Fassade der Zukunft – hochwertig und individuell

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Identifikation mit der eigenen Adresse wird immer wichtiger. Der einseitige Fokus auf Energieeinsparung und schnelle Amortisation hat viele vergessen lassen, was für eine Fassade doch so wesentlich sein sollte – gutes Aussehen. Der Schlüssel, das zu ändern, liegt nicht im Vermeiden von Dämmung, sondern im kreativen und aufgeschlossenen Umgang damit.

Schon heute ist bewiesen, dass die Notwendigkeit der Energieeinsparung für unser Bauen keineswegs von Nachteil sein muss. Im Gegenteil. Gebäude, die zukünftig komfortabel bewohnt sein wollen, müssen mit ihrem Aussehen genauso überzeugen wie mit behaglichen Räumen und angemessenen Unterhaltskosten. Eine klug gewählte Wärmedämmung wird zu beiden Punkten beitragen. Dabei steigen Werte wie ökologische Nachhaltigkeit, werterhaltende Dauerhaftigkeit und individueller Gebäudecharakter auf der Wunschliste der Bauherren stetig nach oben. Doch auch bezahlbar muss das Ganze bleiben. Dafür gibt es zwei ideale Werkstoffe: Putz und Farbe.

Große Vielfalt und moderne Zutaten

Einen Neubau an ein historisches Gebäude zu setzen verlangt stets Fingerspitzengefühl. Mit gleichmäßigem Scheibenputz muss ein Fremdköper entstehen. Den historisch vorhanden groben Kellenputz auszuführen bringt für Wärmedämmung unter Umständen zu viel Gewicht. Mit wirklich geringem Aufwand ist eine Gestaltung gelungen, die die Brücke zwischen Alt- und Neubau hervorragend schlägt. Heilpädagogische Schule und Heilpädagogisches Heim in Pirna-Bonnewitz System: Keim Klassik mit Mineralwolle

Mit großer Vielfalt und modernen Zutaten, aber auch mit Rückbesinnung auf alte Materialität und Handwerkskunst, sind Putz und Farbe ideal geeignet, um Fassaden gleichermaßen individuell, ökonomisch und funktionell zu gestalten. Im Zusammenspiel mit Wärmedämmung gibt es systembedingt engere Grenzen. Aber auch die lassen mehr Spielraum, als viele ahnen. Selbst wenn im Bestand eher das Ziel besteht, Fassaden in ihrer Wirkung zu erhalten, ist eine moderne und extravagante Gestaltung nicht dem Neubau vorbehalten. Natürlich bietet sich hier sehr viel schneller die Chance, mit Oberflächen, Farbwirkungen und Licht zu experimentieren und moderne Gebäudeformen durch diese Wirkung zu interpretieren. Viele Architekten nehmen das Thema dankbar auf. Doch gerade in der Sanierung ist es oft der Handwerker, der Maler und Stuckateur, der mit vergessen geglaubter Kreativität und handwerklichem Geschick Unglaubliches erreichen kann.

Wer mit seinem Bauvorhaben dieses Besondere schaffen will, darf sich nicht nur mit der Struktur seines Gebäudes oder der Oberfläche seiner Fassaden auseinandersetzen; es gilt unbedingt auch die Farbgestaltung zu finden, die die beabsichtigte Wirkung unterstreicht. Da steckt Mühe drin und ein anderes Verständnis der Arbeit, dafür aber auch besondere Chancen und, sehr zum Erstaunen, nur ein geringes Risiko für den Ausführenden. Denn individuelle Fassaden haben auch einen ganz eigenen Maßstab, nach dem sie am Ende betrachtet werden.

Handwerklicher Anspruch

Hochwertig in diesem Verständnis heißt auch nicht, immer besonders verspielt und aufwendig zu planen, sondern mit handwerklichem Anspruch, mit einer Verarbeitung abseits vom Massengeschäft und unter Verwendung von Materialien, die das Ergebnis lange erhalten. Denn die Mühe, die in diesen Fassaden steckt, muss mit langer Lebensdauer belohnt werden. Alles andere wäre unverzeihlich. Die Rückbesinnung auf Materialien, die das leisten können, ist im vollen Gange. Wer hat vor zehn Jahren schon überwiegend Silikatfarbe verarbeitet? Heute sind durchweg mineralische Fassadenbekleidungen wieder enorm gefragt.

Gerade die bewährten bauphysikalischen Eigenschaften, die lange Beständigkeit und gegebener zusätzlicher Nutzen zum Beispiel durch die fotokatalytischen Wirkungen bestimmter mineralischer Pigmente begründen die neue Renaissance dieser Baustoffe. Also, Schluss mit Durchschnitt! Bauen wir wertvoll! Unsere Beispiele zeigen, worauf es in Zukunft ankommen sollte: Beeindruckendes und Bleibendes zu schaffen.

Thomas Koch
Keimfarben GmbH

Quelle

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