Steil nach oben

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Das Steildach gilt als Urform aller Dächer. Neben räumlichen und atmosphärischen Aspekten hat es aber vor allem auch eine kulturelle Dimension. Regionale Klimaverhältnisse, lokales Rohstoffvorkommen, Traditionen und Baukultur sind nur einige Gründe für die weite Verbreitung des Steildachs im historischen Stadtbild. Das Dach als „fünfte Fassade des Hauses“ sollte deshalb schon in der Entwurfsplanung besonders berücksichtigt werden. Nicht zuletzt geht von den gestalterischen Möglichkeiten im Innenausbau ein großer architektonischer Reiz aus.

In Deutschland wird allerdings immer weniger steil gebaut. Bei gewerblichen wie privaten Neubauten hat der Anteil an Flachdächern deutlich zugenommen. Mit der neu gegründeten Initiative Dachkult wollen 17 führende Hersteller der deutschen und internationalen Baustoffindustrie aus dem Bereich Steildach dieser Marktentwicklung entgegentreten. „Das Dach ist eines der prägendsten Elemente in der Architektur und weit mehr als reiner Witterungsschutz“, sagt Klaus H. Niemann, Sprecher der Initiative Dachkult. „Unser Ziel ist es, bei Architekten, Planern, öffentlichen und privaten Bauherren die Vorteile geneigter Dächer wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und ihre Bedeutung für die Qualität unserer Städte hervorzuheben.“

Die Initiative begegnet der aktuell rückläufigen Entwicklung des Steildachs mit einem Internet-Auftritt, der Beispiele aus dem umfangreichen Repertoire der heutigen Baukunst bis zu den Ursprüngen der Architektur zeigt. „Wir haben uns bewusst für eine sehr bildreiche Umsetzung entschieden“, sagt Niemann. „Außergewöhnliche Raumeindrücke, neue Blickwinkel und die besondere Lichtstimmung unter dem Dach, das sind einige Vorteile eines Steildachs, und die wollen wir kommunizieren.“ Die Website lebt vom Bewegtbild, bietet Inspiration und zeigt die Vielfalt verschiedener Dachformen. Begleitend findet die Veranstaltungsreihe „Roof Top Talks“ von, für und mit Architekten bundesweit über oder unter besonderen Dächern statt.

www.dachkult.de

Foto: Bauherren-Schutzbund

Quelle

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