Tag der Umbaukultur 2026: Bundesweiter Aktionstag für den Bestand
Am 8. November 2026 findet zum fünften Mal der Tag der Umbaukultur statt. Die Bundesstiftung Baukultur ruft Planungsbüros, Bauschaffende, Kommunen und Initiativen dazu auf, Projekte, Ideen und gute Beispiele des Weiterbauens vorzustellen. Möglich sind Veranstaltungen, offene Türen, Diskussionsformate sowie digitale Beiträge unter dem Hashtag #TagDerUmbaukultur.
Ziel des bundesweiten Aktionstags ist es, die Qualität und Vielfalt von Umbauten stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie bestehende Gebäude und gewachsene Strukturen weiterentwickelt werden können, statt sie vorschnell abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Damit verbindet sich ein Perspektivwechsel: Der Gebäudebestand wird nicht nur als technische Aufgabe, sondern als räumliche, kulturelle und wirtschaftliche Ressource verstanden.
Die Bundesstiftung hatte am 8. November 2022 den Baukulturbericht „Neue Umbaukultur“ vorgestellt. Seitdem hat das Bauen im Bestand nach ihrer Einschätzung an Bedeutung gewonnen. Gründe sind der Klimaschutz, der sparsame Einsatz von Material und Fläche sowie steigende Baukosten. Umbauten können bereits verbaute Ressourcen und die sogenannte graue Energie erhalten. Gleichzeitig bewahren sie häufig die Formensprache eines Gebäudes, seine Einbindung in das Umfeld und seine identitätsstiftende Wirkung.
Für die Immobilienwirtschaft ist das Thema besonders relevant. Entscheidungen über Sanierung, Umnutzung, Aufstockung oder Rückbau beeinflussen Energiebedarf, Lebenszykluskosten und die langfristige Nutzbarkeit eines Objekts. Gute Umbaukultur verlangt deshalb eine frühzeitige Bestandsanalyse, belastbare Nutzungskonzepte und die Zusammenarbeit von Eigentümern, Planung, Verwaltung, Handwerk und Nutzern.
Der Aktionstag bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen sichtbar zu machen: Welche Bauteile lassen sich erhalten?
Quelle: Bundesstiftung Baukultur

