Professionelle Beleuchtung von Treppenhäusern und Außenanlagen

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| Gute Beleuchtung, geringer Energieverbrauch – geht das?

Andreas Habermehl: Beides ist kein Widerspruch. Wer verhindern möchte, dass die Beleuchtung die Stromrechnung in die Höhe treibt, sollte LED-Lampen einsetzen und darauf achten, dass diese von Markenherstellern stammen. Sie sind besonders effizient und zeichnen sich bei einer Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden durch eine lange Laufzeit aus. Entsprechend gering ist der Wartungsbedarf. Zudem sind LED-Leuchten sehr sparsam im Verbrauch: Mit ihnen lassen sich im Idealfall bis zu 80 Prozent der Stromkosten einsparen.

| Lässt sich die Effizienz noch weiter steigern?

Die Lebensdauer von LED-Leuchten lässt sich mithilfe elektronischer Vorschaltgeräte noch weiter verlängern. So verbessern solche Geräte nicht nur die Farbwiedergabe. Sie tragen auch dazu bei, den Stromverbrauch um 20 Prozent zu reduzieren.

| Wie unterscheiden sich Bewegungs- und Präsenzmelder?

Bewegungsmelder können im Innen- wie auch im Außenbereich verwendet werden. Sobald sie eine sich bewegende Wärmequelle erfassen, schalten sie das Licht ein und bieten dadurch in Hausfluren, auf Parkplätzen, in Treppenhäusern oder Außenanlagen zusätzliche Sicherheit: Unebenheiten oder Stolperfallen werden sichtbar, Stürze können verhindert werden. Zudem machen die auf Bewegungen reagierenden Melder die Suche nach Lichtschaltern überflüssig. Ein weiterer Pluspunkt: Das plötzliche Einschalten des Lichts vertreibt Einbrecher.
Präsenzmelder verfügen über einen noch viel empfindlicheren Sensor und ein noch höher auflösendes Erfassungsfeld als Bewegungsmelder. Sie registrieren selbst kleinste Bewegungen und eignen sich für die Lichtsteuerung in Räumen. Für den Einsatz im Treppenhaus oder Außen- oder Gartenbereich reicht in der Regel ein Bewegungsmelder aus.

Diplom-Ingenieur Andreas Habermehl ist Referent für Normung, Berufsbildung und Innovationen beim ZVEH

| Welche Vorteile hat ein sogenanntes Lichtmanagement?

Mit einer intelligenten, bedarfsgerechten Lichtsteuerung kann eine Steuerung der Lichtmenge entsprechend dem Tageslicht erreicht werden. Das kann an grauen, dunklen Tagen hilfreich sein. So sorgen Tageslicht-Sensoren und Dimmer dafür, dass sich bei trübem Wetter und schlechter Sicht das Licht frühzeitig und in der
richtigen Stärke einschaltet. Bei ausreichendem Tageslicht wird die Beleuchtungsstärke hingegen automatisch reduziert. Eine derart gesteuerte Beleuchtung bietet zusätzliche Sicherheit, ist energieeffizient und kostensparend.

| Beleuchtung – ein Thema für den Fachmann?

Elektrizität birgt immer Gefahren – auch, wenn diese für das Auge unsichtbar sind. So kann ein fehlender oder defekter Schutzleiter bei einer Lampe ausreichen, damit das gesamte Gehäuse unter Strom steht. Bevor Beleuchtungsanlagen installiert oder erweitert werden, empfiehlt sich daher ein sogenannter E-Check. Denn gerade in älteren Gebäuden sind die Elektroinstallationen in der Regel veraltet und verfügen nicht über die bei Neuanlagen geforderte Fehlerstromschutzeinrichtung (FI-Schutzschalter). Gefahr droht hier aber auch durch die geringe Anzahl an Leitungen und Stromkreisen. Diese sind durch die Vielzahl an Geräten, die in einem modernen Haushalt im Einsatz sind, schnell überlastet. Ein von einem qualifizierten Fachbetrieb der Elektro-Innung durchgeführter E-Check als normengerechte Prüfung der Elektroanlage nach VDE zeigt im Prüfprotokoll potenzielle Gefahrenquellen auf – und gibt Hinweise, wie man diese durch einen Fachmann beseitigen lassen kann. Das ist vor allem für Vermieter wichtig, denn Immobilienbesitzer sind für die Sicherheit ihrer Mieter verantwortlich und tragen im Falle eines Brandes aufgrund überlasteter Leitungen das Haftungsrisiko. Ein regelmäßiger E-Check mit Prüfprotokoll gibt also Sicherheit – für den Vermieter wie für seine Mieter.

Dabei, einen geeigneten Elektrofachbetrieb zu finden, hilft die Website www.elektrobetrieb-finden.de.

Quelle

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