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    Start»Modernisierung»Bauen im Bestand»Energiewende im Wohnungsbestand: GdW fordert verbindlichen Schulterschluss
    Bild: gopixa - stock.adobe.com

    Energiewende im Wohnungsbestand: GdW fordert verbindlichen Schulterschluss

    24. August 2026 Bauen im Bestand, Energie, In eigener Sache

    Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sieht in der schleswig-holsteinischen Realisierungsvereinbarung zur klimaneutralen Transformation des Wohnungsbestands einen praxistauglichen Ansatz. Das Modell soll ambitionierten Klimaschutz mit bezahlbarem Wohnen und der Investitionsfähigkeit der Wohnungsunternehmen verbinden.

    Landesregierung, Wohnungswirtschaft, Eigentümervertretungen, Mieterbund und Sozialverbände haben sich dafür auf einen gemeinsamen Transformationspfad verständigt. Die Staatskanzlei Schleswig-Holstein und der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen werben bei den übrigen Bundesländern für vergleichbare Vereinbarungen, die an regionale Voraussetzungen angepasst werden.

    Zu den Bausteinen gehören energetische Sanierungen, die Umstellung der Wärmeversorgung, ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien sowie kontinuierliche Beratung und Förderung. Gebäude, Heiztechnik, kommunale Wärmeplanung und Energieinfrastruktur sollen nicht getrennt betrachtet, sondern zeitlich und wirtschaftlich aufeinander abgestimmt werden.

    Die Vereinbarung berücksichtigt zugleich, dass im Gebäudesektor auch nach 2040 unvermeidbare Restemissionen verbleiben können. Um das landesweite Ziel der Klimaneutralität dennoch zu erreichen, müssten diese durch zusätzliche Minderungen in anderen Bereichen und durch den Abbau von Treibhausgasen ausgeglichen werden. Der GdW bewertet diese offene Bilanzierung als realitätsnah.

    Aus Verbandssicht wird die Wärmewende nicht durch immer neue Einzelpflichten gelingen. Erforderlich sei vielmehr ein verlässlicher und finanzierbarer Umsetzungsweg, der Emissionen wirksam senkt, ohne Mieter finanziell zu überfordern oder Wohnungsunternehmen notwendige Investitionsmittel zu entziehen. Der größte Hebel liege in der Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung.

    Der Schulterschluss soll Rückhalt und Planungssicherheit schaffen. Für andere Länder kann Schleswig-Holstein Orientierung bieten, wenn Lösungen an regionale Bedingungen angepasst werden.

    Quelle: GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.

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