Neues Verfahren sichert Wasserqualität

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Die Blue Lab Wasseranalysesysteme GmbH, Tübingen, hat ein automatisiertes und schnelles Messsystem zum Nachweis von Legionellen entwickelt. Das kleine Gerät wird im Leitungssystem installiert und erstellt digitale Auswertungsergebnisse. Das Start-up liefert damit eine Lösung zur Früherkennung von Gefahrensituationen, die weltweit in den Trinkwasserleitungen nahezu aller Gebäude latent vorhanden sind. Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen verschiedene Krankheiten verursachen können, unter anderem eine „Legionärskrankheit“ genannte Form der Lungenentzündung.

Die Bakterien, die natürlicher Bestandteil von Gewässern sind, finden in Rohrleitungssystemen in Gebäuden ideale Bedingungen und können sich in erwärmtem Wasser schnell vermehren. Übertragen werden die Krankheitserreger durch zerstäubtes Wasser, vor allem indem sie beim Duschen eingeatmet werden. Die deutsche Trinkwasserverordnung sieht eine regelmäßige Untersuchung von Trinkwasseranlagen vor. Dazu werden vor Ort Proben entnommen und an akkreditierte Labore verschickt. Das Prüfergebnis erhält der Vermieter oder Betreiber der Anlage nach etwa 14 Tagen. „Viel zu umständlich und zu langsam“, befand der Ingenieur Michael Jauss und entwickelte ein wartungsfreies System zur automatischen Analyse vor Ort, das die Daten an die Anlagenbetreiber meldet. Das Analysegerät wird als fester Bestandteil des Wassersystems an den Überwachungspunkten installiert. Es verschafft damit den Betreibern von Wohngebäuden, Krankenhäusern, Hotels, Sporteinrichtungen, öffentlichen und gewerblichen Gebäuden Transparenz in Echtzeit.

Foto: Blue Lab

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