Neues VFF-Merkblatt erklärt GModG für Fenster und Fassaden
Der Verband Fenster + Fassade (VFF) hat sein Merkblatt ES.02 zu den energetischen Anforderungen an Fenster, Türen und Fassaden überarbeitet. Die Ausgabe September 2026 berücksichtigt das am 29. Juli 2026 in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das das bisherige Gebäudeenergiegesetz abgelöst hat. Sie ersetzt die Fassung vom Februar 2024 und soll Planern, Herstellern sowie ausführenden Betrieben die Einordnung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern.
Das Merkblatt behandelt Neubauten und Modernisierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen an die Gebäudehülle, den sommerlichen Wärmeschutz und die Luftdichtheit. Hinzu kommen Änderungen bei Anlagentechnik und Berechnungsverfahren, Vorgaben zur Gebäudeautomation sowie wesentliche Punkte des Energieausweises. Auch die Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien und die Anforderungen an Solarenergie in Gebäuden werden berücksichtigt.
Für die Fenster- und Fassadenbranche ist vor allem relevant, dass die maßgeblichen U- und g-Werte sowie die Höchstwerte für Bauteile bei Modernisierungen nach Angaben des VFF im Wesentlichen unverändert bleiben. Aktualisiert wurden dagegen die gesetzliche Systematik, die Referenzanlagentechnik und die Nachweisführung. Eine Übersicht in Anhang 2 bildet die Gliederung des GModG ab und soll die Zuordnung der Anforderungen erleichtern.
Erarbeitet wurde die Neufassung in der VFF-Arbeitsgruppe Wärmeschutz unter Beteiligung externer Fachorganisationen. Das Merkblatt ist damit eine fachliche Arbeitshilfe, ersetzt jedoch weder den Gesetzestext noch die projektbezogene Planung und Prüfung. Auf dem Deckblatt weist der Verband ausdrücklich darauf hin, dass aus den Angaben keine Rechtsverbindlichkeit abgeleitet werden kann.
Mitglieder erhalten ein PDF kostenfrei. Nichtmitglieder können das Dokument nach VFF-Angaben für 36 Euro erwerben oder als Stream nutzen.
Quelle: Verband Fenster + Fassade (VFF)

