Teile der Adolf-Miersch-Siedlung werden modernisiert

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Ab Mitte Februar 2021 modernisiert die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte I Wohnstadt (NHW) insgesamt 72 Wohnungen in der Adolf-Miersch-Siedlung in Frankfurt-Niederrad – zeitgleich entstehen durch Aufstockung 14 neue, bezahlbare Wohnungen. 
Modernisiert und aufgestockt werden insgesamt sieben Häuser in der Jugenheimer Straße 53 bis 57 und in der Jugenheimer Straße 59 bis 65. Die im Jahr 1950 gebauten Wohnungen verfügen derzeit noch nicht über eine Zentralheizung, sondern werden mit Kohle, Öl, Gas oder Strom einzelbeheizt. Im Zuge der Modernisierung werden die betroffenen Gebäude aufgestockt, insgesamt entstehen dadurch 14 Wohnungen. „Unser Unternehmen will seinen Wohnungsbestand bis 2050 klimaneutral entwickeln, das geht nur über eine Modernisierung des Altbestands. Hier in der Adolf-Miersch-Siedlung war vor allem die Erstinstallation einer neuen, zentralen Heizungsanlage dringend notwendig“, erklärt der Leiter des NWH-Regionalcenters Frankfurt, Holger Lack. 
Neue Heizanlage und Dämmung schont die Umwelt und spart Kosten 
Die Häuser werden künftig über eine Hybridanlage aus einem gasbefeuerten Brennwertkessel, kombiniert mit einer Wärmepumpe, beheizt. Neben der energiesparenden Heizungsanlage wird in die Gebäude auch eine automatische, bedarfsorientierte Lüftungsanlage eingebaut. Diese führt bei erhöhter Luftfeuchtigkeit die Luft ab und sorgt für eine gute Luftqualität. Die Fenster erhalten eine Dreifach-Verglasung zur besseren Dämmung, die Türen werden aus brandschutztechnischen Gründen erneuert. Außerdem erhalten die Fassaden eine Verkleidung mit einem Wärmedämmverbundsystem. „Dieses Bündel an Maßnahmen ist nicht nur gut für die Umwelt, damit können viele Mieter, je nach Heizverhalten, auch Energie- und Heizkosten einsparen“, so Holger Lack. Zudem werden alle Bäder und Küchen auf den neuesten Stand gebracht. Die vorhandenen Balkone werden abgerissen und durch Vorstellbalkone ersetzt. 
Bauzeitverkürzung um zwei Jahre 
Die Arbeiten in der Siedlung sollen Anfang des Jahres 2022 abgeschlossen sein. Ursprünglich war die Modernisierung der Häuser in der Jugenheimer Straße 53 bis 57 für das Jahr 2020 geplant. „Auf vielfachen Wunsch haben wir die Bauplanung optimiert. Dadurch verkürzen wir die Bauzeit von drei Jahren auf ein Jahr, was auch die Mieter deutlich entlastet“, sagt Holger Lack. Im November wurden die 67 betroffenen Mieter bereits in Modernisierungsankündigungen über die Maßnahmen in ihren Häusern informiert. Die Arbeiten werden aufgrund der Corona-Pandemie zum Großteil im unbewohnten Zustand durchgeführt. Daher hat die NHW mit besonders hilfsbedürftigen Mietern bereits Einzelgespräche bezüglich ihrer Unterbringung während der Maßnahme geführt. „Hierfür halten wir aktuell über 20 Leerwohnungen in unseren Beständen in Niederrad bereit. Sie sind zum Teil möbliert, damit wir den Mietern für die Bauzeit eine adäquate Unterbringung zur Verfügung stellen können“, sagt Sina Jansohn, Leiterin des zuständigen NHW-Servicecenters Frankfurt. Allen anderen Mieterinnen und Mietern werde eine Hotelunterbringung oder Entschädigung in Form einer Mietgutschrift angeboten. „In fast allen Gesprächen haben wir von den Mietern positive Rückmeldungen zur Modernisierung erhalten“, so Sina Jansohn weiter. 
Da die Unternehmensgruppe coronabedingt derzeit keine Mieterversammlung anbieten kann, wurden die Bewohner in einem Mieterschreiben auch um die Einreichung offener Fragen gebeten. Diese will das Servicecenter in einem Informationsfilm beantworten, der noch vor Weihnachten veröffentlicht werden soll. „Natürlich können sich unsere Mieter bei Fragen aber auch jederzeit an uns wenden“, betont Jansohn. 
Seit 2015 hat die Nassauische Heimstätte in der Adolf-Miersch-Straße und der Melibocusstraße 180 Wohneinheiten modernisiert und umgebaut. Dafür wurde die Adolf-Miersch-Siedlung 2019 als erstes Bestandsquartier in Hessen mit dem Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit knapp 100 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 750 Mitarbeitende. Mit rund 59.000 Mietwohnungen in 130 Städten und Gemeinden in Hessen gehört sie zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Frankfurt bewirtschaftet rund 19.800 Wohnungen, darunter 16.000 direkt in Frankfurt. Unter der NHW-Marke ProjektStadt werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Die Unternehmensgruppe arbeitet daran, ihren Wohnungsbestand perspektivisch auf 75.000 Wohnungen zu erhöhen und bis 2050 klimaneutral zu entwickeln. Um dem Klimaschutz in der Wohnungswirtschaft mehr Schlagkraft zu verleihen, hat sie gemeinsam mit Partnern das Kommunikations- und Umsetzungsnetzwerk „Initiative Wohnen 2050“ gegründet. Mit hubitation verfügt die Unternehmensgruppe zudem über ein Startup- und Ideennetzwerk rund um innovatives Wohnen.
Bild: Symbolbild, pixabay.de

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