Holzpellets haben sich zum Beginn der Heizsaison verteuert. Nach der monatlichen Erhebung des Deutschen Pelletinstituts kostete eine Tonne Pellets im September 2026 bei einer Abnahme von sechs Tonnen bundesweit durchschnittlich 454,21 Euro. Gegenüber August entspricht das einem Anstieg von rund 6,2 Prozent. Umgerechnet nennt das DEPI Wärmekosten von etwa 9,1 Cent je Kilowattstunde.
Trotz des Monatsanstiegs weist die Erhebung einen deutlichen Abstand zu fossilen Brennstoffen aus. Pellets waren demnach rund 48 Prozent günstiger als Heizöl und etwa 20 Prozent günstiger als Erdgas. Die Vergleichsgrafik nennt 17,51 Cent je Kilowattstunde für Heizöl, 11,43 Cent für Gas und 9,08 Cent für Pellets. Solche Vergleiche bilden Brennstoffkosten ab; Investition, Wartung, Hilfsenergie und Wirkungsgrad der jeweiligen Heizanlage sind darin nicht vollständig enthalten.
Als Gründe für den höheren Pelletpreis nennt das Institut die saisonal anziehende Nachfrage und den angespannten Holzmarkt. Weil Sägewerke bei schwacher Nachfrage nach Schnittholz ihre Produktion reduzieren, fallen weniger Sägenebenprodukte als Rohstoff für Pellets an. Das Angebot reagiert damit nicht nur auf den Heizenergiebedarf, sondern auch auf die Lage der Holz- und Bauwirtschaft.
Regional lagen die Preise für sechs Tonnen im September zwischen 451,07 Euro in Mitteldeutschland, 455,24 Euro in Nord- und Ostdeutschland und 457,80 Euro in Süddeutschland. Bei einer Abnahme von 26 Tonnen meldet das DEPI bundesweit 439,03 Euro je Tonne.
Zum September wurde die Methodik der Preiserhebung nach Angaben des Instituts geringfügig angepasst. Direkte Vergleiche mit älteren Monatswerten sollten dies berücksichtigen. Betreiber größerer Anlagen sollten außerdem konkrete Angebote, Lieferbedingungen, Lagerbestand und regionale Verfügbarkeit prüfen. Der Monatsindex ist eine Orientierung, ersetzt aber keine objektspezifische Vollkostenrechnung.
Quelle: Deutsches Pelletinstitut (DEPI), Preisvergleiche beziehen sich auf die vom DEPI ausgewiesenen Brennstoffkosten.

