Baugesellschaft Hanau präsentiert den ersten Hühnerstall für ihre Mieter

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Manche haben es nur für einen PR-Gag gehalten, jetzt wird es Realität: Die Baugesellschaft Hanau hat ihr außergewöhnliches Projekt „Wohnung mit Huhn zu vermieten“ gestartet und den ersten Hühnerstall an ihre Mieter übergeben.

Gleich mehrere Mietparteien hatten sich in der Wohnanlage am Beethovenplatz um das Projekt beworben. Auf einer bisher ungenutzten Fläche hat das kommunale Unternehmen deshalb sogar drei Ställe für das Federvieh errichtet. Dabei handelt es sich um wahre Hühnerparadiese, die von der Baugesellschaft selbst unter fachkundiger Beratung konzipiert wurden. Die massiv aus Holz gebauten Anlagen verfügen über ausreichend Auslauf zum Scharren und Picken, sind durch eine feste Bodenplatte und luftige, aber stabile Maschendrähte gegen ungebetene Besucher gesichert und verfügen über ein bequemes Hühner-haus, in das sich die gefiederten Bewohner zwecks Eierproduktion zurückziehen können.

Die ersten Hühnerställe der Baugesellschaft sind bezugsfertig. Aufgrund des großen Interesses der Mieter am Beethovenplatz wurde gleich eine „Hühner-Reihenhaussiedlung“ mit drei „Wohneinheiten“ errichtet.

 

Die ersten gefiederten Mieter sind mittlerweile eingezogen und haben sich bereits nach wenigen Stunden hervorragend eingelebt, wie die Fachberater feststellen konnten. Vor allem die Kinder der Wohnanlage sind begeistert von den für eine Stadt ungewöhnlichen Bewohnern, um die sie sich mit kümmern wollen. Die Betreuung der Hühner erfolgt durch die Mieter, die auch die Ergebnisse ihrer Pflege – stets frische Frühstückseier – als Belohnung er-halten. Fachmännisch beraten werden die Mieter wiederum durch die Sozialberaterin der Baugesellschaft, Petra Weinzettel, die selbst begeisterte Geflügelhalterin ist. Mit dem in Deutschland und darüber hinaus wohl einzigartigen Projekt will die Baugesellschaft verschiedene Ziele erreichen. Zum einen soll geprüft werden, wie viel Biomüll sich durch die Hühnerhaltung vermeiden lässt. Ein einzelnes Huhn ist durchaus in der Lage rund 150 Kilo Küchenabfälle im Jahr zu verputzen. „Uns geht es aber auch um ökologische und soziale Aspekte“, so Jens Gottwald, Geschäftsführer der Baugesellschaft, der die Idee zu dem ungewöhnlichen Projekt hatte. So hätten Stadtkinder immer weniger Kontakt zu leben-digen Tieren, könnten hier Verantwortung lernen. Ebenso könne es ein schönes Hobby für ältere Menschen sein und trage zur Stärkung der Mietergemeinschaften bei. Dass die „Geflügel-Mieter“ der Baugesellschaft zudem genau wüssten, woher ihre Frühstückseier stammen, sei ein weiterer positiver Effekt.

Für das Projekt wurde nach intensiver Suche und Beratung mit Fachleuten die Rasse „Zwerg-Welsumer“ ausgesucht, die sich durch eine robuste Gesundheit und ein zutrauliches Wesen perfekt für die Haltung in den Wohnanlagen eignen. Der Name sagt aber nichts über die Produkte aus: Die Eier können sich von Größe und Qualität mit jeder anderen Rasse messen und fleißig sind die gefiederten Freunde auch. Rund 200 Eier legt jedes Huhn pro Jahr. Bei rund vier bis fünf Hühnern pro Stall bleibt da zweifellos auch noch etwas für die Nachbarn über.

Quelle

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