Autor: Yasmin Keller

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Rechte von Gebäudeeigentümern beim Glasfaserausbau gestärkt. Mit Beschluss vom 24. Juni 2026 (Az. 6 W 15/26) untersagte es einem Telekommunikationsunternehmen, ohne Zustimmung des Eigentümers Glasfaserleitungen bis in einzelne Mietwohnungen zu verlegen. Bereits installierte Infrastruktur musste nach der mitgeteilten Entscheidung wieder entfernt werden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wann ein Netzbetreiber für den Anschluss eines einzelnen Mieters in fremdes Eigentum eingreifen darf. Nach Darstellung des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) verlangt das Gericht einen konkreten Nachweis dafür, dass die vorhandene Infrastruktur die bestellte Telekommunikationsleistung nicht ohne spürbare Qualitätseinbußen bereitstellen kann. Diese Darlegungs- und Beweislast liege beim…

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Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat erstmals ein Merkblatt zur Fassadenbegrünung an Wärmedämm-Verbundsystemen veröffentlicht. Die zwölfseitige Broschüre richtet sich an Planer und Praktiker im Fassadenbau. Sie soll helfen, Begrünung und vorhandenen Wärmeschutz bau- und brandschutztechnisch sicher miteinander zu verbinden. Hintergrund sind die wachsende Bedeutung begrünter Fassaden und eine bislang uneinheitliche Informationslage. Begrünungssysteme an WDVS sind keine bauaufsichtlich einheitlich geregelten Komponenten; Anforderungen können deshalb vom Objekt, vom System und von kommunalen Vorgaben abhängen. Das Merkblatt konzentriert sich ausschließlich auf bodengebundene Begrünungen, da nach Angaben des Verbands nur diese Varianten gemeinsam mit WDVS realisierbar sind. Den Schwerpunkt bildet der…

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Für die Modernisierung bestehender Pelletheizungen ändern sich ab 2027 wichtige Förderbedingungen. Darauf weist das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hin. Die sogenannte Grün-zu-Grün-Förderung, also der Zuschuss beim Austausch einer bereits erneuerbar betriebenen Heizung gegen eine neue Anlage, soll eingeschränkt werden. Für Holzheizungen, die ab 2008 eingebaut wurden, entfällt diese Austauschförderung nach Verbandsangaben künftig vollständig; bei älteren Anlagen wird sie reduziert. Wer noch 2026 einen förderfähigen Antrag stellt, kann sich laut DEPI die derzeit geltenden Konditionen sichern. Nach der Bewilligung durch die KfW bleiben 36 Monate für Planung und Umsetzung mit einem Fachbetrieb. Ein kurzfristiger Einbau ist daher nicht zwingend erforderlich. Vor Antragstellung…

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Beim Energiedienstleister Techem gibt es einen Wechsel an der Unternehmensspitze. CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung Matthias Hartmann sowie Finanzchef Dr.-Ing. Carsten Sürig sind mit Wirkung zum 27. August 2026 vorzeitig aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Nach Unternehmensangaben erfolgte die Trennung einvernehmlich mit dem Aufsichtsrat. Hartmann hatte zuvor angekündigt, seinen Vertrag über das Frühjahr 2027 hinaus nicht verlängern zu wollen. Bis zur endgültigen Neubesetzung übernimmt eine Doppelspitze die Leitung der Techem Gruppe. Ulrich Schiller, bislang CEO von Techem Deutschland, und Michael Nilles, Mitglied des Advisory Boards, führen das Unternehmen interimistisch als Co-CEOs. Schiller bringt insbesondere Erfahrung aus der Wohnungswirtschaft mit. Nilles verfügt…

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Krankenhäuser gehören zu den technisch anspruchsvollsten Gebäuden. Sie müssen rund um die Uhr Hygiene, Patientensicherheit und Versorgung gewährleisten und zugleich Energie und Betriebskosten begrenzen. Vernetzte Gebäudeautomation verbindet dafür Raumlufttechnik, Klimatisierung, Beleuchtung, Energiemanagement und Facility-Management mit klinischen Abläufen. Besonders sicherheitsrelevant ist die Raumlufttechnik. In Operationssälen führen geeignete Strömungskonzepte belastete Luft aus dem Kernbereich ab. Schwebstofffilter, definierte Druckverhältnisse und die laufende Kontrolle von Partikeln, Temperatur und Feuchte sichern die geforderten Bedingungen. Isolierzimmer werden dagegen mit Unterdruck betrieben, damit infektiöse Aerosole nicht in angrenzende Bereiche gelangen. Durch die Kopplung mit dem OP-Management kann die Automation Räume vor einem Eingriff auf Betriebsniveau bringen und…

