Allesschlucker mit großem „Hunger“

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Kaffee, Pizza, Asia-Snack – alles gibt es heute „to go“. Das ist praktisch und entspricht dem Zeitgeist, hat aber auch seine Schattenseiten. So reicht das Fassungsvermögen herkömmlicher Mülleimer von 50 bis 70 Litern oft nicht mehr aus. Unbegrenzt viele weitere Behälter in den Städten aufzustellen ist weder ästhetisch ansprechend noch technisch realisierbar. Auch eine häufigere Leerung ist aufgrund der damit verbundenen Kosten keine Alternative.

Großvolumiger Abfallbehälter für jeden Standort

Unterflurbehälter mit einem Fassungsvermögen zwischen 350 und 1000 Liter sind in den Innenstädten an vielen Stellen nicht realisierbar, da Leitungen und Rohre die unterirdische Lösung unmöglich machen. Dabei ist es wichtig, Abfallsysteme gerade dort zu positionieren, wo die Passantenströme verlaufen. Dieses Problem sahen auch die Entwickler der Lune Raummobiliar GmbH und machten sich daran, es zu lösen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist Bubble, ein kugelrunder Abfallbehälter aus Edelstahl, der mit 360 Litern fünfmal so viel Unrat schluckt wie seine kleineren Artgenossen und dabei auch noch gut aussieht. Aufgrund seines großen Volumens reduziert er die Entleerungsintervalle erheblich und erfordert einen deutlich geringen logistischen Aufwand. Zudem ist Bubble frei positionierbar und benötigt keine langwierigen Entscheidungsprozesse für die Standorte. Spätere örtliche Anpassungen sind jederzeit einfach durchführbar.

Bei den gängigen unterirdischen Depotbehältern mit Entleerungsöffnungen auf Gehwegniveau ist die Entleerung nur durch extreme Körperhaltungen möglich. Bubble aber bietet eine Öffnungsklappe auf optimaler Arbeitshöhe. Die Entleerung erfolgt durch Absaugung. Die Geometrie der Kugel erzeugt eine Luftzirkulation sobald das Absaugrohr die Öffnung erreicht. Der Luftstrom transportiert den Inhalt zum Absaugrohr und leitet ihn in den Müllwagen. Die ergonomische Einmann-Handhabung entlastet die Servicekräfte und reduziert so Arbeits- und Ausfallkosten.

Die Entwickler von Bubble haben die in ihm verbaute Technik bewusst auf das Notwendigste reduziert. Denn ein hoher Technisierungsgrad geht mit einem hohen Wartungsaufwand einher und bietet Angriffsflächen für Vandalismus. Bei Bubble beschränken sich die Teile, die Wartung benötigen, auf Scharnier und Verriegelung. Die niedrige Komplexität garantiert langlebige Funktion bei minimaler Wartung.

Wenig Aufwand – mehr Nutzen

„Bubble ermöglicht eine oberirdische, großvolumige Abfallsammlung mit einer überzeugenden Ästhetik ohne teure Erdarbeiten“, fasst Peter Solbach, Geschäftsführer der Firma Lune, die Vorzüge des Design-Mülleimers zusammen. „Bubble verbindet, was sich Stadtplaner wünschen und die Stadtreinigung braucht. Seine robuste Edelstahlkonstruktion wirkt Vandalismus entgegen. Bei der Variante mit Permanentbeschichtung, lassen sich sogar Schmierereien und Beklebungen einfach entfernen. Und weil er so gut aussieht, erfährt er eine hohe Akzeptanz bei den Bürgern.“

Die Verantwortlichen in der Hauptstadt hat Solbach bereits von seinem Produkt überzeugt: In Berlin stehen derzeit 46 Kugeln, 15 weitere sollen noch dazukommen. Sie entlasten die Berliner Stadtreinigung (BSR) überall dort, wo Passanten besonders viel Müll wegwerfen. „Die Kugeln sind optisch ansprechend, robust und haben wenig Technik, die kaputtgehen kann“, freut sich eine BSR-Sprecherin.

www.lune-raummobiliar.de

Quelle

Kommunaler Beschaffungs-Dienst

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