Strompreis bremst Energiewende

0

Die Strompreise in Deutschland sind nach Meinung von 81 Prozent der Bundesbürger zu hoch. Insbesondere die staatliche Abgabenlast auf Strom durchkreuzt nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Verbraucher die Ziele der Energiewende. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor 2018 des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron, für den 1000 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.

Steuern und Umlagen machen in Deutschland durchschnittlich 54 Prozent des gesamten Strompreises für Privatkunden aus, so viel wie in keinem anderen Land in Europa. Der staatlich regulierte Anteil schlägt sich damit unmittelbar in den Stromrechnungen der Verbraucher nieder und blockiert einen Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme. „Die Energiepolitik in Deutschland durchkreuzt eine Umstellung von klimaschädlichem fossilen Öl und Gas auf grüne Heiztechnik, die mit Strom betrieben wird“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer von Stiebel Eltron.

Der Wunsch der Bundesbürger nach mehr Klimaschutz im privaten Heizungskeller ist eindeutig. Knapp 70 Prozent wollen auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen, dazu zählt beispielsweise die mit Strom betriebene Wärmepumpentechnik. 55 Prozent sprechen sich dafür aus, die Weichen neu zu stellen. Der Staat sollte den Strom von der Abgabenlast befreien und entsprechend fossile Brennstoffe teurer machen. Für 53 Prozent wäre es sogar in Ordnung, den Einbau von Öl- und Gasheizungen nach dem Vorbild Dänemarks vollständig zu verbieten. www.stiebel-eltron.de

Quelle

Kommentieren Sie diesen Artikel