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Gipsrecycling gewinnt in Deutschland an Bedeutung, kann die absehbare Rohstofflücke jedoch nicht allein schließen. Hintergrund ist der Kohleausstieg: Mit der Stilllegung von Kohlekraftwerken fällt zunehmend weniger REA-Gips an. Dieser entsteht bei der Rauchgasentschwefelung und war neben Naturgips und Recyclinggips ein wichtiger Bestandteil des deutschen Rohstoffmixes. Nach Angaben des Bundesverbands der Gipsindustrie wurde bereits 2024 der für 2030 prognostizierte Wert von 2,9 Millionen Tonnen REA-Gips erreicht. Der Verband erwartet deshalb eine strukturelle Versorgungslücke. Betroffen sind Anwendungen vom Trockenbau über Estriche bis zu Bauteilen und Fundamenten. Neben stärkerem Recycling werde auf absehbare Zeit auch zusätzlicher Naturgips benötigt. Die Kreislaufführung funktioniert technisch bereits:…

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Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sieht in der schleswig-holsteinischen Realisierungsvereinbarung zur klimaneutralen Transformation des Wohnungsbestands einen praxistauglichen Ansatz. Das Modell soll ambitionierten Klimaschutz mit bezahlbarem Wohnen und der Investitionsfähigkeit der Wohnungsunternehmen verbinden. Landesregierung, Wohnungswirtschaft, Eigentümervertretungen, Mieterbund und Sozialverbände haben sich dafür auf einen gemeinsamen Transformationspfad verständigt. Die Staatskanzlei Schleswig-Holstein und der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen werben bei den übrigen Bundesländern für vergleichbare Vereinbarungen, die an regionale Voraussetzungen angepasst werden. Zu den Bausteinen gehören energetische Sanierungen, die Umstellung der Wärmeversorgung, ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien sowie kontinuierliche Beratung und Förderung. Gebäude, Heiztechnik, kommunale Wärmeplanung und Energieinfrastruktur sollen nicht getrennt betrachtet, sondern zeitlich…

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Vierzehn Verbände und Institutionen der Bau- und Fensterwirtschaft warnen vor zusätzlichen Kosten und Dokumentationspflichten durch einen geplanten EU-Normungsauftrag für Fenster und Türen. In einem gemeinsamen Schreiben fordern sie Bundesbauministerin Verena Hubertz auf, dem vorliegenden Entwurf bei der Abstimmung im September nicht zuzustimmen und eine grundlegende Überarbeitung einzufordern. Mit dem Normungsauftrag will die Europäische Kommission festlegen, welche Angaben und Nachweise Hersteller künftig für Bauprodukte bereitstellen müssen. Nach Darstellung des Verbändebündnisses würde der Entwurf bei Fenstern und Türen deutlich mehr technische Angaben, zusätzliche Prüfungen, umfangreiche Stoff- und Umweltdaten sowie neue digitale Unterlagen verlangen. Besonders problematisch sei die große Variantenvielfalt: Fenster und Türen…

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Das Ende Juli 2026 in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verändert die Rahmenbedingungen für Stromdirektheizungen und damit auch für Infrarotheizungen. Nach Darstellung der IG Infrarot Deutschland entfällt im Gebäudebestand eine bislang geltende zusätzliche Verschärfung. Zugleich wird Netzstrom ab 2027 im energetischen Nachweis günstiger bewertet. Für bestehende Wohngebäude gilt nun grundsätzlich eine einheitliche Wärmeschutzschwelle: Eine Stromdirektheizung darf eingebaut werden, wenn das Gebäude die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz nach den maßgeblichen Vorschriften um mindestens 30 Prozent unterschreitet. Bislang war bei Gebäuden mit einer vorhandenen wassergeführten Heizung eine Unterschreitung um 45 Prozent erforderlich. Diese zusätzliche Hürde fällt nach Angaben des Verbandes weg. Ausnahmen…

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Steigende Mieten bei nahezu stabilen Kaufpreisen verbessern die rechnerische Rendite von Wohnimmobilien. Nach dem Mietrenditeatlas von Baufi24 erreichte die durchschnittliche Bruttomietrendite in den 52 untersuchten deutschen Städten im ersten Halbjahr 2026 4,17 Prozent. Damit setzt sich der mehrjährige Aufwärtstrend fort. Der entscheidende Treiber ist der Mietmarkt: Die Angebotsmieten legten im Halbjahresvergleich um 2,1 Prozent zu, während die Kaufpreise im Mittel nur um 0,3 Prozent stiegen. Im Durchschnitt der betrachteten Städte kostet Wohneigentum 3.587 Euro je Quadratmeter. In den sieben größten Metropolen liegen die Werte inzwischen durchweg über 5.000 Euro. Zwischen den Standorten bleiben die Unterschiede erheblich. Hamburg weist mit 3,0…

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