Kermi in der Wohnungswirtschaft: Zehn Fragen an Leiter Key Account Markus Kolitsch

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1. | Was macht Kermi für den Bereich Wohnungswirtschaft?

Die Bau- und Wohnungswirtschaft ist eine wichtige Zielgruppe für uns, die stets sehr konkrete Anforderungen an die Hersteller hat. Deshalb ist es essentiell, auf diese Wünsche einzugehen und die Branche aktiv bei der Entwicklung der Produktlösungen mit einzubeziehen. Dabei ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu werden, dass in der Bau- und Wohnungswirtschaft Wohnraum gebaut oder vermietet wird – das hat natürlich sehr stark mit Emotionen zu tun. Beispielsweise mit patentierten Energieeinsparprodukten können wir hier einen Beitrag leisten. Selbstverständlich ist uns aber auch die Sicht als Auftraggeber wichtig, um zum Beispiel bei Neubau oder Modernisierung durch Schnittstellenoptimierung Kosten zu vermeiden.

2. | Inwiefern sind die Produkte von Kermi für die Bau- und Wohnungswirtschaft interessant?

Unsere größte Unterscheidung ist sicherlich, dass wir Hersteller eines kompletten Wärmesystems sind. Also von der Wärmeerzeugung, Speicherung, Regelung, der Übertragung der Wärme bis hin zur kontrollierten Wohnraumlüftung. Das bietet natürlich Vorteile. Neben der Energieeinsparung durch abgestimmte Systeme liegt unser Mehrwert außerdem in der Planungsunterstützung aus einer Hand. Dazu kommt unser flächendeckender Service, der das komplette Wärmesystem begutachtet und direkt vor Ort helfen kann – quasi ein Servicemitarbeiter für das komplette System.

3. | Welche Produkte bieten einen konkreten Mehrwert im Falle einer Renovierung?

Bei Modernisierungsmaßnahmen wird häufig der energetische Gebäudezustand verbessert. Genau hier setzen wir an: Zum Beispiel mit einem Energiesparheizkörper, der speziell für die Modernisierung im Bestand geeignet ist. Wir sind der Meinung, dass dies der Heizkörper für die Wohnungswirtschaft ist.

4. | Wo sehen Sie die größten Probleme, die es in der Branche noch zu beheben gilt?

Auf der einen Seite ist der Sanierungsstau in vielen Bestandsgebäuden ein großes Problem, auf der anderen Seite der fehlende Neubau in Ballungszentren.

5. | Haben Sie dafür Lösungen?

Die Anforderungen sind dabei sehr unterschiedlich, auch in Bezug auf unser Produktportfolio. Handelt es sich um hochwertigen Wohnraum für den Verkauf oder um Vermietung im sozialen Wohnbau? Wir decken die gesamte Bandbreite von preiswerten Energiesparheizkörpern über komplette Wärmesysteme von der Wärmeerzeugung bis hin zur kontrollierten Wohnraumlüftung ab. Auch die Themen Energiemanagement und Smart Home bieten wir seit diesem Jahr an.

6. | Inwiefern geht Kermi mit seinen Produkten speziell auf den Neubau bzw. die Renovierung und Sanierung ein?

Der Sanierungsbedarf ist hoch, auch bei unserer Produktpalette haben wir das natürlich im Fokus. So gibt es Sanierungssysteme für die Fußbodenheizung mit einer Aufbauhöhe von 20 Millimetern oder spezielle Heizkörper ohne Wandstemmarbeiten, an die die alten Nabenanschlüsse passen. Die Anforderungen an den Neubau sind natürlich wieder andere. Hier sind die zentralen Stichworte Energiesparen, Nutzung von regenerativen Energien, Vernetzen von Systemen und Smart Home, um ein paar unserer Produktlösungen zu nennen.

7. | Inwiefern äußert sich der derzeitige Megatrend „Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft“ in den Produkten oder dem Management von Kermi?

Wir sind der Meinung, dass vor allem Smart Home-Lösungen in Zukunft immer wichtiger werden. Große Bedeutung haben hier der Komfort und natürlich auch die Energieeinsparung. Dies sehen wir in Zukunft auch in der Bau- und Wohnungswirtschaft. Bereits dieses Jahr haben wir unser eigenes Smart Home-System auf den Markt gebracht. Durch die intelligente Vernetzung und selbstständige Steuerung unserer Systeme können hier deutliche Energieeinsparpotenziale gehoben werden. Natürlich ist unser Smart-Home-System komplett offen, sodass auch Komponenten anderer Hersteller in unser System eingebunden und gesteuert werden können. Dies ermöglicht eine Früherkennung und Vermeidung von Schäden, wie die aktive Meldung von defekten Ablesegeräten, zu hoher Luftfeuchtigkeit oder bei zu hohen Verbräuchen.

8. | Was war das bislang interessanteste Projekt, bei dem Kermi Produkte eingebaut wurden?

Sehr interessant, wenn auch nicht direkte Bau- und Wohnungswirtschaft, war die Ausstattung des Forschungszentrums Neumayer 3 Antarktis mit unseren Energiesparheizkörpern.  Die Antarktis-Station macht das Forschen und Wohnen in einem Gebäude möglich. Hier soll die deutsche Polarforschung für die nächsten 25 bis 30 Jahre fortgesetzt werden.

9. | Seit wann sind Sie bei Kermi?

Ich habe 2003 bei Kermi angefangen. Die ersten Jahre habe ich die Objektabteilung geleitet. In meiner Verantwortung waren alle Großprojekte in Deutschland. Seit 2013 betreue ich als Key Account Manager die Bau- und Wohnungswirtschaft.

Seit 2016 bin ich zum Leiter Key Account WoWi ernannt worden. Unser Ziel ist es, die direkte Betreuung der Bau- und Wohnungswirtschaft durch eigenes Personal noch zu intensivieren. Dazu sollen regionale Key Account Manager eingesetzt werden. Die Region West beispielsweise verstärkt seit Anfang September Key Account Uwe Bosbach. Unter seinen Zuständigkeitsbereich fallen damit NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die persönliche Betreuung möchten wir auch weiterhin stärken und flächendeckend für andere Regionen ausbauen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es in erster Linie wichtig, weiter in Personal investieren und so den Ausbau des Key Account Managements für den Bereich Bau- und Wohnungswirtschaft voranzutreiben.

10. | Welche Aufgaben fallen unter Ihren Bereich?

Ich betreue mit meinem regionalen Key-Account ausschließlich die Bau- und Wohnungswirtschaft. Nur im direkten Gespräch können wir in Erfahrung bringen, was diese Branche bewegt und wo wir mit unseren Produktlösungen ansetzen können. So entwickeln wir auch spezielle, maßgeschneiderte Produkte, wie unser Sanierungssystem für die veralteten Einrohr-Heizungsanlagen, die auf die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft abgestimmt sind. Diese Anlage haben wir nach Analyse der Anforderungen gemeinsam mit einem Wohnungswirtschaftsunternehmen auf der Baustelle konzipiert und so einen Problemlöser geschaffen, der Energie spart.

Natürlich sind wir auch bei den Branchenverbänden aktiv, um hier zum Beispiel in den Arbeitskreisen mitzuwirken oder zu netzwerken. Besonders spannend finde ich es jedoch, wenn wir die Bau- und Wohnungswirtschaft in unserer Firmenzentrale in Plattling begrüßen dürfen, um die Produktion zu zeigen und über wichtige Neuerungen, zum Beispiel zu Normen, schulen dürfen. Das verstehe ich unter persönlicher Kundenbetreuung.

Quelle

news immoclick24.de

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