Stromsteuer und Konzessionsabgaben entfallen und es außerdem einen Zuschlag gibt, der sich am Erneuerbare-Energien-Gesetz orientiert, können Mieter den Strom günstiger als Netzstrom beziehen. Zudem macht man sich unabhängiger von steigenden Preisen der Energieversorger und kann seine Mieter am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligen. Die Höhe des Zuschlags wird aktuell im Rahmen eines neuen Gesetzes überarbeitet, das ab 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Der von den Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet.

Zunächst sollten Hausbesitzer allerdings prüfen, ob ausreichend Dachfläche zur Verfügung steht und das Dach hinsichtlich seiner Statik für den Bau einer Solaranlage geeignet ist. Dabei muss man auch die Schnee- und Windlasten berücksichtigen und die Ausrichtung prüfen. Bei einer nach Süden ausgerichteten Solaranlage sind die Spitzenerträge in den Mittagsstunden sehr hoch. Eine nach Osten und Westen ausgerichtete Solaranlage startet dagegen morgens früher mit der Stromproduktion und produziert bis in die Nachmittagsstunden Sonnenenergie. Dadurch liefert sie insgesamt einen höheren Ertrag und produziert gleichmäßiger über den Tag verteilt Strom, was dem Eigenverbrauch zugute kommt. Durch Nachbargebäude und Bäume dauerhaft verschattete Dachflächen müssen bei der Belegung mit Solarmodulen ausgespart werden, denn hier wäre der Energieertrag zu gering.

Für den ersten Überblick über die zu erwartenden Erträge sorgen Solarrechner, die von einigen Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Planung erledigt der Installationsbetrieb, von dem man sich im Vorfeld unbedingt Referenzen zeigen lassen sollte. Außerdem sollte man darauf achten, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und die Hersteller möglichst lange Produkt- und Leistungsgarantien gewähren. Der Installationsbetrieb sollte auf Solarenergie spezialisiert sein und neben einer kostenlosen Beratung, die auch Fördermöglichkeiten einschließt, einen Wartungsvertrag anbieten. Dann werden Fehler direkt erkannt und behoben, was dauerhaft hohe Erträge garantiert.

| Den Eigenverbrauch maximieren

Will man den Eigenverbrauch maximieren, sollte die Größe der Solaranlage auf den Energiebedarf des Wohngebäudes abgestimmt sein. Eine Möglichkeit zur tageszeitunabhängigen Nutzung der selbst erzeugten Energie ist die Installation eines Stromspeichers. So kann man den Eigenverbrauch auf bis zu 75 Prozent erhöhen. Weil sich der Energiebedarf ändern kann, machen modular erweiterbare Speichersysteme Sinn. Steigt der Bedarf, wird ohne weitere Umbaumaßnahmen einfach ein zusätzliches Gerät installiert.
Dabei sind Speicher nicht nur für Betreiber neuer Fotovoltaikanlagen interessant. Auch der Weiterbetrieb von Altanlagen, die nur noch bis Ende 2020 die Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten, macht bei einem hohen Eigenverbrauch am meisten Sinn.

Neben einer guten Effizienz sollte man bei Stromspeichern auf eine lange Lebensdauer, hohe Produktgarantien und ein integriertes Energiemanagementsystem achten. Es überwacht und regelt das System und sorgt dafür, dass die Leistungsfähigkeit des Speichers erhalten bleibt und die Erträge maximiert werden. Neben ÜberwachungsSoftware für den PC bieten einige Unter nehmen Apps für die Steuerung und Visualisierung der Fotovoltaikanlage, des Batteriespeichers und der Netzeinspeisung an.

| 100 Prozent Autarkie

Mit einer sogenannten Cloud kann man den Eigenverbrauch von Wohngebäuden auf bis zu 100 Prozent erhöhen. Bei diesem Konzept wird überschüssiger Solarstrom, den der Speicher nicht mehr fassen kann, in einer externen, virtuellen Energiewolke gespeichert. Wer sich an der Cloud beteiligt, kann den Strom später wieder abrufen und sich daher auch nachts, an bewölkten Tagen oder im Winter mit selbst erzeugtem Sonnenstrom versorgen. Außer einem fixen Monatsbeitrag für die Cloud fallen keine weiteren Kosten an. Hat man am Jahresende mehr Strom eingespeist als im Tarif vorgesehen, bekommt man die Differenz zum vertraglich festgesetzten Einspeisetarif ausgezahlt. Sollte der Stromverbrauch über der abgestimmten Paketgröße liegen, wird der zusätzlich genutzte Strom gesondert gemäß den vertraglich vereinbarten Konditionen abgerechnet.

 

Energielösungen vom Technologieführer

Hanwha Q-Cells gehört zu den weltweit führenden Solarunternehmen und entwickelt in seinem hauseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Thalheim (Sachsen-Anhalt) kontinuierlich neue Energielösungen für private und gewerbliche Anwendungen. Produktgarantien von bis zu zwölf Jahren und Leistungsgarantien von bis zu 25 Jahren bieten Hauseigentümern maximale Sicherheit. Das mehrstufige Qualitätsprogramm geht weit über die Standardtestanforderungen für Solarmodule hinaus und wurde vom unabhängigen VDE-Institut zertifiziert.
Neben leistungsstarken Solarmodulen bietet das Unternehmen unter der Marke Q-Cells Unterkonstruktionen für Schräg- und Flachdächer, kompakte, skalierbare Stromspeicher mit Kapazitäten von 3,6 bis 20 Kilowattstunden sowie die passenden Apps und Software-Lösungen für die Steuerung und Überwachung an. Anfang 2019 bringt das Unternehmen einen virtuellen Stromspeicher auf den Markt.

 

Diplom-Ingenieurin Madlen Apel, 28, beschäftigt sich seit ihrem Studium Nachhaltige Energien mit dem Schwerpunkt Halbleiterbasierte Energiewandlung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg intensiv mit dem Thema Fotovoltaik. Sie ist Leiterin des Bereichs Solarsysteme für Privathaushalte und Industriekunden bei Hanwha Q-Cells und ausgewiesene Expertin für die Entwicklung maßgeschneiderter Fotovoltaiksysteme für private Endkunden.

www.q-cells.de
Madlen Apel, Hanwha Q-Cells

Fotos: Q-Cells

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