Rechtliche Absicherung für französische Balkone aus Glas

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Um bodentiefe Fenster oder Türen absturzsicher zu machen, werden häufig französische Balkone angebracht, die bei einer gläsernen Ausführung die Vorgaben der neu eingeführten DIN 18008-4 zu erfüllen haben. Zusätzlich müssen die Glashaltekonstruktionen und Befestigungen von Betrieben hergestellt sein, die nach DIN EN 1090 zertifiziert sind. Dies gilt nicht – wie oft angenommen – nur für verschweißte Bauteile, sondern auch für verschraubte Lösungen aus Aluminium, Stahl oder Edelstahl. Werden die Nachweise – wie das Ü-Zeichen nach der Bauregelliste beziehungsweise die Übereinstimmungserklärung nach einem allgemein bauaufsichtlichen Prüfungszeugnis (abP) sowie die CE-Kennzeichnung nach dem Bauprodukte-Gesetz – dafür nicht erbracht, muss der Anwender mit empfindlichen Strafen und unter Umständen bau- , zivil- und wettbewerbsrechtlichen Folgen rechnen. Die IMB Vertriebs GmbH bietet mit ihren Easy-Glasbrüstungssystemen französische Balkone an, die diese technischen Baubestimmungen erfüllen.

Als eines der ersten Unternehmen hat das Unternehmen diese Systeme zudem mit einer verdeckt liegenden Befestigung über die Falz-Innenseite im Portfolio. Dadurch sind außen keine Schrauben sichtbar, was für eine elegante Optik sorgt. „Vor einigen Jahren wurde die Verlängerung für Prüfzeugnisse für Glasbrüstungen der Kategorie A mit aufgesetztem Kantenschutz untersagt, da dieser in der TRAV (Anm. d. Red.: Technische Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen) nicht ausreichend geregelt war“, erklärt Andrea Konrad, Geschäftsführerin der IMB Vertriebs GmbH, die sich insbesondere auf den Vertrieb von Geländern und Befestigungen spezialisiert hat. Geländer der Kategorie C mit einem lastabtragenden Holm konnten dagegen weiterhin gemäß TRAV ausgeführt werden. Aus diesem Grund entwickelte das Metallbau-Unternehmen aus Rosenheim ein flaches Holmprofil aus Voll-Material, das die statischen Erfordernisse erfüllte.

Montagefreundliches Glasbrüstungssystem der Kategorie A

Neu ist seit letztem Jahr – nach erfolgreicher Prüfung im Herbst 2015 und mit der Erteilung des allgemein bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses (abP Nr. P-2015-3084) – dabei jedoch, dass die französischen Balkone erneut als absturzsichernde Verglasungen der Kategorie A verfügbar sind: „Das bedeutet, dass Wind- und horizontale Nutzlasten nicht durch einen aufgesetzten Holm aufgenommen werden, sondern durch die Verglasung selbst. Diese wird dazu mit einem Kantenschutz versehen, der nach den Richtlinien der DIN 18008-4 Anhang F ausgeführt oder nach Anhang E geprüft sein muss“, erklärt Konrad. Das Easy-Glasgeländersystem BG015 Kategorie A ist nun mit verschiedenen Kantenschutz-Ausführungen lieferbar: Neben der bereits bekannten Form BG015F mit einem aufgesetzten Flachmaterial gibt es dies nun auch in taillierter Form BG015T. Außerdem wurde der U-Kantenschutz als dritte Variante BG015U wieder eingeführt und ist nun in verbesserter Ausführung mit Dichtgummi, der die Montage erleichtert, lieferbar.

Dabei ist der Edelstahlkantenschutz für die obere Glaskante ebenfalls in mehreren Varianten wie zum Beispiel mit Farbbeschichtungen nach RAL- oder DB-Farben erhältlich. Auch das Glas selbst kann mit mattierter oder verschiedenfarbiger Folie geliefert werden.

Komplett-Lösung mit Glas garantiert Qualität und Präzision

Besonders montagefreundlich ist die Variante Plus-G als Komplettsystem inklusive Glas. Die Glasbrüstung wird mit höchstem Qualitätsstandard bereits im Werk komplett fertiggestellt, was durch die Anbringung frontseitiger Anschraubbohrungen – eine ebenfalls geschützte Erfindung – möglich gemacht wird. So kann die Easy-Glasbrüstung auf der Baustelle in nur wenigen Schritten am Fenster montiert werden.

Spezial-Anker gewährleistet die Lastabtragung in den Baukörper

Als weitere Innovation entwickelte das Rosenheimer Unternehmen die neuen Fix Max Spezial-Anker-Systeme: Auf den ersten Blick scheint es zwar so, dass das Geländer beziehungsweise die Absturzsicherung zwar am Fenster-Rahmen befestigt ist, die Lasten werden jedoch durch den Rahmen direkt in den Baukörper abgeleitet. „Dies sind ausgereifte Systeme, welche die Problemstelle zwischen dem Gewerk Fensterbau und Metall- respektive Stahlbau lösen“, so Dipl.-Ing. Hermann Hamm, der als Statiker beim Ingenieurbüro für Baustatik Glas und Stahlbau in Gelnhausen seit vielen Jahren mit IMB zusammenarbeitet. Während sich beispielsweise das System BS700 für absturzsichernde Systeme an Fensterprofilen mit Lastabtragung in Mauerwerke auszeichnet, eignet sich das System BS600 für den Beton-Baukörper. Beide Systeme bieten gebrauchsmustergeschützte Komplettlösungen, dank derer der Endkunde von einem baurechtlich und sicherheitstechnisch einwandfreien Montagesystem ausgehen kann.

Neben dem Nachweis der Stoßfestigkeit, der durch Pendelschlagversuche oder für die Kategorie C durch eine Pendelschlagsimulation erbracht werden muss, ist für Geländer auch immer ein objektbezogener Nachweis der Tragfähigkeit zu erbringen. Hierzu hat der Hersteller bereits umfangreiche Vorbemessungen vornehmen lassen und garantiert weitere kompetente Beratung für die Erbringung der nach Landesbauordnung notwendigen objektbezogenen Bemessungen. Architekten und Fensterbauer können sich jederzeit für eine Beratung an den Innendienst wenden. Das Unternehmen, das alleine 2016 bereits rund 3.500 absturzsichernde Verglasungen verkauft hat, kann durch ausreichend Objekt-Erfahrung im Metallbau auf ein umfangreiches Fachwissen zurückgreifen und damit besonders flexibel auf notwendige Sonderlösungen reagieren.

www.imb-vertrieb.de

Quelle

news immoclick24.de

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