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    Bild: artfocus - stock.adobe.com

    Neue DIN 1988 Teil 600 ergänzt Anschlussarten für Löschanlagen

    7. Oktober 2026 News, Sicherheit & Brandschutz

    Die DIN 1988-600 liegt seit Januar 2026 in neuer Fassung vor. Sie ergänzt eine Anschlussmöglichkeit für bestimmte Feuerlöschanlagen. Löschwasserversorgung und Trinkwasserschutz müssen dabei fachgerecht aufeinander abgestimmt sein.

    Feuerlöschanlagen benötigen zuverlässig Wasser, ohne die Trinkwasserqualität zu beeinträchtigen. An dieser Schnittstelle setzt DIN 1988-600 an. Die Neuausgabe ersetzt die Fassung vom Juli 2021 und ist Bestandteil des DVGW-Regelwerks.

    Trennstation in die Zuordnung aufgenommen

    Die konkrete technische Ergänzung betrifft die Trennstation TS nach DIN 14467. Sie wurde in die Tabelle der zulässigen Anschlussarten an der Löschwasserübergabestelle aufgenommen. Außerdem verweist die Neuausgabe nun auf DIN 14467 und DVGW W 551-5.

    Die Ergänzung bedeutet jedoch nicht, dass diese Trennstation für jede Löschanlage geeignet ist. DIN 14467 beschreibt Anforderungen und Prüfverfahren für Anlagen mit stagnierendem Wasser. Erfasst werden bestimmte Sprinkleranlagen, Löschanlagen mit offenen Düsen und Wandhydrantenanlagen. Der beschriebene Anwendungsbereich schließt unter anderem Zusatzmittel, weitere Wassereinspeisungen und zusätzliche Anlagen zur Druckhaltung oder Druckerhöhung aus.

    Anlagenkonfiguration entscheidet

    Bei einer Erneuerung oder Erweiterung sollte die Fachplanung deshalb zuerst die tatsächliche Konfiguration erfassen: Welche Löschanlage ist angeschlossen? Gibt es weitere Einspeisungen, Druckerhöhungsanlagen oder Löschmittelzusätze? Erst danach lässt sich beurteilen, welche Anschlussart für das Objekt infrage kommt. Die Aufnahme in eine Normtabelle ersetzt diese Prüfung nicht.

    Für Eigentümer empfiehlt es sich, die Schnittstelle ausdrücklich zum Gegenstand des Auftrags zu machen. Die Unterlagen sollten erkennen lassen, wo die Trinkwasserinstallation endet, welche Sicherungseinrichtung vorgesehen ist und auf welcher technischen Grundlage die Anschlussart ausgewählt wurde. Das erleichtert die Abstimmung zwischen Sanitärfachplanung und dem Errichter der Löschanlage.

    Bestandsanlagen gezielt bewerten

    Aus der neuen Tabellenposition allein lässt sich keine allgemeine Austauschpflicht für bestehende Anschlusslösungen herleiten. Bei geplanten Umbauten ist aber zu prüfen, ob die vorhandene Lösung zur geänderten Anlage passt. Betreiber sollten sich diese Bewertung dokumentieren lassen und zugleich klären, wer die Sicherungseinrichtung instand hält. Eine neue Anschlussoption hilft nur, wenn sie zur Anlage und zum Betriebskonzept passt.

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