Elektromobilität: Ladelösungen für die Wohnungswirtschaft

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Die Feinstaubbelastung in deutschen Innenstädten nimmt zu. Die Folge: Fahrverbote. Davon ausgenommen sind Elektrofahrzeuge. Mit einer modernen Ladeinfrastruktur können sich Vermieter einen langfristigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Mit modernisierten Parkmöglichkeiten und der entsprechenden Ladeinfrastruktur können sich Vermieter einen langfristigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Feinstaubdiskussionen und Dieselfahrverbote führen dazu, dass das Interesse der Deutschen an der Elektromobilität zunimmt. Das unterstreichen die Zahlen des Verbands der Automobilindustrie. Am 1. Januar 2020 waren in Deutschland 239.000 Elektroautos angemeldet. Die Hersteller haben das Potenzial längst erkannt und tragen ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. Sie erarbeiten beispielsweise neue Batterietechnologien, die schon bald Reichweiten von bis zu 800 Kilometern ermöglichen werden. Auch die Bundesregierung schafft Anreize, sich mit dem Thema zu beschäftigen: Der Kauf eines E-Autos wird mit bis zu 6000 Euro unterstützt und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird noch in diesem Jahr gefördert. Das Ziel: 15.000 zusätzliche öffentliche Ladestationen. Höchste Zeit für die Wohnungswirtschaft, auf den Erfolgszug aufzuspringen.

| Ein Blick auf die Vorteile

Im Zusammenhang mit der Elektromobilität ergeben sich viele Vorteile für die Branche. Die Bereitschaft für Nachhaltigkeit und Innovationen kann für das Imagemarketing genutzt werden – Wohnungsunternehmen können bei der wachsenden Zielgruppe der E-Auto-Fahrer punkten. Darüber hinaus können sie die Lebensqualität in und rund um ihre Immobilien steigern: Wenn die Zahl der E-Autos im Quartier zunimmt, senkt das die Feinstaubbelastung und reduziert den Lärm.

Wenn die Zahl der E-Autos im Quartier zunimmt, senkt das die Feinstaubbelastung und reduziert den Lärm.

Außerdem trägt die Elektromobilität zur Zukunftssicherheit von Wohnungsunternehmen bei. Denn bei weiteren Verschärfungen von innerstädtischen Emissionsgrenzen werden Fahrzeuge mit Dieselmotor bestimmte Stadtgebiete nicht länger befahren dürfen. Innenstadt-Wohnungen in Toplage können so schnell an Wert verlieren. Elektrofahrzeuge sind von Fahrverboten ausgenommen. Die Schaffung einer Ladeinfrastruktur sichert daher die Mobilität der Mieter und den Wert der Immobilien. Darüber hinaus erhöht die Lademöglichkeit für Elektroautos die Mieterbindung – denn bestehende und zukünftige Mieter achten zunehmend auf zusätzliche Leistungen des Vermieters.

| Flexibler Baukasten

Je nach Wohnkonzept sind für eine quartierseigene Ladeinfrastruktur verschiedene Anwendungsfälle möglich. Entweder verfügt jeder Nutzer über einen eigenen Ladeplatz oder im Wohnkomplex wird eine gemeinschaftliche Nutzung organisiert. Welcher Anwendungsfall in Frage kommt, sollte vorher gemeinsam mit erfahrenen Experten erörtert werden. Hier setzt auch das Essener Unternehmen Innogy an und bietet im flexiblen Baukasten ganzheitliche Lösungen für die Wohnungswirtschaft aus einer Hand. Neben verschiedenen Hardwarekonzepten, Tiefbau- und Anschlussarbeiten sowie Montage und Inbetriebnahme kümmern sich die Essener auch um die Verwaltung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Dazu zählen beispielsweise die Abrechnung der Ladevorgänge oder Wartungs- und Servicearbeiten. Dabei kann das Unternehmen auf breite Erfahrung zurückgreifen. Es betreibt in Deutschland über 3000 öffentliche Ladepunkte, hinzu kommen 4000 Ladepunkte bei Unternehmen.

| E-Car Sharing

Neben der Installation einer Ladeinfrastruktur lohnt es sich auch, den eigenen Fuhrpark auf Elektroautos umzustellen.

Neben der Installation einer Ladeinfrastruktur lohnt es sich auch, den eigenen Fuhrpark auf Elektroautos umzustellen. Besonders lukrativ ist hier der Ansatz des E-Car Sharings. Dabei werden die beiden Megatrends Elektromobilität und Sharing verbunden. Innogy bietet beispielsweise Wohnungsunternehmen so die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge mit Mitarbeitern und auch Bewohnern zu teilen. Diese können die E-Autos außerhalb der Geschäftszeiten mieten und beispielsweise für die Fahrt zum Supermarkt nutzen. Die Fahrzeuge werden über eine Online-Plattform angefragt und gebucht. Das SharingModel ist ein kostengünstiger und flexibler Weg, in die Mobilität der Zukunft einzusteigen. Wird darüber hinaus auf Ökostrom zu
rückgegriffen, profitiert die Umwelt noch mehr.

| Langfristiger Wettbewerbsvorteil

Autor: Holger Scheffler, Leitung Wohnungswirtschaft bei Innogy

Im Zusammenspiel mit anderen innovativen Möglichkeiten, wie beispielsweise der Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe oder mit Mieterstrommodellen, tragen Elektromobilitätskonzepte einen wichtigen Teil zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Quartieren bei. Wohnungsunternehmen, die sich schon jetzt mit diesen Themen auseinandersetzen und sich so auf die Zukunft vorbereiten, gestalten ihre Immobilien nachhaltig attraktiver und verschaffen sich einen langfristigen Wettbewerbsvorteil.

Fotos: innogy (2); iStock (2)

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